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glücklicher verlierer!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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ralph obkircher

glücklicher verlierer!

Beitragvon ralph obkircher » 24. April 2002, 20:39

hallo leute,

immer wieder wird mir bei unseren spielrunden ganz schmeichelhaft unter die nase gerieben, dass ich eigentlich eh immer verliere. und ich muss sagen, die haben auch noch recht! allerdings fällt mir diese tatsache nur selten auf und stöhrt mich auch nicht weiter. klar denke ich während dem spielen über gewinnbringende strategien nach und des öfteren glaube ich auch bis kurz vor spielende, dass sich dieses mal ein sieg ausgehen könnt. war dann aber wohl wieder nix! dafür gewinnt meine häufig (bei brettspielen!) unterschätze freundin dann und ich freue mich dann halt für sie.

wie geht's denn euch so beim spielen und verlieren. bei mir ist wirklich das spielen ansich die hauptfreude und das gewinnen ein schöner nebeneffekt. nur ganz selten treffe ich auf spieler, die mich wohl in irgend einer art reizen, so dass ich dann auch auf einen sieg versessen bin. seid ihr denn ausgesprochene siegertypen, oder is euch auch der platz des verlierers kein gräuel?

ich hoffe, nicht nur ich bin ein "glücklicher verlierer"!

...schüss
der ralph (der gestern auch mal "kampf der galdiatoren" gespielt und (ja!) gewonnen und hofft, dass das spiel doch nochmal lustig sein wird!!!)

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benjamin

RE: glücklicher verlierer!

Beitragvon benjamin » 24. April 2002, 21:23

"ralph obkircher" hat am 24.04.2002 geschrieben:

> wie geht's denn euch so beim spielen und verlieren. bei mir
> ist wirklich das spielen ansich die hauptfreude und das
> gewinnen ein schöner nebeneffekt. nur ganz selten treffe
> ich auf spieler, die mich wohl in irgend einer art reizen,
> so dass ich dann auch auf einen sieg versessen bin. seid
> ihr denn ausgesprochene siegertypen, oder is euch auch der
> platz des verlierers kein gräuel?


Also bei mir ist das völlig unterschiedlich und anhängig vom Spiel, den Mitspielern und meiner Laune ;)
Spiele, bei denen mir einfach das Spielen am meisten Spass macht, sind meistens solche, bei denen erstens das Ende nicht von vorne herein festgelegt ist (durch eine bestimmte Anzahl von Runden o.ä.) und bei denen man zweitens nach Lust und Laune bauen und planen kann (Siedler & Co, Puerto Rico). Bei diesen Spielen ärgere ich mich dann zwar immer, wenn plötzlich einer gewinnt - aber nicht, weil ich vielleicht verloren habe, sondern weil ich nicht mehr weiterbauen darf...
Aber auch bei vielen Fun- und Ärger-Spielen (z.B. A la Carte, Kill Doctor Lucky, Wucherer, Ohne Furcht und Adel, Neolithibum) und kleineren Kartenspielen (z.B. Bohnanza) ist es mir völlig egal, ob ich gewinne oder nicht - hauptsache, das Spiel ist lustig und/oder man kann schön gemein sein *fg*
Andererseits gibt es aber auch Spiele, bei denen ich meistens schon den Ehrgeiz habe, zu gewinnen oder wenigstens gut abzuschneiden. Dazu gehören Spiele wie Java, La Citta, Medina, El Grande, Anno 1452 etc. und auch Rasende Roboter :)

Soweit die grobe Einteilung der Spiele; der Rest ist wie gesagt von anderen Umständen abhängig - ganz besonders von der Zusammensetzung der Mitspieler (oder manchmal eher: Gegner ;) )

Benjamin

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Franz-Benno Delonge
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Beiträge: 277

RE: glücklicher verlierer!

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 24. April 2002, 21:35

Also, hier ist meine Definition des idealen Spielers: Er freut sich, wenn er gewinnt (weil er dafür genug Ehrgeiz hat), aber er ärgert sich nicht, wenn er verliert (weil er dafür genug Distanz hat). Der Hauptspaß beim Spiel entsteht aus dem Eintauchen in eine Kunstwelt, in der ich etwas nachspielen kann, was ich im Normalzustand nicht erlebe. Der Wettbewerbscharakter kommt dann nur als zweiter Reiz dazu. Und deshalb will der ideale Spieler jedes schöne Spiel immer wieder spielen: Wenn er es gewinnt, dann will er überprüfen, ob er das Spiel wirklich so gut beherrscht. Und wenn er verliert, dann packt ihn der Ehrgeiz, es besser zu machen.
In diesem Sinne!
Benno

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Petra Schmidt
Kennerspieler
Beiträge: 231

Re: glücklicher verlierer!

