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San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Thomas Jereczek

San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon Thomas Jereczek » 27. Mai 2002, 09:15

Hallo,

nachdem San Gimignano bisher nur negative Schlagzeilen machte (unangenehmer Geruch der Steine, geringer Spielreiz) und trotzdem auf der Auswahlliste gelandet ist, habe ich am Wochenende mal die MAAM angewendet, um das Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen.
(MAAM = Michael-Andersch-Alleinspiel-Methode :-) )
Meine einzige "richtige" Partie in einer 4er-Runde in der letzten Woche war geprägt von dem bisher Gehörten: Es ist nur ein einfaches Legespiel, war anfängt gewinnt wahrscheinlich, wenig Spannung.
Genauso lustlos verlief dann auch die Partie. Gewonnen hat zwar nicht der Startspieler (aus Unkenntnis des Spiels, es war für alle neu), aber Spaß und Spannung stellten sich tatsächlich nicht ein. :-/

Nun habe ich mit der MAAM versucht das Spiel etwas zu analysieren, um ein paar Taktiken herauszufinden. Dabei habe ich folgendes festgestellt:
Ob 2er- oder Mehrspieler-Variante, das Spiel hängt meiner Meinung nach in erster Linie von den Spielplanteilen ab, über die jeder Spieler verfügt. Hat man eine ausgewogene Farbverteilung erhalten, kann man sich die Teile entsprechend hinlegen, so daß eine fortlaufende Möglichkeit besteht immer eine 4er-Kette zu bilden und dadurch einen Turm zu bauen. Egal wie die Spieleranzahl ist, man wird versuchen, sich so schnell wie möglich mit einer Turmmauer von den anderen Mitspielern abzugrenzen, damit man ungestört in "seinen" Bezirken bauen kann. Man behält den Anzugvorteil.

Im 2er-Spiel hat man mehr Platz (4 Spielplanteile), so daß dort sogar die beste Möglichkeit besteht, als erster alle zehn Türme zu bauen, und damit das Spiel zu beenden. Bei 3 oder 4 Spielern wird es enger, aber alle haben gleich wenig Platz, so daß es sehr wahrscheinlich keinem gelingen wird, das Spiel über die Türme zu beenden. Hierbei werden dann diejenigen, die nicht mehr bauen können, zum Schluß hin versuchen, andere Spieler zu blockieren. Das Spiel wandelt sich dann vom Bauspiel zum Störspiel, wen kann ich noch wie ärgern.
Es stellt sich dann die Frage, wen störe ich bei seinen Bauaktivitäten? Diejenigen, die um den Sieg streiten, oder diejenigen, die mich noch überholen können (falls ich nicht gerade Erster bin; Problem siehe Königsmacher-Thread w.u.)? Auch wen man nicht mehr viel beeinflussen kann (vielleicht einen Turmbau), ist dies noch die spannendste Phase des ganzen Spiels. Das Endergebnis ist meistens recht knapp, so daß in dieser Phase bei genauem Spiel und der Verhinderung eines Turms vielleicht noch eine andere Platzierung erreicht werden kann. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr gering.

Sollte man von dieser "ich-spiel-alleine-vor-mich-hin"-Strategie abweichen und die Mitspieler "angreifen", hat man meistens den Kürzeren gezogen.
Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte. Die zwei Spieler die sich beharken, behindern sich gegenseitig und verlieren Spielzüge, während der andere/ die anderen in aller Ruhe vor sich hinbauen.
Spielt man sogar gegen mehrere Mitspieler hat man gar keine Chance mehr. Das impliziert auch den umgekehrten Fall, wenn mehrere Leute gezielt gegen einen spielen, kann man das Spiel ebenfalls vergessen.

