Hallo zusammen!
Nachdem wir während der letzten Woche diese 3 Spiele spielen konnten möchte ich mal meine Eindrücke kund tun:
Magellan:
Sehr gutes Biet- und Steigerungsspiel. Die Idee, daß immer ein Schiff auf der Strecke bleibt hat mir gut gefallen. Die an einen Entdecker gekoppelten Sonderaktionen und die Handkarten mit den 2 Bedeutungen (Viel Geld, dafür wenig Siegpunkte und wenig Geld dafür viele Siegpunkte lassen den Spieler ständig im Zweifel, ob eine bestimmte Aktion auch ihren Preis wert ist. Auch ein auf den ersten Blick hoher Preis kann eigentlich ein Schnäppchen sein. Man muß sich wohl auf ein paar Entdecker konzentrieren und die gewählte Richtung konsequent beibehalten, sonst wird man gnadenlos untergehen. Selten hat uns ein Spiel so Spaß gemacht, daß wir gleich hinterher eine zweite Partie spielen wollten. Ein weiterer Höhepunkt des aktuell starken Spielejahrgangs, der auch mit relativ wenig Material und Regeln auskommen kann.
Trans America:
Sehr einfach von den Regeln und sehr flott zu spielendes Legespiel mit einer großen Portion Glück. Das Prinzip, bestimmte Städte anzfahren und als erster alle abgefahren zu sein, ist ziemlich identisch mit Ulysses, wenn auch der Motor des Spiels ein anderer ist. Jeder Spieler bekommt 5 Orte aus verschiedenen Ecken Nordamerikas ausgeteilt und versucht durch auslegen von Gleisen diese möglichst schnell miteinander zu verbinden. Dabei können bereits ausliegende Gleise anderer Spieler durch Anschließen mitbenutzt werden. Mir persönlich hat das Spiel nicht besonders gefallen, (auch wenn da viele anderer Meinung sind) da der Einfluß fast gegen Null geht. Man baut so vor sich hin, kann eigentlich nicht wirklich irgendetwas verhindern und hofft, daß das Ende nicht allzu früh kommt. Dazu ist man mitunter extrem schlecht dran wenn man die am weitesten entfernten Orte zugelost bekommt.
Pueblo:
Pueblo kam in unseren Runden nicht einheitlich gut an. Mir persönlich hat es Spaß gemacht und schon in der Grundvariante sehr gut gefallen. Man braucht schon etwas räumliches Vorstellungsvermögen, um seine Teile gut einzusetzen, aber es ist doch nicht so schlimm, wie ich es erwartet habe. Man ist stets im Zweifel, wo man sein farbiges Teil unterbringen soll: entweder dort, wo der Häuptling gerade vorbeigekommen ist (aber die nächste Runde kommt bestimmt!), oder doch ein paar Minuspunkte kassieren und dafür später beim großen Rundgang weitgehend verschont zu werden?
Mal sehen, wie sich das Spiel mit der Abbauvariante, oder den Heiligen Kultstätten anläßt.
OK, soweit meine ersten Eindrücke, wenn es jemanden interessiert.
Viel Spaß noch beim Spielen.
Grüsse
Bernd