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Nautilus ... ich weiss nicht so recht ...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Gerald Rüscher

Nautilus ... ich weiss nicht so recht ...

Beitragvon Gerald Rüscher » 8. Mai 2002, 09:39

Hossa zusammen,

irgendwie ist mir nicht ganz klar, was ich von Nautilus halten soll.
Auf der einen Seite hat es ein paar echt nette Mechanismen und ist vor allem schön auf das Thema zugeschnitten (was man ja hierzulande selten genug findet). Bauen und Entdecken macht mir persönlich immer Spaß.

Aber das Spiel als ganzes ... tja ... irgendwie ist Nautilus nichts halbes und nichts ganzes. Auf den einen Seite muss man ziemlich aufpassen und grübeln um seine Leute und Stationsteile optimal zu platzieren, auf der anderen Seite kommt es dann sehr darauf an, was für Schatzplättchen umdreht.

Wenn ich Spiele bewerte, benutze ich immer eine einfache Regel:
Je länger, kniffliger und unübersichtlicher ein Spiel wird, desto weniger Glück darf enthalten sein.

Und da sehe ich Nautilus schon nicht mehr so toll balanciert. Man ist sicher 2 Stunden beschäftigt, muss die ganze Zeit auf Zack sein, damit man keinen groben Fehler macht, es ist recht "friemelig" mit all den kleinen Männchen (ähnlich La Citta) aber dann gegen Ende kann es (besonders bei gleich starken Spielern) ruckzuck passieren, dass der eine 1-2 Gold in der Schlucht findet, der andere nicht. Und dann frage ich mich, warum ich vorher 120 Minuten lang Denkarbeit leisten soll.

Also alles in allem: Schönes Thema, nette Idee und Mechanismus aber für mich bei dem Aufwand ein zu hoher Glücksanteil. Die abschliessende Frage lautet dann immer: würdest du das Spiel kaufen. Antwort: nein (lieber noch eine 2. Puerto Rico Schachtel falls ich die erste verliere)

Gruß & nice dice,
Jerry

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Michael Andersch

Re: Nautilus ... ich weiss nicht so recht ...

Beitragvon Michael Andersch » 8. Mai 2002, 09:51

Hallo,

ich habe es leider erst zweimal gespielt, und da war der von Dir beschriebene Effekt nicht besonders klar ausgeprägt.
Ich kann es jedoch nachvollziehen und mir vorstellen, dass es so laufen könnte, was ich im Endeffekt auch als recht unbefriedigend empfände.

Andererseits werde ich Nautilus wahrscheinlich trotzdem erwerben, weil m.E. das Aufbauen etc. thematisch schön und stimmig umgesetzt wurde.

Frage deshalb: wäre vielleicht ein kleiner Kniff vorstellbar, mit dem die beschriebene Problematik verhindert oder abgeschwächt werden kann?

Wolfgang hat ja schon mal (allerdings etwas nebulös, wenn ich mich recht entsinne) dazu was gesagt:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=41639&t=41585

Ausserdem ist Marc der meinung, dass der Glücksfaktor sooo groß auch wieder nicht ist:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=41780&t=41585


Blubb,
Micha

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Braz

Re: Nautilus ... ich find's klasse

Beitragvon Braz » 8. Mai 2002, 11:55

also mir gefällt Nautilus ausgesprochen gut.

