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Hilferuf : Goldland, aber wie ?

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hannes

Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon hannes » 11. Mai 2002, 13:08

Hi

Nach der ersten Partie Goldland habe ich den Zugang zu diesem Spiel noch nicht gefunden. Nach über 2 Stunden Spielzeit fragten wir uns, weshalb wir uns eigentlich so angestrengt hatten. Es gab eine ganz klare Siegerin. Wir mussten nicht mal auszählen, so offensichtlich war es. Und ich selber hatte nach ca. zwei Drittel des Spiels überhaupt keine relle Siegeschance mehr, biss mich einfach noch durch, schaffte es aber nicht mal mehr bis zum Tempel und wurde klar Letzter von vier Spielern.

In meinen Augen funktioniert das Spiel nicht richtig. Eine Siegeschance hat an nur wenn man in der Gruppe der ersten Tempeleroberer dabei ist. Dass heisst, dass man sich immer in der Nähe der andern Mitspieler aufhalten muss, damit man nicht plötzlich abgehängt werden will. Dann ist es aber mühsam, an Schätze und Entdeckerchips zu kommen und es gibt dann wohl einfach einen Zufallsieger.

Meiner Ansicht nach hat es in diesem Spiel zu viele Hindernisse. Es gibt kein "funktionierendes Wegsystem". Wenn man dann sich in die falsche Ecke des Spielplans verrennt, hat man das Spiel plötzlich verpasst. Man kann keine Entdeckungen mehr machen, kommt kaum zu neuen Ausrüstungsgegenständen und hat so immer zu wenig Material für Abenteuer und kann keine Hindernisse mehr traversieren. Na ja, jeweils zwei von drei Runden zu passen, ist auch nicht lustig. Da kann ich ja gleich ein anderes Spiel spielen.

An den Spielregeln herumfeilen, bringt wohl auch nichts. Da hat Wolfgang Kramer sicherlich schon alles durchprobiert. Ideen wären : neu entdecktes Gelände muss wenn möglich immer so gebildet werden, dass Wege fortgeführt werden. Oder : Um ein Abenteuerfeld zu passieren, dessen Abenteuer schon mal von jemandem bestanden worden ist, kann mal wahlweise auch nur den dortigen Campbesitzern je einen Gegenstand abgeben.

Ich hoffe, dass ich von euch Tipps kriege, wie Goldland Spass macht. Sonst bleibt dieses Spiel für mich bloss zum Fenster herausgeschmissenes Geld.

Ciao
hannes

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Dieter Niehoff

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon Dieter Niehoff » 11. Mai 2002, 14:38

Bitte versuche noch nicht andere Spielregeln einzuführen.

Bedenke doch zuvor:

Einem "führenden" Spieler, also jemandem der sich fix und zielgerichtet auf den Weg zum Zielfeld macht, kann man tüchtig zum Grübeln bringen, wenn man ihm (evtl. auch mit vereinten Kräften)
- alle Abenteuermarken !!! abjagt.

Denn: ein Amulett ist 3 Siegpunkte, dann vielleicht noch einige Goldstücke mit je 1 Siegpunktwert. Eine "dicke" (=5 P.) und eine mittelprächtige Abenteuermarke machen das aber wieder wett.

Hast Du vielleicht zuvor den Fehler gemacht, Dir keinen gescheiten Weg als "Rückzug" zu bauen, um somit recht fix an einer anderen Ecke des Spielplans wieder vorwärts zu kommen?

Gib dem Spiel noch eine Chance!

meint
Dieter Niehoff

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michael weber

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon michael weber » 11. Mai 2002, 16:57

> Es gab eine ganz klare Siegerin. Wir mussten nicht
> mal auszählen, so offensichtlich war es.

ähm, wie denn das? immerhin bekommen die anderen ja auch gold vom tempel und die siegerin wird ja wohl nciht alle abenteuerpunkte und schätze bekommen haben?

> Und ich selber hatte
> nach ca. zwei Drittel des Spiels überhaupt keine relle
> Siegeschance mehr, biss mich einfach noch durch, schaffte es
> aber nicht mal mehr bis zum Tempel und wurde klar Letzter von
> vier Spielern.

man muss nicht zum tempel gehen, um das spiel zu gewinnen. es erleichtert die sache zwar, aber schätze heben und abenteuerpunkte erhalten, können völlig ausreichend sein...

> In meinen Augen funktioniert das Spiel nicht richtig.

wir hatten bisher keine probleme mit dem mechanismus. es funktioniert tadellos.

> Eine
> Siegeschance hat an nur wenn man in der Gruppe der ersten
> Tempeleroberer dabei ist.

es ist dann prinzipiell einfacher, aber... (s.o.)