Nachdem was ich bisher festgestellt habe, ist der Spielreiz nicht sehr hoch. Man kann nur für Spaß und Spannung sorgen, wenn man von Beginn an, vollkommen risikofreudig setzt und andere Spieler "angreift". Das funktioniert allerdings nur, wenn alle mitmachen, ansonsten erhält man den oben beschriebenen Effekt ("es freut sich der Dritte und/oder Vierte"). Für ein Familienspiel vorallem mit Kindern könnte es genügen, aber der hohe Preis spricht dann dagegen.
Sehr positiv ist die kurze Spielzeit, zu zweit ca. 15 Minuten und zu dritt/viert ca. 30 Minuten.
Warum dieses Spiel auf der Auswahlliste gelandet ist, bleibt äußert fragwürdig, denn mit Trans America wurde bereits ein einfaches Legespiel berücksichtigt. Sicherlich kommt bei San Gimignano etwas Taktik ins Spiel, aber die dient fast nur dazu, die Position/den Vorteil zu halten, und nicht um einen Vorsprung heraus zu arbeiten. :???:

Gruß
Thomas (der sehr gespannt darauf ist, was die Forumsgemeinde speziell Michael zu seiner neuen Abkürzungskreation sagt. ;-) )

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Günter Cornett

Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon Günter Cornett » 27. Mai 2002, 09:47

Thomas Jereczek schrieb:
>
>
> Egal wie die Spieleranzahl ist, man wird versuchen, sich so
> schnell wie möglich mit einer Turmmauer von den anderen
> Mitspielern abzugrenzen, damit man ungestört in "seinen"
> Bezirken bauen kann. Man behält den Anzugvorteil.
> Im 2er-Spiel hat man mehr Platz (4 Spielplanteile), so daß
> dort sogar die beste Möglichkeit besteht, als erster alle
> zehn Türme zu bauen, und damit das Spiel zu beenden.

Hallo Michael,

ja, man wird es versuchen. Und im ersten Spiel hatte ich den gleichen Eindruck. In den weiteren Spielen (zu zweit) stellte sich jedoch ein AHA-Erlebnis nach dem anderen ein.

Anstatt dem Startspieler hinterher zu laufen, kann man ihn auch zwingen, Türme an Stellen zu bauen, die ihm gar nicht gefallen. Es ist sogar sinnvoll, dafür Spielsteine zu opfern. Setze ich in 'sein' Gebiet, kann ich eine Farbe komplett blockieren: entweder setze ich zwei Spielsteine in die Frabe, die am wenigsten vorhanden ist, oder er baut dort einen Turm (um mich rauszukicken). Wichtig ist dabei die Farbverteilung auch unter dem Aspekt, dass in einem Vierflächen-Gebiet nicht zweimal die selbe Farbe vorkommen darf.

> Bei 3
> oder 4 Spielern wird es enger, aber alle haben gleich wenig
> Platz, so daß es sehr wahrscheinlich keinem gelingen wird,
> das Spiel über die Türme zu beenden.
>
> Sollte man von dieser
> "ich-spiel-alleine-vor-mich-hin"-Strategie abweichen und die
> Mitspieler "angreifen", hat man meistens den Kürzeren gezogen.
> Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte. Die zwei
> Spieler die sich beharken, behindern sich gegenseitig und
> verlieren Spielzüge, während der andere/ die anderen in aller
> Ruhe vor sich hinbauen.

Zu mehreren habe ich bisher nur eine Partie (zu dritt) hinter mir, und es ist möglich, dass es so ist, wie du sagst. Wir hatten auch den Effekt: wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Allerdings war das Ergebnis denkbar knapp: der Abstand zwischen dem ersten (=der 'lachende Dritte') und dem zweiten betrug 1 Holzchip.

Ich denke, die richtige Reaktion auf einen Angriff ist es, sich nicht zu verteidigen sondern den dritten anzugreifen. Der schwächere der beiden Angreifer müsste dann den jeweils anderen angreifen um selbst nicht zweiter zu werden. Dabei lösen sich die Fronten auf und es gibt keine eigenen Gebiete mehr. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Spielweise aufgeht (zumindest müsste sie ja allen Beteiligten einleuchten). Aber sie ist möglich, da man im Gegensatz zu vielen anderen Mehr-Personen-Taktikspielen) jederzeit auf dem gesamten Brett aktiv sein kann.