Beitragvon Petra Schmidt » 24. April 2002, 22:42

Hallo Ralph,

wie auch schon Benjamin schrieb, ist es auch bei mir zum Teil abhängig vom Spiel. Ein Paradebeispiel für ein Spiel, was mich total aus der Fassung bringt, ist "Capone". Da kann ich mich total ärgern (und anschließend nicht schlafen - obwohl ich gewonnen habe).

Bei anderen (den meisten) Spielen ist es allerdings nicht so und der Spielspass steht im Vordergrund. Da mache ich auch lieber mal einen oder mehrere Fehler, als dass mir dauernd jemand sagt "Wie kannst Du denn das nur machen?" oder "Das musst Du doch so machen!".

Was mich allerdings schon stört, ist, wenn sich zum Teil Alle gegen einen verbünden - dann bin ich schon mal (etwas) frustriert.

Aber im großen ganzen freue ich mich wie ein kleiner Schneekönig wenn ich gewinne und habe aber trotzdem meinen Spaß wenn ich nicht den ersten Platz belege, sondern vielleicht auch mal ganz hinten bin.

Petra (hat ihre PR-Niederlage vom Sonntag mittlerweile verdaut :wink: )

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Roman Pelek

Re: glücklicher verlierer! / K.d.Gladiatoren

Beitragvon Roman Pelek » 25. April 2002, 01:41

Hi Ralph,

ralph obkircher schrieb:

> immer wieder wird mir bei unseren spielrunden ganz
> schmeichelhaft unter die nase gerieben, dass ich eigentlich
> eh immer verliere. und ich muss sagen, die haben auch noch
> recht! allerdings fällt mir diese tatsache nur selten auf und
> stört mich auch nicht weiter. klar denke ich während dem

Hm, das "Dilemma" des zu häufig Verlierens kenne ich so nicht (da wir in wechselnden Besetzungen spielen und Erfahrung sich da schon "auszahlt"), würde mich aber auch nicht stören. Aber auch ich habe eine Freundin, die öfter gewinnt als ich ;-)

> spielen über gewinnbringende strategien nach und des öfteren
> glaube ich auch bis kurz vor spielende, dass sich dieses mal
> ein sieg ausgehen könnt. war dann aber wohl wieder nix! dafür
> gewinnt meine häufig (bei brettspielen!) unterschätze
> freundin dann und ich freue mich dann halt für sie.

Jau - ein Spiel so auch Spaß machen, wenn man nicht gewinnt (das wäre ja auch ein arg einseitiges Vergnügen). Aber es soll m. E. durchaus den eigenen Ehrgeiz ansprechen, gewinnen zu wollen. Mein idealer Spielertyp sieht so aus, dass er den Ehrgeiz besitzt, gewinnen zu wollen (für mich im Sinne des Spielerlebnisses für alle), es ihn durchaus fuchst, zu verlieren - aber er es nicht zu "ernst" nimmt. Wenn ein Spiel vorbei ist, ist es vorbei. Man mag das gerne - mit Spaß - analysieren und sich Grundlagen für's nächste Mal zurechtlegen; aber mit Freude und bitte nicht mit Verbitterung.

> wie geht's denn euch so beim spielen und verlieren. bei mir
> ist wirklich das spielen ansich die hauptfreude und das
> gewinnen ein schöner nebeneffekt. nur ganz selten treffe ich

Hm, ich spiele auf Sieg und hoffe, dass alle anderen das auch tun. Und genau das garantiert mit die Freude am Spiel, wobei meine eigene Platzierung dann letztlich egal ist. Eine schlechte Platzierung fuchst mich und gibt Anreiz es besser zu machen, d. h. das Spiel nochmal zu spielen. Was ich aber nicht mag, sind Spiele, die mir diesen Anreiz nicht geben...