> Dass heisst, dass man sich immer in
> der Nähe der andern Mitspieler aufhalten muss, damit man
> nicht plötzlich abgehängt werden will. Dann ist es aber
> mühsam, an Schätze und Entdeckerchips zu kommen und es gibt
> dann wohl einfach einen Zufallsieger.

zufallssieger. klar, wenn alle die gleiche strecke gehen würden, stimmt das wohl. aber das muss ja nicht sein. bedenke, wenn der, der vorne liegt, abenteuer besteht, gibt es keinen grund, warum das die anderen nicht auch können sollten!

> Meiner Ansicht nach hat es in diesem Spiel zu viele
> Hindernisse. Es gibt kein "funktionierendes Wegsystem".

also das wegesystem funktioniert ganz wunderbar. man muss sich allerdings den rückweg freihalten. wer mit einer strapaze auf ein abenteuerfeld gelangt, hat meiner meinung nach, die schlechteste aller wegmöglichkeiten gewählt. oft ist dann ein rückzug quasi unmöglich.

> Wenn
> man dann sich in die falsche Ecke des Spielplans verrennt,
> hat man das Spiel plötzlich verpasst. Man kann keine
> Entdeckungen mehr machen,

kann aber chips durch asusetzen bekommen!

> kommt kaum zu neuen
> Ausrüstungsgegenständen

man kann fast überall welche dazu bekommen. siehe aber strapaze!

> und hat so immer zu wenig Material
> für Abenteuer und kann keine Hindernisse mehr traversieren.

also, wenn man mal einen schrück zurück geht, um den rucksack aufzufüllen, kann das sehr viel weiter helfen. gerade nach abenteuern ist der weg gar nicht so lang, weil der rucksack ja vergleichsweise leer ist. außerdem kann man ja auch sachen wegwerfen, um schneller vorwärts zu kommen. ich weiss, macht man nicht so gerne...

> Na ja, jeweils zwei von drei Runden zu passen, ist auch nicht
> lustig. Da kann ich ja gleich ein anderes Spiel spielen.

s. strapaze, ansonsten kann ich das nicht nachvollziehen. bei uns war eher das problem, dass der rucksack zu voll mit gepäck war. oder gebt ihr beim "eintauschen" etwa die alten gegenstände ab? das wäre falsch.

> An den Spielregeln herumfeilen, bringt wohl auch nichts. Da
> hat Wolfgang Kramer sicherlich schon alles durchprobiert.

wie gesagt, ich finde die regeln und den mechanismus völlig gelungen.

> Ideen wären : neu entdecktes Gelände muss wenn möglich immer
> so gebildet werden, dass Wege fortgeführt werden.

das ist doch eigentlich fast immer so!? man legt sich ja nicht die kärtchenseite mit dem fehlenden weganschluss vor die füße!?

> Oder : Um
> ein Abenteuerfeld zu passieren, dessen Abenteuer schon mal
> von jemandem bestanden worden ist, kann mal wahlweise auch
> nur den dortigen Campbesitzern je einen Gegenstand abgeben.

halte ich für überflüssig und nicht passend. was soll der arme kerl denn machen, wenn der rucksack eh schon zu voll ist. dann wäre das camp ja eine strafe.

> Ich hoffe, dass ich von euch Tipps kriege, wie Goldland Spass
> macht. Sonst bleibt dieses Spiel für mich bloss zum Fenster
> herausgeschmissenes Geld.

also, versuchen, möglichst viele abenteuer zu bestehen, schätze zu heben, dabei auf rückwege achten, keine (unnötigen) strapazen eingehen, auch mal zurück gehen, wenn es vorwärts unsiinig aussieht, ab und zu zur schnelleren fortbewegung gepäck entfernen, möglichst viele camps setzen (eigentlich immer, damit man auf diese karten problemlos zurück kann). man sollte zwar die anderen spieler im auge haben, wenn sie in das letzte viertel des spielfelds einfringen, wenn man zu weit weg ist, heißt es abenteuerplättchen sammeln, die bringen mehr als alles gold dieses spiels. siehe auch das posting von dieter.

uns hat goldland sehr viel spaß gemacht. das spiel zeigt, dass kramer dieses jahr gleich mehrere kandidaten für die auswahlliste hat.

viele grüße
michael

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Petra Schmidt
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Beiträge: 231

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon Petra Schmidt » 11. Mai 2002, 17:17

Hallo Hannes,

nicht gleich den Kopf in den Sand stecken ;-)

Ok, ok, das Spiel hat einen etwas eigensinnigen und gewöhnungsbedürftigen Spielmechanismus, aber mir gefällt es eigentlich sehr gut.

Wahr ist allerdings, wenn ein Einziger den Weg zum Tempel einschlägt, dass er dann größere Changen auf den Sieg hat - also, immer den Tempel im Auge behalten und vor allem darauf achten was die anderen Mitspieler so tun.

