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Puerto Rico - Mogelpackung ?!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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RoGo

Re: Puerto Rico - Zweier-Variante

Beitragvon RoGo » 24. April 2002, 21:49

Hi Rod,
wie neulich diskutiert gilt doch genau dieses Vorgehen nicht als Variante, sondern als Mogelpackung.
Gedoppelte Grüße
Roland

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Gustav der Bär

OT: Positives Gegenbeispiel

Beitragvon Gustav der Bär » 24. April 2002, 22:25

Tom schrieb:
> War in Deiner Goldland-Packung auch kein Gold drin? Sauerei...

Aber eins sollte hier auch mal gesagt werden: In meiner Schachtel "Ohne Furcht und Adel" waren definitiv weder Furcht noch Adel enthalten. Weiter so, Hans im Glück!

AX!GdB

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Roman Pelek

Puerto Rico: Aufseher

Beitragvon Roman Pelek » 25. April 2002, 00:31

Hi Brigitte und Wolfgang,

Brigitte und Wolfgang Ditt schrieb:

> Im Moment stellt sich bei uns ein anderes Problem ein. Wenn
> jeder Spieler eine einigermaßen Produktion hat (insgesamt
> werden mindestens 4 verschiedene Güter und mindestens so 12
> Stück produziert), nimmt keiner den Aufseher. Es hat sich
> herausgestellt, dass derjenige, der ihn nimmt, zwar ein
> hochwertiges Produkt mehr erhält, dafür aber die Entscheidung
> über Verkauf und Verschiffen abgibt. Extrem ist es zu fünft,

Abhilfe: jemand erwirbt Manufaktur für zusätzlichen Vorteil. Oder Werft für Verschiffen einer Ware. Im Zweifelsfall kann auch Hafen lohnend sein. Damit dürfte sich in der Regel jemand herauskristallisieren, der ein gesteigertes Interesse am Aufseher hat. Oder wie war die Konstellation bei Euch genau? Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass man sich so auspattet - außer alle Spieler spielen stur (aber in diesem Falle widersinnig) nur auf Verschiffung.

> wo dann von den anderen Spielern das Handelshaus gefüllt wird
> und der Produzent leer ausgeht. Ähnliches gibt es beim

Dann gehe ich auf Gebäude und somit alternative Siegpunkte.

> Verschiffen. Als Folge wird wenig produziert und die Dublonen
> sammeln sich auf Aufseher und damit auf Kapitän und Händler.

Dann nehme ich eine Rolle mit vielen Dublonen, bevorzugt einen "nutzlosen" Händler, damit die möglicherweise folgenden Rollen nicht umso attraktiver werden.

> Die Wahl des Aufsehers gleicht dann einem Beamtenmikado und
> es gewinnt oft einer der Spieler, die links von einem saßen,
> der den Aufseher wählte.
> Habt ihr, vor allem in erfahrenen Runden, ähnliches
> festgestellt?

Der Aufseher ist teilweise sehr gefährlich - aber das ist m. E. gut so. In kleinen Besetzungen erhält man eine essentielle Ware mehr, aber kaum Vorteile gegenüber dem "Letzten" in der Sitzreihenfolge - bei größeren bekommt man evtl. rare Waren gerade im Vergleich zum rechten Nachbarn, wobei man sich jedoch der Gefahr aussetzt, beim Verschiffen leer auszugehen.

Ciao,
Roman

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hannes

Re: OT: Positives Gegenbeispiel

Beitragvon hannes » 25. April 2002, 01:52

Hi

Immerhin ist in Clippers eine Lippe drin. :lol:

Ciao
hannes (findet sich in Tichu)

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RoderiK

Re: Puerto Rico - Zweier-Variante

Beitragvon RoderiK » 25. April 2002, 09:00

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, die sich mit dieser "Krücke" spielen lassen, funktioniert es hierbei ziemlich gut, da ich auf den beiden Inseln doch eine jeweils komplett andere Strategie verfolgen kann (und nicht, wie sonst, einfach nur 2 Farben habe...)

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peer

Re: OT: Puerto Rico - Mogelpackung ?!

Beitragvon peer » 25. April 2002, 09:53

Hi,
am schlimmsten finde ich Ringgeister - Da steht auf der Packung "enthält Mithril-Spielfiguren" - dabei sind die auch bloss aus Zinn!
Und Pueblo finde ich auch ein bisschen klein, um darin zu wohnen - wie schaffen die Indianer das bloss :-?
Weiss jemand was in "Tabu" drin ist? Ich habe mich bislang nicht getraut reinzugucken. :-)
ciao,
Peer

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Hajo

OT: Mogelpackung ?!