> auf spieler, die mich wohl in irgend einer art reizen, so
> dass ich dann auch auf einen sieg versessen bin. seid ihr
> denn ausgesprochene siegertypen, oder is euch auch der platz
> des verlierers kein gräuel?

Ich bekenne, dass ich ein "Sieg-Spieler" bin - im Sinne des Spielerlebnisses. Wenn ich dann verliere und genau deswegen den Reiz habe, etwas nochmal zu probieren - dann habe ich für mich ein prima Spiel vor mir.

Kurzum: für mich ist die Platzierung recht egal, der Wiederspielreiz muss da sein und die Mitspieler sollen auch Engagement im Spiel zeigen. Spieler, die eine "Is' mir doch eh egal wer gewinnt"-Haltung an den Tag legen können einem andererseits auch das beste Spiel vermiesen :)

> der ralph (der gestern auch mal "kampf der galdiatoren"
> gespielt und (ja!) gewonnen und hofft, dass das spiel doch
> nochmal lustig sein wird!!!)

Eine der Hoffnungen, die ich mittlerweile komplett aufgegeben habe. Es gibt genug unterhaltsamere - und auch einfachere - Würfelspiele (auch dieses Jahr) für mich und ich scheine der Zielgruppe soweit entfernt wie nur möglich zu sein. Mir fällt es aber auch extrem schwer, mir eine Zielgruppe (14-16-Jährige Martial-Arts-Fans, denen "Risiko" zu anstrengend und strategisch ist?) vorzustellen. Andere würden es wohl deshalb als "Flop" oder "underdeveloped" bezeichnen. Ich sag' einfach mal, dass ich's partout nicht leiden kann und nicht so genau weiß, ob ich da zu subjektiv bin.

Ciao,
Roman

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Matthias Staber

Re: glücklicher verlierer! / K.d.Gladiatoren

Beitragvon Matthias Staber » 25. April 2002, 09:26

Roman Pelek schrieb:
> Eine der Hoffnungen, die ich mittlerweile komplett aufgegeben
> habe. Es gibt genug unterhaltsamere - und auch einfachere -
> Würfelspiele (auch dieses Jahr) für mich und ich scheine der
> Zielgruppe soweit entfernt wie nur möglich zu sein. Mir fällt
> es aber auch extrem schwer, mir eine Zielgruppe
> (14-16-Jährige Martial-Arts-Fans, denen "Risiko" zu
> anstrengend und strategisch ist?) vorzustellen. Andere würden
> es wohl deshalb als "Flop" oder "underdeveloped" bezeichnen.
> Ich sag' einfach mal, dass ich's partout nicht leiden kann
> und nicht so genau weiß, ob ich da zu subjektiv bin.
>
> Ciao,
> Roman


Interessant ist, das KdG auf rgb einige sehr positive Reaktionen einheimsen konnte: Einige Amis scheinen's zu mögen. Ich habe es mir jetzt deswegen trotz der durchweg miserablen Einschätzungen hier im Forum zugelegt. Häufige Einschätzung: Würfelspiel ohne Tiefgang aber viel Gemetzel, das in der richtigen Runde großen Spaß macht und nicht allzu lange dauert. Hm. könnte mir gefallen, mal schauen.

Matthias

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Markus Barnick

Re: glücklicher verlierer!

Beitragvon Markus Barnick » 25. April 2002, 10:15

Ich kann mich deinen Worten nur anschließen. Ich verlier auch oft. Bei Cartagena-Online manchmal auch nur knapp ;-)

Aber normalerweise juckt mich das nicht so - außer, wenn ich denke, jetzt hab ich die optimale Strategie - und dann klappts doch nicht... ;-)

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Hajo

Re: glücklicher verlierer!

Beitragvon Hajo » 25. April 2002, 11:28

Gruss Zusamm!

ralph obkircher schrieb:
> wie geht's denn euch so beim spielen und verlieren. bei mir
> ist wirklich das spielen ansich die hauptfreude und das
> gewinnen ein schöner nebeneffekt. nur ganz selten treffe ich
> auf spieler, die mich wohl in irgend einer art reizen, so
> dass ich dann auch auf einen sieg versessen bin. seid ihr
> denn ausgesprochene siegertypen, oder is euch auch der platz
> des verlierers kein gräuel?
>
Grundsätzlich macht es mir nichts aus, mal bei einem Spiel Letzter zu werden, kommt ja selten genug vor (hüstel...).
Das bedeutet dann auch meistens, dass alle sich freuen und feiern. Und selbst die, die auch schlecht abgeschnitten haben, gratulieren sich gegenseitig und führen sich auf wie die Schneekönige ("Ich hab zwar auch versagt, aber ich hab ja auch nur darauf gespielt, dass Hajo nicht gewinnt!") :-P
Naja, dann mache ich ihnen halt die Freude ab und zu und lass sie reden.