Andererseits, auf Biegen und Brechen zum Tempel zu maschieren, kann auch sehr in die Hose gehen oder besser gesagt in der Pampa enden. Ich habe es schon erlebt, das in einem Spiel zu dritt meine beiden Mitspieler unbedingt mir zum Tempel folgen mußten, es auch geschafft haben, aber dann wegen Materialmangel dort regelrecht verhungert sind: Sie kamen einfach nicht mehr zurück.

Ich denke das Spiel braucht eine gewisse Gewöhnungsphase, um heraus zu bekommen, was wichtig ist, wie man seinen Rucksack richtig packt und welchen Weg man einschlägt. Und das Spiel ist durch das Legen und Entdecken von Land auch immer wieder neu.

Auch habe ich es schon erlebt, dass in einer Partie jemand unbedingt eine Strapaze (ohne Abenteuer) eingehen wollte/musste, aber nicht bedacht hat, auch irgendwie wieder auf diesem Weg zurück zugehen und ist dort auch mehr oder weniger verhungert.
Das Spiel verlangt eine gewisse Planung, einfach mal loswackeln geht da nicht. Notfalls muss man auch mal Ausrüstungsgegenstände über Bord werfen.

Aber, versuchs einfach noch mal - einfach mit etwas mehr Umsicht, Planung und Vorausschauen.

Viel Spaß
Petra

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hannes

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon hannes » 11. Mai 2002, 18:03

Hi

> s. strapaze, ansonsten kann ich das nicht nachvollziehen. bei
> uns war eher das problem, dass der rucksack zu voll mit
> gepäck war. oder gebt ihr beim "eintauschen" etwa die alten
> gegenstände ab? das wäre falsch.

Natürlich gebe ich die alten Gegenstände ab. oder verstehen wir uns miss ???

hannes (in Eile)

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Rainer Wagner

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon Rainer Wagner » 11. Mai 2002, 19:05

> > s. strapaze, ansonsten kann ich das nicht nachvollziehen. bei
> > uns war eher das problem, dass der rucksack zu voll mit
> > gepäck war. oder gebt ihr beim "eintauschen" etwa die alten
> > gegenstände ab? das wäre falsch.
>
> Natürlich gebe ich die alten Gegenstände ab. oder verstehen
> wir uns miss ???

In meiner Regel steht:

"Weiß bedeutet,dass es genügt den abgebildeten Gegenstand im Rucksack zu haben. Man darf ihn behalten und bekommt zusätzlich den hinter dem Pfeil abgebildeten, schwarz umrandeten Gegenstand."

Das gilt natürlich nicht für rot, gelb oder die Strapaze.

Gruss Rainer

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michael weber

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon michael weber » 11. Mai 2002, 19:07

> > bei
> > uns war eher das problem, dass der rucksack zu voll mit
> > gepäck war. oder gebt ihr beim "eintauschen" etwa die alten
> > gegenstände ab? das wäre falsch.
>
> Natürlich gebe ich die alten Gegenstände ab. oder verstehen
> wir uns miss ???
>

hm, also, wenn du auf ein ganz normales kärtchen gehst, erhältst du einen oder mehrere gegenstände zusätzlich, wenn du im rucksack den dort abgebildeten erforderlichen gegenstand hast. dieser wird dann NICHT abgegeben.
das geschieht nur auf kärtchen, die ein abenteuer beinhalten. ich frage deshalb mal vorsichtig, ob ihr diesen punkt der regel missgedeutet habt. man hat nämlich eigentlich eher mit zu viel (wenn auch gerade unpassenden) gegenständen zu kämpfen als mit zu wenig.

michael

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Helmut Lehr

Goldland, bestes Kramer-Spiel seit langem!

Beitragvon Helmut Lehr » 11. Mai 2002, 22:50

Hallo,
bei unserer bisher einzigen GOLDLAND-Partie war ich zuerst etwas abgehängt, hatte aber dann bei den entdeckten Kärtchen Glück, dass sie leicht zu überwinden waren, so dass ich schnell als erster am Tempel war. Diesen Vorteil konnte ich aber nicht zum Sieg ausnützen, weil mir alle Lager-Punkte von den anderen weggeholt wurden.
Uns hat das Spiel sehr gut gefallen. Ein absoluter Tip für die Auswahlliste! Der beste Kramer-Titel seit langem!
Spiele Grüße
Helmut

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hannes

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon hannes » 12. Mai 2002, 00:35

Ja, ja ,ja

> hm, also, wenn du auf ein ganz normales kärtchen gehst,
> erhältst du einen oder mehrere gegenstände zusätzlich, wenn
> du im rucksack den dort abgebildeten erforderlichen
> gegenstand hast. dieser wird dann NICHT abgegeben.

Natürlich haben wir diesen Regelpunkt missachtet. Danke dir Michael.
Deshalb eben unsere stetige Knappheit an Rohstoffen, äh, Gegenständen. Und deshalb auch unsere lange Spieldauer.