Es ist:

1. sehr stimmungsvoll (Das Geld Nemo, die Tauchboot, die wie Waalfische aussehen, der Spielplan mit unterschiedlichen Tiefen und leuchtenden Schätzen etc etc)
2. knifflig
3. sehr schön gestaltet
4. ausgwewogen (d.h. Stationsarbeit UND Tauchfahrten)
5. nicht zu stark Glücksabhängig (ehrlich gesagt finde ich es sogar fast überhaupt nicht glückabhängig. Den Effekt von Dir kenne ich eher weniger und ich habe es jetzt auch schon einigemale gespielt.)

alles in allem ein Spiel, daS FÜR MICH AUF DIE Auswahlliste zum SdJ gehört. Einfach super. (So und jetzt hab' ich aber genug geschwärmt und Werbung gemacht, und daß obowohl ich Wolfgang weder kenne, noch mit ihm verwandt bin, noch Geld für werbung für das Spiel bekomme ;c) )


Aber wie überall im Leben ist halt alles subjektiv. Ich finde z.B. Die Siedler nicht soo toll, und daß obwohl ich keinen kenne, der es schlecht findet, sondern eher das Gegenteil - alle schwärmen davon ...hmm mir hat's nicht gefallen.....halt subjektiv.
Wie auch immer:
Nautilus ist für mich eine klare Kaufempfehlung !

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Helmut Lehr

Ich auch nicht!

Beitragvon Helmut Lehr » 8. Mai 2002, 12:56

Gerald Rüscher schrieb:
>
> Aber das Spiel als ganzes ... tja ... irgendwie ist Nautilus
> nichts halbes und nichts ganzes. Auf den einen Seite muss
> man ziemlich aufpassen und grübeln um seine Leute und
> Stationsteile optimal zu platzieren, auf der anderen Seite
> kommt es dann sehr darauf an, was für Schatzplättchen umdreht.
>
> Und da sehe ich Nautilus schon nicht mehr so toll
> balanciert. Man ist sicher 2 Stunden beschäftigt, muss die
> ganze Zeit auf Zack sein, damit man keinen groben Fehler
> macht, es ist recht "friemelig" mit all den kleinen Männchen
> (ähnlich La Citta) aber dann gegen Ende kann es (besonders
> bei gleich starken Spielern) ruckzuck passieren, dass der
> eine 1-2 Gold in der Schlucht findet, der andere nicht. Und
> dann frage ich mich, warum ich vorher 120 Minuten lang
> Denkarbeit leisten soll.
>
Ja, die Frage stelle ich mir auch: Der Spielvorgang mit den Wohn-und Forschungsstationen ist für Normalspieler schon zu schwierig - deshalb nichts für die Nominierungsliste, während das Blättchenaufdecken zum Schluß ja schon an ein kindliches Memory-Spiel erinnert. Ich weiß nicht, für welche Zielgruppe "Nautilus" gedacht ist.

Echt gut hat mir dagegen "Goldland" gefallen, ein Super-Kramer!
Spiele Grüße
Helmut

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Aragorn

Re: Ich auch nicht!

Beitragvon Aragorn » 8. Mai 2002, 13:38

"Ja, die Frage stelle ich mir auch: Der Spielvorgang mit den Wohn-und Forschungsstationen ist für Normalspieler schon zu schwierig - deshalb nichts für die Nominierungsliste...."


Häh ?...muß ich jetzt nicht verstehen, wieso dies der Grund sein soll, wieso es nicht auf die Nominierungsliste kommen soll bzw. hingehört, oder ?
Verräter, Meuterer, Tadsch Mahal, Carolus Magnus z.B. sind alles Spiele, die soo einfach ja auch nicht sind, oder ? Und doch sind sie alle auf der Nominierungsliste gewesen. Es geht ja schließlich nicht um das "Einfachste Spiel des Jahres".
Zu kompliziert ist Nautilus auf keinen Fall - meines Erachtens.
Jedenfalls nicht komplizierter als Siedler oder Sternenfahrer v. Catan.....

"während das Blättchenaufdecken zum Schluß ja schon an ein kindliches Memory-Spiel erinnert."

...vielleicht besitzen wir falsche Versionen des Spiels. Bei mir sah Memory immer anders aus und spielte sich auch anders ! Mit Memory hat das Aufdecken der Plättchen nun wirklich rein gar nix zu tun - suchst ja schließlich keine Paare.

