Beitragvon Hanno Schwede » 12. Mai 2002, 12:12
So nun gebe ich mal meinen Senf dazu:
>
> ich möchte mal meinen äger über die kupferkessel-diskussion
> in der aktuellen spielbox zum ausdruck bringen. im forum
> wurde ja bereits die rezension des spiels in der printausgabe
> heftig diskutiert. einen leserbrief des autors dazu gibt es
> in der aktuellen ausgabe.
Ich denke wenn ein Produkt, sei es Buch, oder Spiel von einem Autoren und einem Redaktionsteam auf den Markt gebracht wird, muss es sich jeder Kritik stellen, dabei ist es erstmal egal wie sie Ausfällt.
> dabei bemängelt günter burkhardt inhaltlich die besprechung.
> einmal sei das spiel dem rezensenten zu leicht, dann wieder
> zu kompliziert. von sauren gurken wurde geredet, die keine
> sind, von abfälligen sätzen wie "das sollen wir auch noch
> spielen" usw.
>
> inhaltlich kann ich nach test des spiels und lesen der
> besprechung dem autor in fast allen punkten nur recht geben.
> selbts wenn man bedenkt, dass eine besprechung immer eine
> sehr subjektive angelegenheit ist (und diesen standpunkt
> vertete ich gerne und vehement), muss man doch sagen, dass
> der stil der besprechung (mal wieder der arme michael knopf)
> sehr unsachlich ist. insgesamt kann man den verdacht
> bekommen, dass knopf das spiel nur widerwillig und nur einmal
> getestet hat, wobei er an den mechanismus falsch rangegangen
> zu sein scheint.
Auffällig ist für mich das der Autor sich nicht nur an der Kritik in der Spielbox sondern auch an der Kritik in der Fairplay gestört fühlte, die Frage ist doch ob da ein System hinter steckt?
Man kann über den Stil der Knopfischen Kritik streiten ich persönlich finde sie auch nicht immer gut und ich bin auch der Meinung das Herr Knopf in Zukunft wieder etwas mehr über die Spiele schreiben sollte.
> an sich wäre der leserbrief des autors eine sache, die nicht
> weiter erwähnt werden muss, aber die antwort (immerhin eine
> halbe seite) der spielbox bzw. von matthias hardel ist
> absolut unverständlich, ärgerlich und fast schon unverschämt.
> da wird davon gesprochen, dass es so viele mittelmäßige
> spiele gibnt und es an der zeit war, das endlich mal zum
> ausdruck zu bringen. das sei auch noch positiv, weil die
> diskussion dem spiel ja nütze. es wird geantwortet, dass es
> doch toll ist, dass ein rezensent auch in der 100sten
> besprechung noch witzige formulierungen bringt. die
> inhaltliche kritik an der besprechung wird von hardel nicht
> aufgegriffen.
Ich denke der offene Leserbrief eines Autors ist eine Geschichte die erst dann erfolgen sollte wenn sich der Autor mit dem persönlich auseinandergesetzt hat. So hätte, durch eine Absprache im Vorfeld dieser Schriftverkehr vermieden werden können. (Ich gehe jetzt mal davon aus das es kein Gespräch zwischen den beide Seiten gab, jedenfalls wird darauf im Leserbrief nicht hingewiesen.)
Dazu verweise ich auf die Diskussion die Peter Lewe zum Spiel Galileo angestossen hat bei dessen Kritik, der Kritiker W. Herold ein Regelfehler unterlaufen ist. Damals wurde auch zwischen den beiden kein Kontakt hergestellt, aber die Sache wäre im nächsten Heft mit einer Gegendarstellung zu bereinigen gewesen, wenn die beiden mit einander geredet hätten.
> die antwort ist in einer geradezu selbstherrlichen art
> formuliert, dass sich mir die nackenhaare sträuben. war die
> kritik schon diskussionswürdig, ist es die leserbriefantwort
> der spielbox allemal. kupferkessel als exempel für angeblich
> so viele mittelmäßige spiele zu nehmen und eine locker und
> meiner meinung nach unsachlich geschriebene besprechung zu
> veröffentlichen, die nicht der meinung der
> anderen spielbox-tester entspricht (siehe notenvergabe) und
> auch im forum auf ablehnung gestoßen ist, ist schon ein
> starkes stück. das ganze aber auch noch "dem leser
> verpflichtet" und "hilfe bei der kaufentscheidung" zu nennen,
> finde ich vor dem hintergrund der anderen meinungen
> unfassbar.
Meiner Meinung nach, täte ein gut geschriebener Verriss der SB-Print gut, leider ist M. Knopf anscheinend zur Zeit der falsche Kritiker und M. Hardel der falsche Antwortpartner.
> man muss sich doch wohl fragen, ob hier jemand
> etweas gegen den autor hat oder gegen kritik an der eigenen
> arbeit.
Dieses kann man leider auch den Autor des Spiels fragen, da er mittlerweile auf mindestens 2 negative Kritiken in der Form reagiert hat.
> vielleicht wäre es besser gewesen, dem angeblich so großen
> mittelmaß in einem extra artikel auf die spru zu kommen, als
> mit so einer besprechung beikommen zu wollen.
Ich denke auch das man mal einen Redakteur oder Kritiker auf diese Thematik ansetzen müsste, ob ein Spiel wie "Kupferkessel & Co" dabei erwähnt werden müsste ist eine Frage die man von seinem Persönlichen geschmack abhängig machen müsste. Meinen Geschmack trifft das Spiel nicht und ich halte es eher für Spielerisches Mittelmaß....
> schaden tut es
> der spielbox und dem meiner meinung nach guten kupferkessel
> co. die art und weise wie die fundierte kritik an der kritik
> abgebügelt wurde, ist ein armutszeugnis für den chefredakteur.
> niemand erwartet, dass der tester die besprechung schreibt,
> der die besten noten vergibt, niemand hat etwas gegen
> schlechte bewertungen. ich begrüße die nutzung der unteren
> notenregion und bin auch nicht gegen einen verriss eines
> spiels, das mit gefällt. wie hier aber mit durchaus
> sachlicher und inhaltlich berechtigter kritk and der spielbox
> umgegangen wird, ist beschämend. da stellt man sich doch die
> frage, ob das von burkhardt so genannte quasi-monopol der
> publikation nicht ausgenutzt wurde, um dem autor eins
> auzuwischen.
Wofür soll man dem dem Autor eins auswischen? Was hat den der Autor getan um solch eine Maßnahme zu rechtfertigen?
Zusammengefasst möchte ich meine Meinung zusammenfassen:
- Wer ein Werk veröffentlicht muss sich der Kritik stellen.
- Wer öffentlich kritisiert muss dabei fair bleiben.
- Wer kritisiert wird, soll sich erstmal mit dem Kritiker auseinandersetzen und dann in die Öffentlichkeit gehen.
- Wer kritisiert wird muss es nicht immer gleich persönlich nehmen.
- Beide Parteien haben einen Teil der Schuld und verhalten sich nicht fair.
@ michael: kauf Dir mal ne neue Tastatur Deine Shift-Tasten müssen kaputt sein.
sigdmwwt Apfelsaft trinken
Hanno