Allerdings ist das Spieldesign nicht ganz unschuldig an unserem Fehler : Wenn ich im Dorf ein Gewehr erwerben möchte, gebe ich doch eine Perle ab, normalerweise.
Aber spätestens beim See hätte es uns auffallen müssen : Man schmeisst doch nicht seine Angelrute weg, wenn man Fische kriegen möchte ... :D

Danke an alle für die Ermunterungen und die Tipps

Ciao
hannes (muss also Goldland nicht zum Fenster hinauswerfen)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Hilferuf : Goldland, aber wie ?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 12. Mai 2002, 01:15

hannes schrieb:

> hannes (muss also Goldland nicht zum Fenster hinauswerfen)

Schade aber auch ... dann kann ich meinen Posten unter Hannes' Fenster ja wieder verlassen und endlich ins Bett gehen.

Gute Nacht!

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Roman Pelek

Vehementer Widerspruch!

Beitragvon Roman Pelek » 12. Mai 2002, 04:09

Hi Helmut,

Helmut Lehr schrieb:
>
> Hallo,
> bei unserer bisher einzigen GOLDLAND-Partie war ich zuerst
> etwas abgehängt, hatte aber dann bei den entdeckten Kärtchen
> Glück, dass sie leicht zu überwinden waren, so dass ich
> schnell als erster am Tempel war. Diesen Vorteil konnte ich
> aber nicht zum Sieg ausnützen, weil mir alle Lager-Punkte von
> den anderen weggeholt wurden.
> Uns hat das Spiel sehr gut gefallen. Ein absoluter Tip für
> die Auswahlliste! Der beste Kramer-Titel seit langem!

Ich finde es erstaunlich, wie Bedenken zum Spielverlauf und Balance innerhalb eines Postings, das auf einem Spielerlebnis beruht, wggewischt werden. "Der beste Kramer-Titel seit langem!". Ein "absoluter Tipp" für die Auswahlliste. Schön. Nach einmal spielen. Wozu machen Spielerezensenten überhaupt noch ihren Job? Ich persönlich würde Hannes zustimmen: das Spiel hat Balance-Probleme, und zwar eklatant. Für ein Familienspiel kann es keine Lösung sein, notfalls 3 Runden auszusetzen, bis man wieder vernünftigt ziehen kann. "Goldland" ist unblalanciert, und das ist für mich keine Geschmacksfrage.

Ciao,
Roman




> Spiele Grüße
> Helmut

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hannes

Re: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon hannes » 12. Mai 2002, 09:16

Hi Roman

> Ich finde es erstaunlich, wie Bedenken zum Spielverlauf und
> Balance innerhalb eines Postings, das auf einem Spielerlebnis
> beruht, wggewischt werden. "Der beste Kramer-Titel seit
> langem!". Ein "absoluter Tipp" für die Auswahlliste. Schön.
> Nach einmal spielen. Wozu machen Spielerezensenten überhaupt
> noch ihren Job? Ich persönlich würde Hannes zustimmen: das
> Spiel hat Balance-Probleme, und zwar eklatant. Für ein
> Familienspiel kann es keine Lösung sein, notfalls 3 Runden
> auszusetzen, bis man wieder vernünftigt ziehen kann.
> "Goldland" ist unblalanciert, und das ist für mich keine
> Geschmacksfrage.

Du hast aber mitbekommen, dass ich eine entscheidende Regelpassage missachtet hatte ?!

Wir gaben auf den Nicht-Abenteuer-Feldern zum Erlangen der Ausrüstungsgegenstände jeweils den geforderten Gegenstand ab. Dabei ist nur der Besitz vorausgesetzt, "bezahlen" muss man dort nichts.
Wir hatten dadurch dauernd zu wenig Ausrüstungsgegenstände und waren so in unseren Aktionsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Dass die Spieldauer sich dadurch massiv verlängert hat, ist auch nicht verwunderlich.

Ob das Spiel tatsächlich Balance-Probleme hat oder nicht, kann ich frühestens nach der nächsten richtig gespielten Partie sagen. Bis dann (nächsten Freitag wohl) nehme ich alle meine kritischen Fragen zur Spielmechanik zurück.

Ich kann höchstens der Spielregel vorwerfen, dass dieser mögliche Regellesefehler zu wenig abgefangen wurde. Auch ist der Begriff "Ausrüstungsgegenstände erwerben" nicht ideal. Unter Erwerben stelle ich mir vor, dass ich dafür bezahlen, d.h. etwas abgeben muss.

Ciao
hannes (der sich immer noch ärgert, dass ihm dieser Regellapsus passiert ist und es zudem alle Forumsleser mitkriegen ;-) )

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Petra Schmidt
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Beiträge: 231

Re: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon Petra Schmidt » 12. Mai 2002, 10:24

Roman Pelek schrieb:
> "Goldland" ist unblalanciert, und das ist für mich keine
> Geschmacksfrage.