> Spielt man sogar gegen mehrere Mitspieler hat man gar keine
> Chance mehr. Das impliziert auch den umgekehrten Fall, wenn
> mehrere Leute gezielt gegen einen spielen, kann man das Spiel
> ebenfalls vergessen.
>
> Nachdem was ich bisher festgestellt habe, ist der Spielreiz
> nicht sehr hoch. Man kann nur für Spaß und Spannung sorgen,
> wenn man von Beginn an, vollkommen risikofreudig setzt und
> andere Spieler "angreift". Das funktioniert allerdings nur,
> wenn alle mitmachen, ansonsten erhält man den oben
> beschriebenen Effekt ("es freut sich der Dritte und/oder
> Vierte"). Für ein Familienspiel vorallem mit Kindern könnte
> es genügen, aber der hohe Preis spricht dann dagegen.

Ich sehe SG (zu zweit) als ein sehr anspruchsvolles Taktikspiel und hatte mich gewundert, dass jemand schrieb, es sei auch für Kinder einfach zu spielen.


> Warum dieses Spiel auf der Auswahlliste gelandet ist, bleibt
> äußert fragwürdig, denn mit Trans America wurde bereits ein
> einfaches Legespiel berücksichtigt.

Ich hatte eher den Eindruck, dass es für eine SdJ-Nominierung zu anspruchsvoll ist. Mich hat es (im Spiel zu zweit) fasziniert wie kein anderes Spiel in den letzten Jahren, aber ein endgültiges Urteil habe ich mir noch nicht bilden können.

> Sicherlich kommt bei San
> Gimignano etwas Taktik ins Spiel, aber die dient fast nur
> dazu, die Position/den Vorteil zu halten, und nicht um einen
> Vorsprung heraus zu arbeiten. :???:


Das Spiel erfordert es IMHO, gewohnte Denkmuster (mein Gebiet - dein Gebiet) zu verlassen und einen Blick auf das gesamte Geschehen zu (de)konzentrieren.

tschüs, Günter (der im Moment eigentlich gar keine Zeit für solche Posting hat,sich aber moralisch verpflichtet fühlt dieses Spiele zu verteidigen ;-) )

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Günter Cornett

(MAAM = Michael-Andersch-Alleinspiel-Methode) [Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)]

Beitragvon Günter Cornett » 27. Mai 2002, 09:53

Günter Cornett schrieb:
>
> Thomas Jereczek schrieb:
>
> Hallo Michael,

sorry Thomas,

ich glaube das ist jetzt mein Kommentar zu Abkürzung:
MAAM = Michael-Andersch-Alleinspiel-Methode ;-)

Gruss, Günter

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Michael Andersch

Re: MAAM

Beitragvon Michael Andersch » 27. Mai 2002, 10:12

Thomas Jereczek schrieb:

> Thomas (der sehr gespannt darauf ist, was die Forumsgemeinde
> speziell Michael zu seiner neuen Abkürzungskreation sagt.


Brilliant, Thomas, BRILLIANT!!!!

Zum Spiel selbst kann ich leider wenig sagen, aber gewisse Passagen Deines Postings habe ich mit Freude gelesen!

Erfreute Grüsse,
Micha

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Thomas Jereczek

Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon Thomas Jereczek » 27. Mai 2002, 10:56

Hallo Günter,

Günter Cornett schrieb:
> Anstatt dem Startspieler hinterher zu laufen, kann man ihn
> auch zwingen, Türme an Stellen zu bauen, die ihm gar nicht
> gefallen. Es ist sogar sinnvoll, dafür Spielsteine zu opfern.
> Setze ich in 'sein' Gebiet, kann ich eine Farbe komplett
> blockieren: entweder setze ich zwei Spielsteine in die Frabe,
> die am wenigsten vorhanden ist, oder er baut dort einen Turm
> (um mich rauszukicken). Wichtig ist dabei die Farbverteilung
> auch unter dem Aspekt, dass in einem Vierflächen-Gebiet nicht
> zweimal die selbe Farbe vorkommen darf.

Das ist genau der Punkt, der mir ziemlich schnell aufgefallen ist: die Farbverteilung. Das ist im Grunde genommen der einzige Glücksfaktor an dem Spiel. Wer hat welche Spielplanteile?
Du hast recht, vielleicht sollte man hier den Aspekt noch mehr berücksichtigen, daß ich meine Teile nicht unbedingt zu seinem Nutzen anlege sollte, was ich bisher getan habe. Man kann vielleicht den Gegner mehr ärgern, indem man an seine Bezirke Zünfte soweit wie möglich der gleichen Farbe legt und so für eine Fehlfarbe sorgt.