"Ich weiß nicht, für welche Zielgruppe "Nautilus" gedacht ist."
na ja ich fand`s klasse:
32 : Biologie-Doktorant : männlich : 1.90 : sportlich : nicht unbedingt Vielspieler, aber auch nicht Wenigspieler (ca. 2-3 x im Monat)
;)
und du?

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Peter Steinert

Re: Ich auch nicht!

Beitragvon Peter Steinert » 8. Mai 2002, 14:12

Aragorn schrieb:

> Häh ?...muß ich jetzt nicht verstehen, wieso dies der Grund
> sein soll, wieso es nicht auf die Nominierungsliste kommen
> soll bzw. hingehört, oder ?
> Verräter, Meuterer, Tadsch Mahal, Carolus Magnus z.B. sind
> alles Spiele, die soo einfach ja auch nicht sind, oder ? Und
> doch sind sie alle auf der Nominierungsliste gewesen. Es geht
> ja schließlich nicht um das "Einfachste Spiel des Jahres".
> Zu kompliziert ist Nautilus auf keinen Fall - meines Erachtens.
> Jedenfalls nicht komplizierter als Siedler oder Sternenfahrer
> v. Catan.....

Nur der Korrektheit wegen: Meuterer war auf einer Auswahlliste? ;-)

Ansonsten: "Nautilus" mag ein ordentliches Spiel sein, keine Frage, aber nach mehreren Partien ist meine anfängliche Euphorie dann doch etwas abgeebbt. Auswahlliste? Hm, wahrscheinlich. Nominierungsliste? Kann ich mir nicht vorstellen.

Gruß

Peter

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Nautilus ... ich find's klasse

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 8. Mai 2002, 14:20

Dem kann ich mich nur anschließen! Ich habe es bereits zu zweit und zu dritt gespielt und hatte nicht den Eindruck, daß das Glück übermächtig ist. Gut, bei einem Spiel habe ich vielleicht unverhältnismäßig viele Schätze geborgen, aber das kann auch damit zusammenhängen, daß ich eben mit meinen U-Booten einen Tick füher dran war und vielleicht auch einen Tick schneller. Und das hängt halt von der Planung ab.

Ich denke, Nautilus ist ein klarer Kandidat für die Auswahlliste. Ob es weiterkommt, ist schwer zu sagen. Es gibt dieses Jahre einige interessante Spiele, die m.E. den Vorgaben deer Jury entsprechen ...

Gruß Roland

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Braz

Re: Ich auch nicht!

Beitragvon Braz » 8. Mai 2002, 14:56

"Nur der Korrektheit wegen: Meuterer war auf einer Auswahlliste?"

So'n Mist...und ich dachte es fällt keinem auf ;)
O.K. dann hat es "nur" eine Auszeichnung bei Fairplay erhalten "à la carte: Kartenspielpreis der Zeitschrift Fairplay, Platz: 1 (2001)" und www.gamesweplay.de als bestes Kartenspiel 2001....du hast mich durchschaut :) aber gut ist es trotzdem und gewundert hätte es mich auch nicht, wenn es auf die Auswahlliste gekommen wäre :)

Gruß
Braz

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Peter Steinert

Re: Ich auch nicht!

Beitragvon Peter Steinert » 8. Mai 2002, 15:11

Zustimmung!

Gruß

Peter (Fand die AUSWAHLListe ohne die spätere NOMINIERUNGSListe irgendwie besser)

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Topolino

RE: Ich auch nicht!

Beitragvon Topolino » 8. Mai 2002, 15:17

"Aragorn" hat am 08.05.2002 geschrieben:
> "während das Blättchenaufdecken zum Schluß ja schon an ein
> kindliches Memory-Spiel erinnert."
>
> ...vielleicht besitzen wir falsche Versionen des Spiels.
> Bei mir sah Memory immer anders aus und spielte sich auch
> anders ! Mit Memory hat das Aufdecken der Plättchen nun
> wirklich rein gar nix zu tun - suchst ja schließlich keine
> Paare.