So eine Aussage finde ich schon etwas gewagt, denn das ist Deine Ansicht und hat meiner Meinung nach auch etwas mit Geschmack zu tun.

Petra

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Helmut Lehr

Re: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon Helmut Lehr » 12. Mai 2002, 10:28

Mein lieber Roman,
Du bist in der seltenen Lage, neue Spiele und ihre Mechanismen ins kleinste Detail nach allen Gesichtspunkten zu untersuchen und analysieren. Das finde ich super!
Ich dagegen habe eher meinen PEEP zum Ausdruck gebracht, sozusagen, wie Otto Normalkäufer ein Spiel betrachtet. Da denke ich und weiß, dass in vielen Familien die Tikal, Java und Mexica-Trilogie leider ungespielt im Regal steht, weil schon die Spielregel zu lang ist.
Deshalb empfand ich GOLDLAND endlich mal wieder etwas für die breite Käufermasse.
Leider bin ich kein Mathematiker, der Spiele bis ins letzte Detail nach Glücks-Ausgewogenheiten analysieren kann. Ich weiß auch nicht, ob man das muss!
Aber so schlecht, wie es Hannes im ersten Beitrag dargestellt hat, kannst Du das Spiel eigentlich auch nicht finden!
Schönen Tag noch!
Helmut

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michael weber

Widerspruch gegen Widerspruch

Beitragvon michael weber » 12. Mai 2002, 10:37

Roman Pelek schrieb:

> "Der beste Kramer-Titel seit
> langem!". Ein "absoluter Tipp" für die Auswahlliste. Schön.
> Nach einmal spielen. Wozu machen Spielerezensenten überhaupt
> noch ihren Job?

DAS frage ich mich allerdings nicht ;-)
es besteht immerhin ein großer unterschied zwischen einem forumsbeitrag und einer besprechung. das sollten alle hier wissen. man darf solche äußerungen hier nicht auf die goldwaage legen.

> Ich persönlich würde Hannes zustimmen: das
> Spiel hat Balance-Probleme, und zwar eklatant.

schön, das ist deine meinung, wie du ja schreibst. das spiel hat meiner meinung nach (und ich habe es mehr als einmal getestet) keine balanceprobleme. es gibt nur dann probleme, wenn jemand unvorsichtig agiert. das ist aber kein balanceproblem, sondern ein kalkulierbares risiko, dessen auswirkungen spätestens im zweiten spiel jedem spieler klar sein sollten.

> Für ein
> Familienspiel kann es keine Lösung sein, notfalls 3 Runden
> auszusetzen, bis man wieder vernünftigt ziehen kann.

also, ich verweise da mal auf ein früheres posting. es wird niemand gezwungen, mittels einer strapaze sich selbst den rückweg abzuschneiden. zudem ist es dummheit, sich selbst durch ein verzicht auf ein camp den rückweg über ein abenteuerkärtchen zu verbauen. deshalb von balanceproblemen zu sprechen, spricht meiner meinung nach doch eher von einem schnellschuss als von überlegung. der bewegungsmechanismus insgesamt ist interessant und wohl kalkuliert.

> "Goldland" ist unblalanciert, und das ist für mich keine
> Geschmacksfrage.

anscheinend doch eine "geschmacksfrage". gibtz es noch mehr kritikpunkte an dem spiel als dem Mechanismus (aussetzzwang bei unvorsichtigem bewegen)?


michael

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michael weber

Re: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon michael weber » 12. Mai 2002, 10:41

Helmut Lehr schrieb:
>
> Mein lieber Roman,
> Du bist in der seltenen Lage, neue Spiele und ihre
> Mechanismen ins kleinste Detail nach allen Gesichtspunkten zu
> untersuchen und analysieren. Das finde ich super!

als "profikritiker" hat man einen anderen zugang, deshalb muss man aber noch lange nicht recht haben oder die meinung der masse von potenziellen käufern treffen.

> Ich dagegen habe eher meinen PEEP zum Ausdruck gebracht,
> sozusagen, wie Otto Normalkäufer ein Spiel betrachtet. Da
> denke ich und weiß, dass in vielen Familien die Tikal, Java
> und Mexica-Trilogie leider ungespielt im Regal steht, weil
> schon die Spielregel zu lang ist.

sehr richtig!

> Deshalb empfand ich GOLDLAND endlich mal wieder etwas für die
> breite Käufermasse.
> Leider bin ich kein Mathematiker, der Spiele bis ins letzte
> Detail nach Glücks-Ausgewogenheiten analysieren kann. Ich
> weiß auch nicht, ob man das muss!

nein, definitiv nicht. im gegenteil überschätzen gerade "profikritiker" (zu denen ich mich prinzipiell auch gerne zählen möchte) den informationsbedarf der breiten masse an (solchen) details.

