Beitragvon Matthias Staber » 26. April 2002, 00:37
ralph obkircher schrieb:
>
> hallo nochmal,
>
> ich finde es echt schade, dass KdG nicht so recht spass
> machen will. vom thema her habe ich mich sehr auf das spiel
> gefreut und habe auch nach erstem regelstudium nicht ganz
> glauben können, dass es wirklich wenig spass bringt.
> irgendwie fängt das spiel ja schon recht unaufregend an.
> jeder setzt mal eben einen galdiatorenträger plus galdiator.
> dann noch ein paar tiere in die arena gschickt und los kanns
> gehen! aber die atmosphere eines solchen kampfes in der arena
> wird nicht annähernd vermittelt. ich würde also schon beim
> einzug einiges verändern, damit mehr bewegung in das spiel
> kommt. auch die tatsache, dass im lauf des spieles so gut wie
> keine wilden tiere mehr in der arena sind, ist irgendwie
> langweilig. erst wenn ein spieler selbst keine gladiatoren
> mehr hat, kommen diese übermächtigen gegner wieder ins spiel!
> ich glaube, dass eine veränderte regel das spiel durchaus
> noch spannend und aufregend machen könnte. es wäre doch
> schade um das sehr schön gestaltete spielmaterial.
>
> der ralph (der es, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt,
> einfach nicht wahr haben will, dass KdG nicht so toll is!
> heul!)
Ich habs jetzt zweimal gezockt, 2 und 4 Spieler, und , was soll ich sagen, ich finds klasse: ein Würfelspiel eben, das man locker mal einschiebt und nicht zu lange dauert und bei dem ich ordentlich das Schwert schwingen kann. Die Zusammensetzung der Teams hat schon irgendwie Einfluss, finde ich, aber wenn mein Handgelenk nicht richtig würfeln will, ist halt Feierabend, schon klar. Was solls: Nehm ich halt noch einen tiefen Schluck Bier und dreh mir meine nächste Kippe.
Mit welchen Spielen würde ichs vergleichen? Vielleicht mit Phase 10 oder so nem Zeug, vom Tiefgang her, nur dass mir KdG 800x mehr Spaß macht: Ich finde es genial, dass sich deutsche Verlage endlich einmal trauen, Metzelspiele für Gelegenheitsspieler rauszubringen. Ich habe es satt, irgendwo Mehrheiten zu erringen oder blöd Karten zu legen, wenn ich meine wenigspielenden Bekannten zum Zocken überreden will. Da kommt KdR gerade recht.
Piratenbucht und KdR: Ich finds toll, mehr davon, bitte! Schwerter schwingen, Kanonen feuern, würfeln, bis der Arzt kommt, keine Mehrheiten oder lustige Tierchen, nicht Konstruktives, nichts politisch Korrektes, sondern pure, destruktive Lust am Zerstören, ohne in irgendwelchen Tabellen nachgucken zu müssen, woher der Wind weht, wenn der General einen fahren lässt: Das kann so herrlich sein.
Und auf dem Thron darüber: Wallenstein, wargame light made in Germany, das mit AH/Hasbro-Produktionen locker mithalten kann. Puerto Rico kuschelt sich als nahezu perfektes Spiel, das meine sonstigen Spielebedürfnisse befriedigt (konstruktiver Spaß am Aufbau unter anderem) dazu (es wird Spiel des Jahres!!!), und es bleibt nur noch zu sagen: 2002 ist ein guter Jahrgang
für Spieler.
Matthias (demnächst ist der Spiele-Con "Auryn" in Böblingen bei Stuttgart: Bei meinem Link gibts nähere Infos)