... "Memory"-Effekt muss (meiner Meinung nach !!!!) nicht unbedingt damit zu tun, das man "Paare suchen" muss.

Für mich zählt dazu auch, wenn man sich einfach nur merken muss, wo irgendwelche Sachen, die man einmal aufgedeckt hat liegen geblieben sind.
Und dann :-) "verzweifelt" versucht diese wiederzufinden ...

Ciao
Topolino (dem Nautilus auch sehr gut gefällt, und sich schon auf die nächtse Partie freut ...)

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Michael Andersch

RE: Ich auch nicht!

Beitragvon Michael Andersch » 8. Mai 2002, 15:23

Topolino schrieb:

> ... "Memory"-Effekt muss (meiner Meinung nach !!!!) nicht
> unbedingt damit zu tun, das man "Paare suchen" muss.
>
> Für mich zählt dazu auch, wenn man sich einfach nur merken
> muss, wo irgendwelche Sachen, die man einmal aufgedeckt hat
> liegen geblieben sind.
> Und dann :-) "verzweifelt" versucht diese wiederzufinden ...

???
D.h. Du siehst irgendwelche Plättchen an, schipperst eine weile rum und entscheidest Dich dann doch, diese zu heben (bzw. sie wieder zu suchen ;-) ) :O ??

Ist es nicht eher so, dass ich ein Plättchen ansehe, entscheide, ob ich hinfahren soll (falls es mir etwas bringt) oder besser die Bewegungspunkte anderweitig verbrate (falls es mir nichts bringt)?

Was hat das mit Memory zu tun :-? ?

Verwirrte Grüße,
Micha

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Topolino

RE: "Memory" ...

Beitragvon Topolino » 8. Mai 2002, 15:39

"Michael Andersch" hat am 08.05.2002 geschrieben:
> Topolino schrieb:
>
>> ... "Memory"-Effekt muss (meiner Meinung nach !!!!) nicht
>> unbedingt damit zu tun, das man "Paare suchen" muss.
>>
>> Für mich zählt dazu auch, wenn man sich einfach nur merken
>> muss, wo irgendwelche Sachen, die man einmal aufgedeckt hat
>> liegen geblieben sind.
>> Und dann :-) "verzweifelt" versucht diese wiederzufinden ...
>
> ???
> D.h. Du siehst irgendwelche Plättchen an, schipperst eine
> weile rum und entscheidest Dich dann doch, diese zu heben
> (bzw. sie wieder zu suchen ;-) ) :O ??
>
> Ist es nicht eher so, dass ich ein Plättchen ansehe,
> entscheide, ob ich hinfahren soll (falls es mir etwas
> bringt) oder besser die Bewegungspunkte anderweitig
> verbrate (falls es mir nichts bringt)?
>
> Was hat das mit Memory zu tun :-? ?
>
> Verwirrte Grüße,
> Micha

Das Ganze war nicht auf Nautilus bezogen, sondern NUR auf die Beschreibung "Memory" !!!
Für mich hat Memory nicht nur mit "Paare merken" zu tun - sonder allgemein mit dem Merken, so etwas liegt.

Aber zu Nautilus: wenn ich eine Muschel hebe, und meine Forschungszentren so ausgebaut habe, das ich 2 verschiedene Schätze sichten darf, dann kann ich mir diese Schätze auf der ganzen Karte von Nautilus ansehen. (Lt. Anleitung muss man 2 verschiedene Ebenen nutzen, wenn möglich)

Auf den Weg zum 1. Schatz könnte ich ja auch (unterwegs) weitere Muscheln heben, und mir noch weitere Schätze vorab anschauen.

Dann fängt es aber an: "Ich muss mir merken, wo ich welche Schätze gesehen habe" (ich gehe davon aus, das auch alle zum Heben interessant sind.)