> Aber so schlecht, wie es Hannes im ersten Beitrag dargestellt
> hat, kannst Du das Spiel eigentlich auch nicht finden!

glaube ich auch. ich warte schon auf romans spielbox-kritik, in der nur drei punkte vergeben werden... ist ja neue masche in der sb (endlich, aber bitte "gerecht")


michael

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Jost Schwider

RE: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon Jost Schwider » 12. Mai 2002, 11:28

"Helmut Lehr" hat am 12.05.2002 geschrieben:

> Ich dagegen habe eher meinen PEEP zum Ausdruck gebracht,
> sozusagen, wie Otto Normalkäufer ein Spiel betrachtet. Da
> denke ich und weiß, dass in vielen Familien die Tikal, Java
> und Mexica-Trilogie leider ungespielt im Regal steht, weil
> schon die Spielregel zu lang ist.

Das ist m.E. ein sehr wichtiger Aspekt! Daher empfand ich die SdJ-Nominierung für diese Spiele immer als ein wenig fragwürdig.

Mich als "Viel-Spieler" hat dagegen der (Achtung, bewußt überspitzte Formulierung! ;-) ) x-te Aufguss der "Aktionspunkte-Plättchen-Optimierung" gestört...

> Deshalb empfand ich GOLDLAND endlich mal wieder etwas
> für die breite Käufermasse.

100% ACK!
Und auch für "Aktionspunkte-Geschädigte" wie mich, die mal wieder was anderes von Kramer spielen wollen!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Harald Schrapers

Widerspruch gegen Widerspruch

Beitragvon Harald Schrapers » 12. Mai 2002, 20:26

Roman Pelek schrieb:

> das Spiel hat Balance-Probleme, und zwar eklatant.

Wirklich?
Ich habe Goldland für eine Besprechung in der nächsten Fairplay bereits einige Male in unterschiedlichster Zusammensetzung gespielt. Mir ist noch kein Balance-Problem aufgefallen.
Wenn ich etwas an dem Spiel auszusetzen habe, dann bestenfalls an der Schlussphase. Die dauert manchmal etwas zu lange und mir wir es dann wegen des wegfallenden Glückfaktors etwas zu kompliziert. Aber eigentlich bin ich insgesamt sehr positiv gestimmt.
Aber vielleicht bekomme ich in den nächsten Runden ja noch neu Erkenntnisse (obwohl ich das für unwahrscheinlich halte).

Gruß
Harald

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Roman Pelek

Kleine Erläuterung / Spielergebnis

Beitragvon Roman Pelek » 12. Mai 2002, 20:26

Hi,

puh... Wie ich sehe, geht's ja heiß her, da war mein Posting vielleicht etwas überzogen. Um meine Einwände bzw. Euren Widerspruch zum Widerspruch zu überprüfen habe ich heute nochmal Goldland in einer Familienrunde gespielt. Ich möchte das Ergebnis gerne mal zur Diskussion stellen, es ist in etwa wieder das, was mir am Spiel bislang häufig nicht gefallen hat:

3 Spieler versuchten an der linken "Flanke" der Insel durchzukommen und stießen auf viele Abenteuer, was ihnen reichlich Marken bescherte. Der Startspieler hingegen machte sich vom äußersten "Perlenfeld" mit einer Schaufel bewaffnet auf den direkten Weg zum Tempel. Er stieß dabei nur auf wenige Abenteuer, erhielt also quasi keine Abenteuermarken vorerst - erreichte aber dafür (mit Hilfe der Entdeckungsplättchen für das viele Entdecken) als erster den Tempel. Die anderen kamen, obwohl zu dritt in einer Ecke des Feldes, nicht schnell genug mit Entdecken und ihren Abenteuern nach. So konnte sich der Startspieler noch in Ruhe 2 sichere 3er-Abenteuermarken beschaffen, die ihm aufgrund der Konstellation auf dem Brett auch nicht zu nehmen waren. Das Endergebnis:

Startspieler (1. am Tempel) - 20 Punkte: 8 Gold, 2 Schatz/Amulettplättchen, 2x 3er Abenteuer.
2. Spieler (2. am Tempel) - 19 Punkte: 3 Gold, 2x5=10 Abenteuerpunkte, 2 Schätze/Amulett
4. Spieler (3. am Tempel) - 16 Punkte: 0 Gold, 4 Schätze/Amulett, 4 Punkte für Puma-Abenteuer
3. Spieler (Tempel nicht erreicht) - 11 Punkte: 0 Gold, 2 Schätze, 1x 2 und 1x 3er Abenteuer.