> Allerdings war das Ergebnis denkbar knapp: der
> Abstand zwischen dem ersten (=der 'lachende Dritte') und dem
> zweiten betrug 1 Holzchip.

Das erscheint mir aber grundsätzlich so zu sein, daß das Endergebnis knapp ausfällt. Selten ist die Differenz zwei oder sogar mehr Steine. Oder hast Du auch andere Erfahrungen gemacht?

>
> Ich denke, die richtige Reaktion auf einen Angriff ist es,
> sich nicht zu verteidigen sondern den dritten anzugreifen.
> Der schwächere der beiden Angreifer müsste dann den jeweils
> anderen angreifen um selbst nicht zweiter zu werden. Dabei
> lösen sich die Fronten auf und es gibt keine eigenen Gebiete
> mehr. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Spielweise
> aufgeht (zumindest müsste sie ja allen Beteiligten
> einleuchten). Aber sie ist möglich, da man im Gegensatz zu
> vielen anderen Mehr-Personen-Taktikspielen) jederzeit auf dem
> gesamten Brett aktiv sein kann.

Das ist genau die Strategie, die ich für die spannendste und unterhaltsamste halte. Jeder gegen jeden, risikofreudig, sehr abwechslungsreich.

>
> Ich sehe SG (zu zweit) als ein sehr anspruchsvolles
> Taktikspiel und hatte mich gewundert, dass jemand schrieb, es
> sei auch für Kinder einfach zu spielen.

Einfach zu spielen wegen der Regeln. Marker setzen, vier verschiedenfarbige Gebiete besetzen und Turm bauen.
Man kann es eben ohne große Taktik spielen, ob das auf lange Sicht selbst für Kinder für hohen Spielreiz sorgt, ist fraglich.

>
> Das Spiel erfordert es IMHO, gewohnte Denkmuster (mein Gebiet
> - dein Gebiet) zu verlassen und einen Blick auf das gesamte
> Geschehen zu (de)konzentrieren.

Das stimmt. Man könnte SG mit einer abgespeckten, sehr vereinfachten Schachvariante vergleichen. Ich bewege mich vorwärts mit meinen Markern und versuche den anderen zurückzudrängen oder einzukreisen (matt zu setzen), so daß er keine Zugmöglichkeiten mehr hat bzw. zu Zügen gezwungen wird. Das würde dann allerdings nur für das 2-Personen-Spiel gelten. Beim Mehr-Personen-Spiel habe ich immer noch meine Bedenken, daß unsere Strategie sich durchsetzt. Ich befürchte, einer klinkt sich aus dem Gemetzel aus,und baut in aller Ruhe vor sich hin. Ein Turm mehr reicht ihm ja zum Schluß.

Gruß
Thomas

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Thomas Jereczek

Re: MAAM

Beitragvon Thomas Jereczek » 27. Mai 2002, 10:59

Hallo Michael,

Michael Andersch schrieb:
>
>
> Zum Spiel selbst kann ich leider wenig sagen, ...

Wie das denn? Noch nicht die MAAM angewendet? :-D

Gruß
Thomas

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Günter Cornett

Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon Günter Cornett » 27. Mai 2002, 11:26

Thomas Jereczek schrieb:
>
> Das ist genau der Punkt, der mir ziemlich schnell aufgefallen
> ist: die Farbverteilung. Das ist im Grunde genommen der
> einzige Glücksfaktor an dem Spiel. Wer hat welche
> Spielplanteile?
> Du hast recht, vielleicht sollte man hier den Aspekt noch
> mehr berücksichtigen, daß ich meine Teile nicht unbedingt zu
> seinem Nutzen anlege sollte, was ich bisher getan habe. Man
> kann vielleicht den Gegner mehr ärgern, indem man an seine
> Bezirke Zünfte soweit wie möglich der gleichen Farbe legt und
> so für eine Fehlfarbe sorgt.