Beitragvon Hajo » 25. April 2002, 10:57

Mann, so hab' ich das noch garnicht betrachtet! Aber jetzt hab ich erstmal meine Schrank durchwühlt und festgestellt, dass man mich ja jahrelang völlig gewissenlos über den Tisch gezogen hat! :-(

In "Elfenland" weder Elfen noch Land in Sicht! In der "Titan"-Schachtel lauter winzige Papp-Kleinteile! Bei "Tadsch Mahal" weit und breit keine monumentalen Grabstätten (aber da scheine ich sowieso einem skrupelosen Plagiator aufgesessen zu sein, hätte mir bei dieser Schreibweise ja schon vorher auffallen müssen!).
Im "Schoko & Co" kein Krümel Schokolade mehr, da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob sich an der Schachtel nicht meine Freundin vergangen hat... :roll:

Allerdings bin ich ganz froh, dass sich z.B. mein "Hell Rail" von Anfang an inhaltlich als grösstenteils harmlos erwiesen hat. :-P
Und die ganze schleimige "Ursuppe" ist mir auch erspart geblieben.

Naja, zum Glück kann man mit dem Kram ja notfalls auch noch einfach nur spielen...

Gruss,

Der Hajo (der beschlossen hat, ab sofort beim Spielekauf nicht auf leere Titel-Versprechungen reinzufallen und alles gnadenlos zu reklamieren!)

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Endlich mal ein echtes Problem!

Beitragvon Ralf Arnemann » 25. April 2002, 13:32

Zu den Zufallszügen:
> Statt der angegebenen Zweiervariante haben wir einen Automaten,
> den "Earl of Air" kreiert, der nach festen Vorgaben agierte.
> Der war bis auf eine Sache sehr einfach und spielte verdammt
gut.
Sehr schön!
Vor einiger Zeit hatten wir mal (hier im Forum?) eine Diskussion über den Glücksanteil bei Adel und da kamen die wesentlichen Regeln für einen solchen Dummy-Spieler schon zusammen.
Bis auf eine Ausnahme (Geschicktes Zusammenstellung einer Ausstellung wenn Diebe drohen) halte ich einen solchen Dummy für einen fast vollwertigen Mitspieler, Adel ist halt doch ein wunderschön verpacktes und amüsantes Glücksspiel.

Es wäre mal eine getrennte Diskussion wert, für welche andere Spiele man solche Dummies noch entwickeln könnte.


Zum Aufseherproblem:
Das könnte doch nach all den PR-Diskussionen hier tatsächlich der erste Punkt sein, wo eine Schwäche im Design denkbar wäre.

Wir haben ähnliche Erfahrungen auch schon gemacht, ohne sie aber schon so explizit zu analysieren wie Ihr das hier gemacht habt.

Im Prinzip gibt es natürlich Gegenmaßnahmen, wie sie Roman schon genannt hat. Gerade die Werft ist da zu nennen.
Und im Prinzip gibt es immer die Selbstregulierung des PR-Mechanismus: Irgendwann liegen fett viele Dublonen auf, und andere Strategien (Gebäude) sind dann halt besser als Verladen.

Trotzdem sehe ich noch das Risiko, daß das Spiel zu sehr von den Nebeneffekten entschieden wird: Irgendein Spieler nimmt den Aufseher, und die Mitnahmeeffekte schlagen bei einem anderen Spieler so stark durch, daß die Balance kippt.
(Das Stichwort "Beamtenmikado" paßt da sehr gut).

Vielleicht löst sich das alles in Wohlgefallen auf, wenn wir noch mehr die indirekten Wirkungen unserer Handlungen beobachten und beherrschen lernen.
Mal sehen, hier müssen noch einige Partien gespielt werden ;-)

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St. Brück

Re: Wer nimmt den Aufseher?

Beitragvon St. Brück » 25. April 2002, 15:45

Nun, wenn sich tatsächlich das Geld hierdurch auf Kapitän, Händler, Aufseher häufen sollte, werden schnell die ja eigentl. gefahrlosen Händler + Kapitän wegen der Dukaten darauf genommen werden. Wird dadurch aber in einer Runde der Kapitän _vor_ dem Aufseher genommen, ist damit für diese eine Runde die Gefahr des Verschiffens ja schon einmal gebannt. Und in der nächsten Runde wird der vorherige Aufseher schon mal mit Sicherheit nicht mehr der _letzte_ sein, der in einer Kapitänsphase drankommt - und schon ist die "Gefahr" wieder etwas geringer...