Ich hoffe - ich konnte jetzt ausdrücken - was ich meinte ;-)

Ciao
Topolino

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Michael Andersch

RE: "Memory" ...

Beitragvon Michael Andersch » 8. Mai 2002, 15:56

Topolino schrieb:

> Ich hoffe - ich konnte jetzt ausdrücken - was ich meinte ;-)

Du konntest!

Aufgeklärt,
Micha

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Gerald Rüscher

"Zu viel Glück" ist relativ

Beitragvon Gerald Rüscher » 8. Mai 2002, 18:40

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Dem kann ich mich nur anschließen! Ich habe es bereits zu
> zweit und zu dritt gespielt und hatte nicht den Eindruck, daß
> das Glück übermächtig ist. [...]

Das Glück ist nicht übermächtig, keinesfalls. Hat auch keiner behauptet.

Es ist nur zu viel wenn man die üppige Spieldauer, die Unübersichtlichkeit und den hohen Grübelfaktor bedenkt. Ich spiele gerne Zockerspiele mit hohem Glücksanteil, aber so eine Runde muss dann nach 30 Minuten vorbei sein. Bei satto 2 Stunden Spielzeit kann ich mir das Zittern am Schluss ob ich auch genug Gold in der Schlucht abgreifen kann echt sparen.

Ein Gegenbeispiel ist für mich Löwenherz: das ist von der Spieldauer vergleichbar, bietet auch viele Handlungsoptionen aber reduziert den Glücksfaktor auf das allernotwendigste. Da kann man dann nach 2h Dauer die Früchte seiner Arbeit ernten - besser geht's kaum!

Nochmal: ich halte Nautilus für toll gestaltet mit ner Menge guter Ideen. Aber summa summarum frage ich mich schon, wer es spielen soll: Wenigspieler garantiert nicht. Und Vielspieler? Tja ...


> Ich denke, Nautilus ist ein klarer Kandidat für die Auswahlliste.

Liste? Kauft hier jemand nach Listen?


>[...] die m.E. den Vorgaben deer Jury entsprechen ...

What's this "Jury" thing I keep hearing about?

Gruß & nice dice,
Jerry

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Aragorn

Re: "Zu viel Glück" ist relativ

Beitragvon Aragorn » 9. Mai 2002, 01:27

"> Ich denke, Nautilus ist ein klarer Kandidat für die Auswahlliste.
Liste? Kauft hier jemand nach Listen?"

Nun ja - es war wohl eher auf die Qualität des Spiels bezogen, oder ? Nautilus gehört für mich auf die Auswahlliste, was wiederum seine Qualität beweisen würde.
Ob ich nach Listen kaufe...hmm schwer zu sagen......jedenfalls finde ich halt manche Meinungen MEINES ERACHTENS (!) einfach nicht zutreffend !
z.B. deine Meinung:
"nette Idee und Mechanismus aber für mich bei dem Aufwand ein zu hoher Glücksanteil."
Welcher Aufwand ? Welcher zu hohe (!) Glücksanteil ?

Du sagtest:" aber dann gegen Ende kann es (besonders bei gleich
starken Spielern) ruckzuck passieren, dass der eine 1-2 Gold in der Schlucht findet, der andere nicht. Und dann frage ich mich, warum ich vorher 120 Minuten lang Denkarbeit leisten soll."

Bitte versteh mich nicht falsch, denn jeder sieht ja ein Spiel anders bzw. empfindet es anders, ABER wenn du nach 120 min immer noch nicht weißt, ob hinter dem Plättchen nun ein 2 Gold sich befindet oder nicht, dann hast du was unglücklich/ungeschickt gemacht. z.B. Radar ausbauen, mehr boote einsetzen etc. Dein Fall habe ich noch nie erlebt bzw. wenn dann nur sehr selten !