Hallo Thomas,

soweit habe ich mir das noch gar nicht überlegt. Solange es 'sein' Gebiet ist, würde ich es nur im Ausnahmefall vergrößern. Aber du hast recht: je größer ein Gebiet, desto schwieriger ist es zu kontrollieren. Und wenn man dann noch auf die Farbverteilung gezielter Einfluss nimmt, ist nicht mehr das Gebiet des Gegenspielers.


> > Allerdings war das Ergebnis denkbar knapp: der
> > Abstand zwischen dem ersten (=der 'lachende Dritte') und dem
> > zweiten betrug 1 Holzchip.
>
> Das erscheint mir aber grundsätzlich so zu sein, daß das
> Endergebnis knapp ausfällt. Selten ist die Differenz zwei
> oder sogar mehr Steine. Oder hast Du auch andere Erfahrungen
> gemacht?

Der Abstand zum (angegriffenen) Dritten war sehr groß (mehrere Türme)


> > Das Spiel erfordert es IMHO, gewohnte Denkmuster (mein Gebiet
> > - dein Gebiet) zu verlassen und einen Blick auf das gesamte
> > Geschehen zu (de)konzentrieren.
>
> Das stimmt. Man könnte SG mit einer abgespeckten, sehr
> vereinfachten Schachvariante vergleichen. Ich bewege mich
> vorwärts mit meinen Markern und versuche den anderen
> zurückzudrängen oder einzukreisen (matt zu setzen), so daß er
> keine Zugmöglichkeiten mehr hat bzw. zu Zügen gezwungen wird.


Man bewegt sich nicht eigentlich so sehr vorwärts, sondern springt mitten in das Gebiet des Gegenspielers hinein und baut dort eine neue Position auf.

> Das würde dann allerdings nur für das 2-Personen-Spiel
> gelten. Beim Mehr-Personen-Spiel habe ich immer noch meine
> Bedenken, daß unsere Strategie sich durchsetzt. Ich
> befürchte, einer klinkt sich aus dem Gemetzel aus,und baut in
> aller Ruhe vor sich hin. Ein Turm mehr reicht ihm ja zum
> Schluß.

wirklich ausklinken kann man sich ja nicht, weil es an den Mitspielern liegt, ob man in Ruhe gelassen wird. Wer nur versucht 'sein' Gebiet zu verteidigen, verliert meiner Meinung nach. Die Frage ist, ob es sich auch im Mehr-Personen-Spiel immer lohnt, fremdes Gebiet anzugreifen, insbesondere wenn der Angegriffene sich auf die Verteidigung des eigenen Gebietes beschränkt und es dadurch anderen ermöglicht in Ruhe gelassen zu werden.

tschüs, Günter

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Jürgen Simon

Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon Jürgen Simon » 28. Mai 2002, 10:34

Hi Thomas!
Ich hatte bisher "nur" die Möglichkeit das Spiel mit drei Spielern zu testen.
Meiner Meinung nach,kam es zwar einerseits auf die "Farben der Nachlegekarten" an,jedoch dürfte auch der Startplatz wichtig sein.
Der erste Spieler hat zwar den Vorteil, dass er zuerst einen Turm bauen kann,jedoch können die folgenden Spieler ja auch an einer anderen Stelle beginnen,so dass sich das ganze auf ein Finish stürzt,oder?
Bei uns war es immer knapp,und ich konnte sowohl als letzter als auch als erster in beiden Spielen beginnen,wobei ich im ersten Spiel als Startspielr von der Unwissenheit meiner mittestenden Spielern profitieren konnten...

Ich fand das Spiel eigentlich recht schön.
Zwar glaube ich nicht,dass es Chancen auf den SdJ-Pöppel hat,aber das ist ja nicht alles;-)

Jedoch musste ich feststellen,dass es (wohl aufgrund der Steine) nicht das günstigste Spiel ist (28,50Euro bei Adamspielt).Darum habe ich es mir auch nicht gekauft...obwohl es mir gut gefallen hat.Hätte man die Steine nicht urch Plastiktürme oder ähnliches ersetzen können,um so einen einigermassen günstigeren Preis zu erzielen?

Allein der preis macht das Spiel doch schon zum Aussenseiter beim SdJ...