Dementsprechend war das Spiel für den abgeschlagenen 3. Spieler und den 4. Spieler, der seine hohen Abenteuermarken verlor, in der zweiten Spielhälfte etwas frustrierend. Beide kamen nicht schnell genug weiter und liefen sehr viel hin und her, um notwendige Gegenstände zu besorgen. So blieb auch bei diesen Spielern leider kein sonderlich positiver Eindruck vom Spiel - und auch bei dieser Partie hatten sich damit meine Bedenken noch einmal bestätigt, dass der Vorteil, schnell den Tempel zu erreichen, mitunter sehr stark ist und das "Gefangensein" in bestimmten Ecken für weniger vom Plättchenglück gesegnete Mitspieler einen gewissen Frustfaktor mit sich bringen kann. Und so ähnlich wie oben beschrieben, lief das Spiel bei uns leider nun schon in einigen, verschiedenen Runden.

Vielleicht könnt Ihr da nun ersehen, woher meine Bedenken kommen und sie evtl. mit anderen Erfahrungen entkräften - ich hoffe auf Ideen und Anregungen :-)

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Zugang zu Spielen, speziell Goldland

Beitragvon Roman Pelek » 12. Mai 2002, 20:44

Hi Helmut,

Helmut Lehr schrieb:

> Leider bin ich kein Mathematiker, der Spiele bis ins letzte
> Detail nach Glücks-Ausgewogenheiten analysieren kann. Ich
> weiß auch nicht, ob man das muss!

Hm, ich schaue mir so etwas gerne an, und zwar aus folgendem Grunde: da ich so eine Aussage über den Langzeitspielspaß machen kann. Es gibt sehr viele Spiele, die anfänglich toll wegkommen, die aber nach einem Jahr kein Mensch mehr aus dem Schrank holen mag. Und genau die Antwort auf die Frage "Spielt man das wirklich öfter?" versuche ich, aus einem Spiel herauszukitzeln. Dazu gehören dann halt diese Balanceüberlegungen, die so in der Tat normalerweise beim Spielen keiner macht und vermutlich auch mal den (falschen)Eindruck vermitteln können, ich wollte mehr vom Spiel als es bieten will. Das ist mir übrigens ein wichtiges Anliegen, ich habe nämlich einige Antworten so interpretiert, als ob der Eindruck entstünde, dass ich einfachere oder glücksbetontere Spiele nicht mögen würde. Dem ist nämlich ganz und gar nicht so ;-)

> Aber so schlecht, wie es Hannes im ersten Beitrag dargestellt
> hat, kannst Du das Spiel eigentlich auch nicht finden!

Um's mal aus dem Bauch 'raus zu sagen: ich finde das Spiel ein mittelmäßiges Familienspiel, das mehr Potenzial gehabt hätte. Wenn's gut läuft, kann das Spiel auch viel Spaß machen, aber hinsichtlich des Langzeitspaßes hege ich die geschilderten Bedenken. Wenn ein Normalspieler durch Unglück oder auch mal eigene Fehler sich mal so richtig in die Nesseln setzt oder alle im Spiel primär nur noch auf Tempel spielen, mag das Spiel mitunter bei einigen auch in der Ecke landen (sofern sich meine Bedenken nicht durch Euch widerlegen lassen). Ich denke, dass man meinen Widerspruch in diesem Kontext sehen sollte, ich hätte wohl eher ein bisschen mehr erläuternd und relativierend schreiben sollen. Mea culpa - dafür bitte ich um Nachsicht!

Ciao,
Roman (hofft nun, sich so ausgedrückt zu haben, wie's auch ursprünglich gemeint war :)

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: Vehementer Widerspruch!

Beitragvon Christian Schnabel » 12. Mai 2002, 21:17

Hallo Roman,

ich kann dein Posting nach 2 Partien Goldland (zu Viert und zu Fünft in unterschiedlichen Spielerunden) zu 100% bestätigen
(schöne Spielathmosphäre, gute Spielmechanismen, gutes zeichnerisch animiertes Spiel; aber irgendwie nicht richtig ausbalanciert und der Funke wollte aufgrund der Spielmechanik auf die Mitspieler "pardou" nicht "rüberspringen"))!!!

Also; auch wenn ich in der Vergangenheit nicht unbedingt "immer" deiner Meinung war :-)
- (wobei das ja noch nett formuliert ist) - :-))

Goldland auf der Liste? Bei den m.E. vielen "noch" besseren Spielen des aktuellen Jahrgangs, frage ich mich dann doch: wieviele Titel soll die Liste denn enthalten?

Provokant: Falls es mehr als 20 Spiele sind; ja dann sollte Goldland mit auf dieser Liste vertreten sein.

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Harald Schrapers

Auswahlliste

Beitragvon Harald Schrapers » 12. Mai 2002, 21:59

Christian Schnabel schrieb:

> Goldland auf der Liste? Bei den m.E. vielen "noch" besseren
> Spielen des aktuellen Jahrgangs, frage ich mich dann doch:
> wieviele Titel soll die Liste denn enthalten?