Den meisten Spielspass habe ich sowieso während des Spiels an sich. Planen, Agieren und Reagieren, Verhandeln, Bluffen, Hoffen. Am meisten freue ich mich, wenn ich aus einer schwierigen Situation durch einen geschickten Zug und etwas Glück noch ein Optimum herausholen kann. Und wenn das dann dazu führt, dass man am Ende gewinnt oder weit vorne landet, habe ich natürlich nix dagegen. Schliesslich werden Spiele dadurch interessant, dass man versucht, besser abzuschneiden als die anderen. Aber letztendlich ist das Endergebnis immer relativ und am Schluss meist garnicht mehr so wichtig. Nur diskutieren muss man es halt auf jeden Fall noch, und vor allem ein paar Sprüche klopfen (ganz wichtig!) :-)

Ich habe eigentlich selten mit wirklich schlechten Verlieren gespielt, allerdings können einem Leute, die sich nicht wirklich Mühe geben, schon mal gehörig den Spielspass verderben.

So long,

Hajo

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"Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt."
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Marten Holst

Glücklicher Spieler!

Beitragvon Marten Holst » 25. April 2002, 12:16

Moinle,

wie den meisten anderen hier, macht mir das Spielen (und hierbei auch das Überlegen und Ausprobieren) alleine schon eine Menge Spaß. Gewinnen will ich schon immer, notfalls wird dieses Ziel dann während des Spielens angepasst ("nur nicht letzter werden", "wenigstens vor Matthias kommen", "na warte, das wird er bereuen" - auch abhängig vom Spieltyp).

Was mir ansonsten Spaß macht, ist (s.o.) das "Entwickeln" eigener Strategien, d.h., sich selber etwas halbwegs funktionierendes zu überlegen und versuchen, es umzusetzen (im Gegensatz zu Spielen, bei denen die "Grundstrategie" praktisch erzwungen ist).

Was mir tatsächlich überhaupt keinen Spaß macht, ist es ein Spiel zu gewinnen, weil mein Vordermann mir nur Vorlagen auflegt - da bekommt man schnell ein schlechtes Gewissen (aber absichtlich schlechte Züge machen, ist auch nicht die Lösung).

Und was mir auch keinen Spaß macht, sind Mitspieler, die nicht gewinnen wollen, und Mitspieler, die nur gewinnen wollen.

Alles in allem machen mir also meine Spielrunden eine Menge Spaß ;-)

Spaßige Grüße
Marten (Seit neuestem Mitglied der PR-Fangemeinde)

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Roman Pelek

Kampf der Gladiatoren

Beitragvon Roman Pelek » 25. April 2002, 17:32

Hi Matthias,

>Interessant ist, das KdG auf rgb einige sehr positive Reaktionen einheimsen konnte: Einige Amis scheinen's zu mögen.<

Ja, es ist irgendwie deutlich mehr auf den amerikanischen Geschmack zugeschnitten, da würde ich auch eher Chancen für das Spiel sehen.

>Würfelspiel ohne Tiefgang aber viel Gemetzel, das in der richtigen Runde großen Spaß macht und nicht allzu lange dauert. Hm. könnte mir gefallen, mal schauen.<

Zwei Hauptaspekte, die mir nicht gefallen haben: im Grunde ist die Zusammensetzung der Gladiatorenteams hinsichtlich des extremen Würfelglücks beliebig. Zum anderen ist es häufig sinnvoll, den schwächsten Mitspieler zu Kleinholz zu machen, um ungefährdet Punkte zu kassieren. Ich denke, da muss man Spaß dran haben oder drüber hinwegsehen können - vielleicht hilft Dir das ein bisschen bei der Entscheidung. Ich lasse dieses Jahr jedenfalls deutlich lieber Mäuse zum Gauda rennen, wenn ich würfeln mag ;-)