Grus
Jürgen (der SG unbedingt wiederspielen mag)

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peer

Re: San Gimignano - nichts Positives? (lang)

Beitragvon peer » 28. Mai 2002, 13:22

Hi,
da ich es noch nicht gespielt habe, eine nur tendentiell auf deine Frage eingehende Antwort ;-) -aber imho On-Topic!
Ich habe mir mal auf Hall9000 die SdJ-Umfrage angesehen und mir ist aufgefallen dass SG relativ gut abschneidet - Zwar zwei Einsen und (glaube ich) eine zwei, aber auch recht viele 5en und 6en. Grob geschöätzt dürfte der Schnitt eher bei vier als bei drei liegen - oberer Durchschnitt also.
Hier im Forum bekam ich aber eher den Eindruck, dass es sehr sclecht ist - Kaum gute Kritiken, die meisten fandens langweilig oder unausgewogen. Ich fand dies angesichts der guten Eindrücke über dieses Spiel in den Nürnbergberichten immer schon merkwürdig, jetzt aber wird die Diskrepanz zwischen hier geposteten Meinungen und der auf Hall vergebenen Noten schon recht deutlich - sollte es doch zurecht auf der Auswahlliste stehen? Woran liegen diese Unterschiede? Muss man es oft spielen, um es gut zu finden (so wie seinerzeit Doge auch erst sehr schlecht und dann recht gut dargstellt wurde).?
fragendes
ciao,
Peer (hat gestern mit seinen Eltern Leinen Los gespielt ;-) )

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Volker L.

Re: MAAM

Beitragvon Volker L. » 28. Mai 2002, 13:22

Michael Andersch schrieb:
>
> Thomas Jereczek schrieb:
>
> > Thomas (der sehr gespannt darauf ist, was die Forumsgemeinde
> > speziell Michael zu seiner neuen Abkürzungskreation sagt.
>
>
> Brilliant, Thomas, BRILLIANT!!!!
>

Da hier neuerdings so gerne Acronyme gebildet werden, die
wiederum Spiegelworte sind (komme leider momentan nicht auf den
richtigen Fachausdruck :-( ):
PEEP = [b]P[/b]ersoenliches-[b]E[/b]rste-[b]E[/b]indruck-[b]P[/b]osting
MAAM = [b]M[/b]ichael-[b]A[/b]ndersch-[b]A[/b]lleinspiel-[b]M[/b]ethode
( :evil: warum wird das nach [b]dem[/b] benannt, ich spiele doch
auch schon seit mindestens 20 Jahren so :evil: ),
sollte man da nicht den SOOR umbenennen in
[b]S[/b]pielbox-[b]O[/b]nline-[b]O[/b]ffline-[i][b]S[/b]eher[/i]? :-D

Gruss, Volker

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Thomas Jereczek

OT: MAAM

Beitragvon Thomas Jereczek » 28. Mai 2002, 13:41

Volker L. schrieb:
>
> sollte man da nicht den SOOR umbenennen in
> [b]S[/b]pielbox-[b]O[/b]nline-[b]O[/b]ffline-[i][b]S[/b]eher[/i]? :-D
>

Dann ist doch SOS (Spielbox-Offline-Seher) besser. Oder noch besser SAUG (Spielbox-Angemeldet-Abgemeldet-Gucker) :-D


> ( :evil: warum wird das nach [b]dem[/b] benannt, ich spiele
> doch
> auch schon seit mindestens 20 Jahren so :evil: ),

Du hast Dich aber nicht als Erster öffentlich dazu bekannt. ;-)

Na gut, dann gibt's eben auch ein VAV (Volkers-Alleinspiel-Versuch) :lol:

Gruß
Thomas

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Michael Andersch

Re: MAAM

Beitragvon Michael Andersch » 28. Mai 2002, 13:52

Volker L. schrieb:

> MAAM =
> [b]M[/b]ichael-[b]A[/b]ndersch-[b]A[/b]lleinspiel-[b]M[/b]ethode
> ( :evil: warum wird das nach [b]dem[/b] benannt, ich spiele
> doch
> auch schon seit mindestens 20 Jahren so :evil: ),

Aber, lieber Volker, es ist doch so dass nach Dir kein Hahn kräht. Nach markanten Personen der Zeitgeschichte werden Strassen oder Forumsabkürzungen benannt, andere sitzen in der Zeit zuhause und finden nicht mal Mitspieler :-P !