Ich gehöre ja eigentlich nicht zu Verteidigern der Unfehlbarkeit der Jury. Doch bei dieser Debatte handelt es sich um ein Missverständnis: Die Auswahlliste erhebt nicht den Anspruch, die BESTEN Spiele eines Jahrgang zu vereinen. Somit erübrigt sich die Diskussion, ob Goldland bei einer 10-er, bei eine 15-er oder sonst eine Liste dabei sein müsste.

Gruß Harald

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Ina-spielbox

Re: Goldland - 2 Meinungen

Beitragvon Ina-spielbox » 12. Mai 2002, 22:48

Hallöchen,

ich habe Goldland selbst nur einmal gespielt. In Bilstein ist das Spielt sehr oft gespielt und viel diskutiert worden. In einer Runde, in der sich jemand auf der rechten Seite mit viel (Karten-) Glück durch viele Abenteuer zum Tempel kämpfte. Ein Spieler hatte sich mit einer unglücklichen Strapaze selbst matt gesetzt, weil es kein Zurück gab. Die anderen waren chancenlos, da sie einfach nicht bis zum Tempel kamen, weil das Gold bis dahin abgeräumt war. Also ein etwas unglücklicher Verlauf.
Von anderen Spielrunden hörte ich ähnliches: Einige kämpfen sich hintereinander schnell zum Tempel vor und der Rest hat das Nachsehen. Dabei blieben die Hälfte der Abenteuermarken liegen und das Feld halb unbelegt. Das kann ja nicht Sinn dieses Spiels sein!
Insgesamt scheint es mir zwei Meinungen zu geben:
Der eine Teil (wie ich) findet den Spielmechanismus ausgesprochen gelungen und stimmig umgesetzt, aber den Schluß nicht ausgewogen (wie Roman es schildert) - der andere Teil findet viel Spaß an dem Mechanismus und hat kein Problem mit dem Schluß (wie Helmut).
Ich denke, das trifft es ziemlich genau. Insgesamt ist es durchaus ein gelungenes Familienspiel, aber die sogenannten "Vielspieler" fordern von einem Spiel, das man immer wieder vorholt (so wie es Roman ausführlich geschildert hat) eben mehr.

Ina (nach drei kompletten Spieletagen in ein Loch gefallen ;-))

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Helmut Lehr

Re: Goldland - 2 Meinungen

Beitragvon Helmut Lehr » 13. Mai 2002, 07:15

Ina Broß schrieb:
>
> Ein Spieler hatte sich mit einer unglücklichen
> Strapaze selbst matt gesetzt, weil es kein Zurück gab. Die
> anderen waren chancenlos, da sie einfach nicht bis zum Tempel
> kamen, weil das Gold bis dahin abgeräumt war. Also ein etwas
> unglücklicher Verlauf.
> Ich denke, das trifft es ziemlich genau. Insgesamt ist es
> durchaus ein gelungenes Familienspiel, aber die sogenannten
> "Vielspieler" fordern von einem Spiel, das man immer wieder
> vorholt (so wie es Roman ausführlich geschildert hat) eben
> mehr.
>
> Ich finde, liebe Ina, es gehört zu einem Spiel, dass einer gewinnt, und deshalb ist es kein Minderungsmerkmal für ein Spiel, wenn es für einen Spieler "unglücklich" läuft.Für diejenigen, die nicht gewonnen haben, war jeder Spielverlauf "unglücklich"!
Dies ist keine gegensätzliche Meinung zu Dir, nur eine Ergänzung meinerseits
Schönen Gruß
Helmut

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Harald Schrapers

Re: Zugang zu Spielen, speziell Goldland

Beitragvon Harald Schrapers » 13. Mai 2002, 08:14

Hallo Roman,

du hast sicherlich nicht ganz unrecht. Ich würde zwar sicherlich nicht den Begriff „unbalanciert“ verwenden. Richtig ist aber, dass es manchmal ganz schön große Abstände beim Siegpunktergebnis gibt. Das ist mir auch schon mal passiert – dass ich mit großem Abstand chancenlos hinten lag. Für mich ist das an Anreiz, es noch mal zu versuchen – da ich erkannte, dass ich mich einfach zu blöd angestellt hatte. Andere SpielerInnen kann solch ein Ergebnis sicherlich auch frustrieren und den Zugang zu diesem Spiel behindern.

Eines muss man aber dem Verlag zu Gute halten. Er preist Goldland nicht als Familienspiel an. Sondern als ein Erwachsenenspiel, dass auch als Familienspiel geeignet sei. Damit – finde ich – ist Goldland gut charakterisiert. Fehlerhaft finde ich allerdings die Altersangabe „ab 10“, die ein einfaches Erwachsenenspiel signalisiert. Da würde das Spiel eine Etage höher – als ein mittelschweres – einsortieren.

Gruß aus Duisburg
Harald


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