Aber wie gesagt: Du findest es nicht so dolle - ich umso mehr - halt Geschmacksache! Auf die Auswahlliste gehörts trotzdem ;) schon alleine wegen der schönen Stimmung im Spiel :)

Ob sich andere wegen der Auswahlliste das Spiel kaufen sollten oder nicht ist doch eher sekundär, die Auswahliste bestätigt doch nur, daß ein Spiel eine gute Qualiät besitzt - wie auch andere die nicht draufstehen - aber auf der Auswahlliste kann man (ich !) zu 90% sicher sein, daß die Spiel ihr Geld wert sind !
Nicht mehr und nicht weniger! Und deswegen gehört es drauf, basta :) :)

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Roman Pelek

Zielgruppen; hier Nautilus

Beitragvon Roman Pelek » 9. Mai 2002, 02:39

Hi Jerry,

Gerald Rüscher schrieb:

[Glück bei Nautilus]
> Es ist nur zu viel wenn man die üppige Spieldauer, die
> Unübersichtlichkeit und den hohen Grübelfaktor bedenkt. Ich
> spiele gerne Zockerspiele mit hohem Glücksanteil, aber so
> eine Runde muss dann nach 30 Minuten vorbei sein. Bei satto 2
> Stunden Spielzeit kann ich mir das Zittern am Schluss ob ich
> auch genug Gold in der Schlucht abgreifen kann echt sparen.

Und das ist auch für mich die Crux des Spiels. So schön Atmosphäre und Thema rüberkommen, so trägt es das Dilemma mit sich, mitunter die Grübelei bei Stationsausbau bei den Funden nicht zu belohnen und für ein solches Spiel nicht kurz und einfach genug zu sein. Wir hatten bislang 6 Partien in unterschiedlichsten Konstellationen, und immer gab es Kritik, mal von dieser, mal von jener Seite. Vielspieler beklagten sich über den hohen Glücksanteil, seltener spielende Zeitgenossen waren mit Regelumfang, Übersicht und taktischem Vorgehen bei den Stationen überfordert. Und allen war die Spieldauer zu lang (120 Min. aufwärts, wenn nicht alle Spieler das Spiel in- und auswendig kennen).

> Nochmal: ich halte Nautilus für toll gestaltet mit ner Menge
> guter Ideen. Aber summa summarum frage ich mich schon, wer
> es spielen soll: Wenigspieler garantiert nicht. Und
> Vielspieler? Tja ...

Ja, eben drum. Nautilus trifft für mich eine quasi nicht existente Zielgruppe. Es mag sicher Leuten gefallen, nur wie vielen? Wir groß ist die Zielgruppe der Leute, die lange Regeln zu einem komplizierten Spiel studieren wollen, um sich dann über lange Zeit mit einem Spiel zu beschäftigen, das einerseits beinharte Planung und andererseits recht viel Glück erfordert? Ich denke, dass wir hier über Minoritäten reden - wenn schon reine Vielspielerspiele wie "Puerto Rico" ein Nischendasein fristen, wie ist's erst mit einem Spiel, das eigentlich keinen der Ansprüche vollkommen erfüllt? Ich würde die Zielgruppe als "Vielspieler mit Faible für Thematik und Ausdauer bzgl. Spieldauer/Glücksfaktor" definieren. Nur: wie groß ist die wirklich? Normalspieler spielen "Monopoly" oder "Risiko", wenn sie sich einen Abend mehr oder minder sinnvoll beschäftigen wollen und sind ziemlich allergisch auf Neuheiten mit einem solchen Regelumfang.

Ciao,
Roman

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Braz

Re: Ich auch nicht!

Beitragvon Braz » 10. Mai 2002, 17:47

Hallo, Herr 32-jähriger Biologie-Doktorand, auch wenn Du wie ich dieses Spiel gaaaanz toll findest, so ist das doch kein Grund, meine Email-Adresse zu benutzen!

Braz


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