Allenfalls VLLV wäre eine geeignete Abkürzung: "Volker Landgrafs lonely Verfahren".
Aber wer will sowas schon schreiben, geschweige denn aussprechen ;-) ???

Selbstzufriedene Grüße,
Micha (der vorschlägt, weitere freche Kommentare Deinerseits dahin zu verfrachten wo sie hin gehören: in's OT-Forum!)

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Michael Schmidt

OT: Palindrome

Beitragvon Michael Schmidt » 28. Mai 2002, 13:59

Palindrome sind Wörter und Sätze, die vor- und rückwärts gelesen identisch sind. Ob es für Acronyme, die Palindrome sind einen noch spezielleren Fachausdruck gibt... ???

Rock on,

Michi

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Volker L.

Re: OT: MAAM

Beitragvon Volker L. » 28. Mai 2002, 14:09

Thomas Jereczek schrieb:
>
> Volker L. schrieb:
> >
> > sollte man da nicht den SOOR umbenennen in
> >
> [b]S[/b]pielbox-[b]O[/b]nline-[b]O[/b]ffline-[i][b]S[/b]eher[/i]? :-D
> >
>
> Dann ist doch SOS (Spielbox-Offline-Seher) besser.

:lol: Aber ob der Autor [i]damit[/i] so gluecklich waere? :-D

> Oder noch
> besser SAUG (Spielbox-Angemeldet-Abgemeldet-Gucker) :-D

:-? Versuchst Du neuerdings, uns statt eines "X" ein "A" fuer ein "U" vorzumachen?

> > ( :evil: warum wird das nach [b]dem[/b] benannt, ich spiele
> > doch
> > auch schon seit mindestens 20 Jahren so :evil: ),
>
> Du hast Dich aber nicht als Erster öffentlich dazu bekannt. ;-)

Aeh, eigentlich doch.
Micha hat in seinem Startposting des entsprechenden Threads
einen Link darauf gesetzt.
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=43700&t=43531 bzw.
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=43696&t=43531

(Abgesehen davon wurde das von mehreren Forumsteilnehmern
einschliesslich mir selbst schon frueher mal erwaehnt...

> Na gut, dann gibt's eben auch ein VAV
> (Volkers-Alleinspiel-Versuch) :lol:

Lieber nicht, das klingt zu sehr nach einer grossen Versicherungsgesellschaft :-)

Gruss, Volker

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Volker L.

Re: OT: Palindrome

Beitragvon Volker L. » 28. Mai 2002, 14:12

Michael Schmidt schrieb:
>
> Palindrome sind Wörter und Sätze, die vor- und rückwärts
> gelesen identisch sind.

Ja, danke.

> Ob es für Acronyme, die Palindrome
> sind einen noch spezielleren Fachausdruck gibt... ???

halte ich eher fuer unwahrscheinlich :-)

Gruss, Volker (der vorhin gerne ein inverses Fremdwoerterbuch gehabt haette)

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Jost Schwider

RE: OT: Palindrome

Beitragvon Jost Schwider » 28. Mai 2002, 20:02

"Michael Schmidt" hat am 28.05.2002 geschrieben:

> Palindrome sind Wörter und Sätze, die vor- und rückwärts
> gelesen identisch sind. Ob es für Acronyme, die Palindrome
> sind einen noch spezielleren Fachausdruck gibt... ???

Palonyme? :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Jost Schwider

RE: OT: MAAM

Beitragvon Jost Schwider » 28. Mai 2002, 20:02

"Volker L." hat am 28.05.2002 geschrieben:

>> Dann ist doch SOS (Spielbox-Offline-Seher) besser.
>
> :lol: Aber ob der Autor [i]damit[/i] so gluecklich waere?
> :-D

Reicht dir folgende Antwort:
:roll: Grmmph! :roll: ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Michael Schmidt

RE: OT: Palindrome

Beitragvon Michael Schmidt » 28. Mai 2002, 22:50

YAY, das ist es!!!

:)


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