Ciao,
Roman

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ralph obkircher

Re: Kampf der Gladiatoren

Beitragvon ralph obkircher » 25. April 2002, 19:49

hallo nochmal,

ich finde es echt schade, dass KdG nicht so recht spass machen will. vom thema her habe ich mich sehr auf das spiel gefreut und habe auch nach erstem regelstudium nicht ganz glauben können, dass es wirklich wenig spass bringt. irgendwie fängt das spiel ja schon recht unaufregend an. jeder setzt mal eben einen galdiatorenträger plus galdiator. dann noch ein paar tiere in die arena gschickt und los kanns gehen! aber die atmosphere eines solchen kampfes in der arena wird nicht annähernd vermittelt. ich würde also schon beim einzug einiges verändern, damit mehr bewegung in das spiel kommt. auch die tatsache, dass im lauf des spieles so gut wie keine wilden tiere mehr in der arena sind, ist irgendwie langweilig. erst wenn ein spieler selbst keine gladiatoren mehr hat, kommen diese übermächtigen gegner wieder ins spiel!
ich glaube, dass eine veränderte regel das spiel durchaus noch spannend und aufregend machen könnte. es wäre doch schade um das sehr schön gestaltete spielmaterial.

der ralph (der es, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, einfach nicht wahr haben will, dass KdG nicht so toll is! heul!)

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Matthias Staber

Re: Kampf der Gladiatoren

Beitragvon Matthias Staber » 26. April 2002, 00:37

ralph obkircher schrieb:
>
> hallo nochmal,
>
> ich finde es echt schade, dass KdG nicht so recht spass
> machen will. vom thema her habe ich mich sehr auf das spiel
> gefreut und habe auch nach erstem regelstudium nicht ganz
> glauben können, dass es wirklich wenig spass bringt.
> irgendwie fängt das spiel ja schon recht unaufregend an.
> jeder setzt mal eben einen galdiatorenträger plus galdiator.
> dann noch ein paar tiere in die arena gschickt und los kanns
> gehen! aber die atmosphere eines solchen kampfes in der arena
> wird nicht annähernd vermittelt. ich würde also schon beim
> einzug einiges verändern, damit mehr bewegung in das spiel
> kommt. auch die tatsache, dass im lauf des spieles so gut wie
> keine wilden tiere mehr in der arena sind, ist irgendwie
> langweilig. erst wenn ein spieler selbst keine gladiatoren
> mehr hat, kommen diese übermächtigen gegner wieder ins spiel!
> ich glaube, dass eine veränderte regel das spiel durchaus
> noch spannend und aufregend machen könnte. es wäre doch
> schade um das sehr schön gestaltete spielmaterial.
>
> der ralph (der es, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt,
> einfach nicht wahr haben will, dass KdG nicht so toll is!
> heul!)


Ich habs jetzt zweimal gezockt, 2 und 4 Spieler, und , was soll ich sagen, ich finds klasse: ein Würfelspiel eben, das man locker mal einschiebt und nicht zu lange dauert und bei dem ich ordentlich das Schwert schwingen kann. Die Zusammensetzung der Teams hat schon irgendwie Einfluss, finde ich, aber wenn mein Handgelenk nicht richtig würfeln will, ist halt Feierabend, schon klar. Was solls: Nehm ich halt noch einen tiefen Schluck Bier und dreh mir meine nächste Kippe.

Mit welchen Spielen würde ichs vergleichen? Vielleicht mit Phase 10 oder so nem Zeug, vom Tiefgang her, nur dass mir KdG 800x mehr Spaß macht: Ich finde es genial, dass sich deutsche Verlage endlich einmal trauen, Metzelspiele für Gelegenheitsspieler rauszubringen. Ich habe es satt, irgendwo Mehrheiten zu erringen oder blöd Karten zu legen, wenn ich meine wenigspielenden Bekannten zum Zocken überreden will. Da kommt KdR gerade recht.

Piratenbucht und KdR: Ich finds toll, mehr davon, bitte! Schwerter schwingen, Kanonen feuern, würfeln, bis der Arzt kommt, keine Mehrheiten oder lustige Tierchen, nicht Konstruktives, nichts politisch Korrektes, sondern pure, destruktive Lust am Zerstören, ohne in irgendwelchen Tabellen nachgucken zu müssen, woher der Wind weht, wenn der General einen fahren lässt: Das kann so herrlich sein.