Unser kleiner Hinweis, dass der Aufseher die "gefährlichste" Rolle im Spiel ist, kommt ja auch nicht von ungefähr...

Und wohl dem, der in dieser Situation auf Geld/Gebäude gespielt hat, während die anderen sich mit ihrer Verschifferei alle gegenseitig bremsen!

Grüße.
Stefan

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Brigitte und Wolfgang Ditt

Re: Wer nimmt den Aufseher?

Beitragvon Brigitte und Wolfgang Ditt » 25. April 2002, 20:38

Dank euch dreien für die Antwort.

@Roman: eine Manufaktur ändert es nicht. 2 oder 3 Dublonen sind kein ersetzt, wenn man im Handelshaus gar nicht oder auf den Schiffen sechlecht vertreten ist. Er ist die Werft geignet. Das Kontor mag bei vier Spielern helfen.

@Stefan: Deine Antwort werden wir bei uns bekanntmanchen und dann sehen wir weiter. Der Verdacht, dass derjenige schlecht darsteht, der den Aufseher nimmt, führte zu einer Missachtung von ihm. Mal sehen ob sich diese Haltung jetzt ändert. Vielleicht ist das so eine wellenartige Bewegung, je nach neuester Erkenntnis. Allein dies ist ja schon ein Reiz von PR.

Wolfgang

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Roman Pelek

Aufseherpatt: Manufaktur, Werft

Beitragvon Roman Pelek » 26. April 2002, 07:55

Hi Brigitte, hi Wolfgang,

>@Roman: eine Manufaktur ändert es nicht. 2 oder 3 Dublonen sind kein ersetzt, wenn man im Handelshaus gar nicht oder auf den Schiffen sechlecht vertreten ist. Er ist die Werft geignet. Das Kontor mag bei vier Spielern helfen.<

Die Manufaktur ist eher im Vorfeld eine Abhilfe, um den Absprung in Richtung Gebäudesiegpunkte/-ende zu schaffen und sich nicht in einem Verschiffungspatt aller zu verlieren (von dem man dann sogar gut profitieren könnte).

Als Lösung in der konkreten Situation ist sicher die Werft deutlich lukrativer, da man dort die eingeschlagene Richtung beibehalten kann. Alles in allem glaube ich aber, dass man ein solches Patt meist eher im Vorfeld schon ausschließen kann - ich denke, es ist durchaus ein Fehler in der eigenen Strategie, sich so stark vom Aufseher abhängig zu machen, wenn alle anderen es tun - da man genau das zum eigenen Vorteil ausnutzen kann :)

Ciao,
Roman

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Und wer gewinnt dann?

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. April 2002, 12:03

Die Variante klingt gut.
Wie ermittelt Ihr den Sieger?
Gewinnt der mit der besten Insel oder werden die beiden Inseln zusammengezählt?

Das führt ja jeweils zu völlig unterschiedlichen Strategien - und beide Varianten könnten ihre Qualität haben.

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RoderiK

Re: Und wer gewinnt dann?

Beitragvon RoderiK » 27. April 2002, 02:41

Wir haben bis jetzt nur auf "beste Insel" gespielt, aber das zusammenzählen könnte auch interessant sein...

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Marten Holst

Nochmal Aufseherpatt

Beitragvon Marten Holst » 29. April 2002, 12:29

Moinle,

ein kleines Problem kann aber entstehen, wenn man auf Gebäude gegen drei Aufseherpatter spielen möchte, und die sich plötzlich (unabgesprochen) einigen, doch andauernd Aufseher, Händler, Käpt'n zu nehmen, ohne die jeweiligen Nachteile direkt bei der Nahme zu berücksichtigen - langfristig fahren sie damit deutlich besser und man selber kommt auf keine grüne Rahe...

Verschnupfte Grüße
Marten (der einfach erkältet ist, und nicht etwa beleidigt, wenn andere sich patten)

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Roman Pelek

Verschiffungsseligkeit

Beitragvon Roman Pelek » 29. April 2002, 18:45

Moin Marten,

Marten Holst schrieb:

> ein kleines Problem kann aber entstehen, wenn man auf Gebäude
> gegen drei Aufseherpatter spielen möchte, und die sich
> plötzlich (unabgesprochen) einigen, doch andauernd Aufseher,
> Händler, Käpt'n zu nehmen, ohne die jeweiligen Nachteile
> direkt bei der Nahme zu berücksichtigen - langfristig fahren
> sie damit deutlich besser und man selber kommt auf keine
> grüne Rahe...

