Beitragvon Peter Steinert » 9. Mai 2002, 21:34
Die Motivationen, aus denen heraus der Mensch spielt, sind so vielseitig, daß der Platz kaum ausreicht, sie alle aufzuzählen. Fachliteratur gibt es zuhauf, also erspare ich mir das ;-)
Natürlich ist "Spielen" eine zivilisierte, friedliche Form des Kräftemessens, also kann wohl niemand so ganz abstreiten, daß er jedes Spiel, auf das er sich einläßt, auch gerne gewinnen würde. Dann triumphiert er. Der eine laut, der andere still. Und so geht es mir natürlich auch.
Die Frage ist nur: Wie viel bedeutet mir ein Sieg? Welche MITTEL und Wege setze ich ein, um dieses Ziel zu erreichen? Hier scheinen Spielernaturen dann doch extrem facettenreich zu sein. Die einen grübeln mich in den Schlaf, andere sind für Ihre Aggressionen so bekannt, daß sich niemand mehr so recht traut, ihnen eins auszuwischen, tja und dann gibt es da noch die puren Genießer:
Da ich mich schon an der Optik schön aufgemachter Spiele kaum sattsehen kann, vergesse ich schon mal, über dem klügsten Zug zu brüten. Und doll ärgern kann ich mich über eine Niederlage schon gar nicht.
Am liebsten Gewinne ich so, wie ich spiele: Aus dem Bauch heraus. Es gibt da durchaus Titel, bei denen das Häufig passiert, dazu gehören auch Puerto Rico, Die Fürsten, Mamma Mia, uvm.
Die Krux ist, daß auch ich die allermeisten Spiele aus meiner eigenen Sammlung auf den Tisch bringe. Und da ich sie auch erkläre, gelte ich oft sofort als "Kenner" des Spiels. Das muß aber gar nicht so sein. Auf jeden Fall stecke ich dann häufig schon bald in einer aussichtslosen Lage:
Wer sooo toll erklärt, auf den gebt Acht! Das Resultat ist dann oft, daß ich letzter werde. Sei's drum!
Spielt was das Zeug hält! Gewinnt an Erfahrung!
Gruß
Peter