Und auf dem Thron darüber: Wallenstein, wargame light made in Germany, das mit AH/Hasbro-Produktionen locker mithalten kann. Puerto Rico kuschelt sich als nahezu perfektes Spiel, das meine sonstigen Spielebedürfnisse befriedigt (konstruktiver Spaß am Aufbau unter anderem) dazu (es wird Spiel des Jahres!!!), und es bleibt nur noch zu sagen: 2002 ist ein guter Jahrgang
für Spieler.

Matthias (demnächst ist der Spiele-Con "Auryn" in Böblingen bei Stuttgart: Bei meinem Link gibts nähere Infos)

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Roman Pelek

Würfelspiele dieses Frühjahr

Beitragvon Roman Pelek » 26. April 2002, 07:27

Matthias Staber schrieb:

> Piratenbucht und KdR: Ich finds toll, mehr davon, bitte!
> Schwerter schwingen, Kanonen feuern, würfeln, bis der Arzt
> kommt, keine Mehrheiten oder lustige Tierchen, nicht
> Konstruktives, nichts politisch Korrektes, sondern pure,
> destruktive Lust am Zerstören, ohne in irgendwelchen Tabellen
> nachgucken zu müssen, woher der Wind weht, wenn der General
> einen fahren lässt: Das kann so herrlich sein.

Wenn's so wie Piratenbucht gerät, muss ich sagen, dass ich einer lockeren Würfelrunde - gerade auch mit weniger oft spielenden Bekannten - ebensowenig abgeneigt bin. Aber da kann ich mich auch mehr ins Thema einleben, ein bisschen bluffen ("Wie, Du gehst doch dahin? Warum bloß?" :-D ) und irgendwie mag da das bisschen Planung auch das Glück einen Tick in meine Richtung lenken. Ich find's ebenso eine Gaudi. Ebenso überraschend gut als Kleines für Zwischendurch gefallen hat mir "Gouda Gouda", da darf man auch würfeln bis der Arzt kommt, ein bisschen vor- und zurückziehen, Mitspieler herrlich ärgern und mit seinen Zusatzaktionen dem Ganzen einen lockeren Hauch von Taktik und Überraschung verleihen... Insofern kann ich mich dem Plädoyer für das lockere Werfen von Sechsseitern und deren Artgenossen anschließen, es braucht wahrlich nicht unbedingt das 375. Plättchen-legen-für-Mehrheiten (aber wenn, dann darf's dieses Jahr "Wildlife" heißen :) ).

Ciao,
Roman

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Matthias Staber

Re: Würfelspiele dieses Frühjahr

Beitragvon Matthias Staber » 26. April 2002, 08:13

>Wenn's so wie Piratenbucht gerät, muss ich sagen, dass ich einer lockeren Würfelrunde - gerade auch mit weniger oft spielenden Bekannten - ebensowenig abgeneigt bin. Aber da kann ich mich auch mehr ins Thema einleben, ein bisschen bluffen ("Wie, Du gehst doch dahin? Warum bloß?" ) und irgendwie mag da das bisschen Planung auch das Glück einen Tick in meine Richtung lenken. Ich find's ebenso eine Gaudi. Ebenso überraschend gut als Kleines für Zwischendurch gefallen hat mir "Gouda Gouda", da darf man auch würfeln bis der Arzt kommt, ein bisschen vor- und zurückziehen, Mitspieler herrlich ärgern und mit seinen Zusatzaktionen dem Ganzen einen lockeren Hauch von Taktik und Überraschung verleihen... Insofern kann ich mich dem Plädoyer für das lockere Werfen von Sechsseitern und deren Artgenossen anschließen, es braucht wahrlich nicht unbedingt das 375. Plättchen-legen-für-Mehrheiten (aber wenn, dann darf's dieses Jahr "Wildlife" heißen ).<

"Gouda Gouda" kenn ich noch gar nicht, muss ich mal bei luding nachschauen.

(Darf ich eigentlich bei KdR mein Team wirklich nicht ziehen, wenn der einzige Nachbar ein eigenes Team ist, oder sollte die Bedingung eigentlich heißen: "man darf ziehen, wenn man keinen benachbarten Gegner hat?)

Matthias


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