Jau - aber das ist immer so. Wenn man gegen Spieler spielt, die auch notfalls wider die Vernunft sich gegenseitig in die Hände spielen, wird der kleine grüne Zweig für einen selbst reichlich unerreichbar, ob das Spiel nun PR heißt oder anders ;-)

Ciao,
Roman (fühlt sich an die "Hey, lasst uns doch einfach alle gegen Roman spielen"-Propaganda gewisser geschätzter Mitspieler(innen) erinnert :) )

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Marten Holst

Kooperativ oder Konflikt?

Beitragvon Marten Holst » 30. April 2002, 15:10

Moinle Roman,

> Jau - aber das ist immer so. Wenn man gegen Spieler spielt,
> die auch notfalls wider die Vernunft sich gegenseitig in die
> Hände spielen, wird der kleine grüne Zweig für einen selbst
> reichlich unerreichbar, ob das Spiel nun PR heißt oder anders
> ;-)

Ja, und natürlich sind die Grenzen dabei fließend. Aber ist es wirklich verwerflich, wenn sie eine (wie schon erwähnt: nicht explizit abgesprochene, sondern durch Verhalten implizierte) kooperative Stratetaktik fahren, um sich irgendwann doch noch zu beharken - aber eben um die Plätze 1-3 statt 1-4? Immerhin nutzt es ihnen in der Summe dann ja doch. Andererseits: wo ist die Grenze zum "Alle auf Roman"?

Fragende Grüße
Marten (wird auch immer von allen gehauen)

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Zweier-Variante: Und wer gewinnt dann?

Beitragvon Werner Bär » 30. April 2002, 18:42

> Wie ermittelt Ihr den Sieger?
> Gewinnt der mit der besten Insel oder werden die beiden
> Inseln zusammengezählt?
>
> Das führt ja jeweils zu völlig unterschiedlichen Strategien -
> und beide Varianten könnten ihre Qualität haben.

Nicht zu vergessen die dritte Möglichkeit:
Es verliert, wer die schlechteste Insel hat.

Während bei 'beste Insel' die eine Insel sich auf Vorarbeit für die Hauptinsel beschränken kann, müssen hier wirklich beide gut funktionieren.

Werner.

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Roman Pelek

Re: Kooperativ oder Konflikt?

Beitragvon Roman Pelek » 1. Mai 2002, 12:19

Moin Marten,

>Ja, und natürlich sind die Grenzen dabei fließend. Aber ist es wirklich verwerflich, wenn sie eine (wie schon erwähnt: nicht explizit abgesprochene, sondern durch Verhalten implizierte) kooperative Stratetaktik fahren, um sich irgendwann doch noch zu beharken - aber eben um die Plätze 1-3 statt 1-4? Immerhin nutzt es ihnen in der Summe dann ja doch.<

Nun ja, gut: wenn sich die Spieler damit abfinden, auf jeden Fall nicht letzter zu werden, haut das tatsächlich mitunter hin. Aber es ist sehr riskant, weil man teilweise sehr schwer abschätzen kann, was die anderen gegen Ende noch tun können (wer kauft das Zollhaus als erster z.B.). Das man sich als Verschiffer "hilft", ist nur natürlich. Wenn man dabei aber nicht aufpasst, wie viel die anderen verschiffen können und das auf Teufel komm 'raus macht, ist das Waghalsigkeit. Und genau das bremste bei uns das Phänomen - zumindest bei den, ähm, "Vernünftigen" in unseren Runden :) - aus.

>Andererseits: wo ist die Grenze zum "Alle auf Roman"?<

Die ist sozusagen "fließend": wenn das nächste Mal das jemand bei mir zu Hause postuliert, fließt anschließend für die betreffende Person der gute rheinhessische Wein oder die beliebte Gerstenkaltschale aus der Eifel mit Sicherheit nicht mehr so wie zuvor :-D

Ciao,
Roman (propagiert hier im grassierenden Law&Order-Fieber Disziplinarmaßnahmen gegen aufsässige Mitspieler)

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Topolino

Re: Puerto Rico - Zweier-Variante

Beitragvon Topolino » 8. Mai 2002, 08:15

St. Brück schrieb:
>
> Hallo.
>
> Wir (= Autor + Verlag) sind bereits feste an einer
> 2-Personen-Variante. Die Tests liegen in den letzten Zügen,
> so dass wir hoffen, die Variante innerhalb der nächsten 2
> Wochen auf der alea-Website online stellen zu können.
>
> Grüße.
> Stefan

Heute sind die 2 Wochen um, und die 2-Personen-Variante ist leider noch nicht online ...

Hat jemand Informationen, wie lange es noch dauern wird ?

Ciao
Topolino


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