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SdJ ... Qualität oder Quantität?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ina-spielbox

Re: Siedler bei anderem Verlag?

Beitragvon Ina-spielbox » 6. Juni 2002, 20:07

Frag doch mal Klaus Teuber ...

Es war auf jeden Fall ein großer Verlag und von diesem hat man in den letzten Jahren nicht viel erfolgreiches zu sehen bekommen. Der Grund war aber auch nicht, daß der Verlag das Spiel nicht mochte, sondern er wollte, daß Klaus Teuber den Räuber - im Zeichen der Zeit - durch einen Drachen ersetzte und sein Spiel entsprechend veränderte. Das wollte Klaus Teuber nicht.

Mit wissenden Grüßen

Ina Broß

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

Re: Siedler bei anderem Verlag?

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 6. Juni 2002, 20:34

Mit Verlaub, Ina.

Auch das mit dem Drachen stimmt nicht.
Höre ich übrigens heute zum ersten Mal.

Spiele Grüße
Wolfgang Lüdtke

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Ina-spielbox

Re: Siedler bei anderem Verlag?

Beitragvon Ina-spielbox » 6. Juni 2002, 20:43

Das mit dem Drachen stand seinerzeit in der Spielbox in einem Interview mit Klaus Teuber - wenn mich meine Erinnerung nicht ganz schwer trügt ???

Und was heißt "Mit Verlaub"? Ich habe den Verlag ja nicht genannt ... Weil ich nicht sicher bin, ob Klaus Teuber, das, was er mal so erzählt hat, auch öffentlich geschrieben sehen will.

Ich will auch hier nicht irgendwelche Gerüchte in die Welt setzen, sondern habe nur geschrieben, was ich glaube, zu wissen.

Hand auf's Erz

Ina

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

RE: SdJ ... Qualität oder Quantität?

Beitragvon Gerhard Passler » 6. Juni 2002, 20:56

> Ich nehme 20 Euro pro Spielerklärung. ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)

... und ich nehme gar nur 19,99 Euro pro Spielerklärung (kleingedruckt: zuzüglich Fahrtspesen, Verpflegung und Unterkunft) ;-) ;-)

> Ich möchte Peter beipflichten, der weiter oben gesagt hat, "der >Normalverbraucher ist eben nicht naiv"

100 % Zustimmung!
Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Nur hat es der Normalverbraucher bzw. Gelegenheitsspieler sehr gern - um nicht zu sagen, es ist sogar Voraussetzung - dass er das Spiel erklärt bekommt.

Gerhard (der sich jetzt schon auf die Einladung zum Spieleerklären freut)

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peer

El Grande und Normalspieler

Beitragvon peer » 6. Juni 2002, 21:08

Hi,
Dieter Niehoff schrieb:
>> Der Vergleich mit SvC ist ja nun reichlich gezogen. Aber
> könnte man nicht auch mal den Vergleich mit EL GRANDE wagen?
> Und wie war es damals mit der Spielbarkeit für Siedler-Fans?
>
Ich tue mich immer schwer einzuschätzen, was der Normalspieler kann, denn es gibt den Normalspieler nicht, ebensowenig wie es einen Vielspieler gibt... Ich denke die Bereitschaft sich mit einem Spiel auseinender zu setzen hängt auch davon ab, was man davon erwartet - wird einem ein Trans-America mit den Worten verkauft: "Ist absoluter Mist - Ich habe hier eine Zitate-Sammlung des Spielebegeisterten H.Lehr, lesen sies durch!" (Konnte nicht wiederstehen, Helmut ;-) ), wirds dem Spieler auch zu viel Aufwand sein, sich damit zu beschäftigen....

Meines Wissens war El Grande damals -auch für SdJ-Verhältnisse - ziemlich erfolgreich. Obs an dem Siedler-Sog lag, weiss ich aber natürlich nicht. In meinem Freundeskreis kams ausnahmelos gut an, auch bei Wenigspielern (die sichs z.T. auch selbst beigebracht haben) und auch bei Spielern, denen Torres "zu kopflastig" war. Immerhin hat es sich ja auch 5 Jahre am Markt gehalten und es gab ein paar Erweiterungen, dass können andere (hier beliebte) komplexere Spiele wie Löwenherz oder Euphrat & Tigris nicht von sich behaupten.
ciao,
Peer

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Gustav der Bär

OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Gustav der Bär » 6. Juni 2002, 22:00

Also, ich werde jetzt mal erzählen, wie es wirklich war mit der Entstehung der "Siedler von Catan":

Nur wenige Eingeweihte wissen, dass "Die Siedler von Catan" ursprünglich ein altes keltisches Spiel ist, auf das Klaus Teuber als junger Mann eher zufällig stieß. Er befand sich damals mit zwei Freunden (deren Namen ich hier aus Rücksicht auf die Familien nicht nennen möchte) in Irland, genauer gesagt: In der Galway Bay.

Dort recherchierte er für seine Magisterarbeit über zahnmedizinische Behandlungsmethoden der Kelten zur Völkerwanderungszeit. Bis zu diesem Zeitpunkt, soviel konnte ich eindeutig in Erfahrung bringen, hatte er noch niemals ein Spiel erfunden, geschweige denn veröffentlicht.

Eines Tages wurden die drei Freunde bei einem Ausflug von einem Regenguss überrascht und fanden Unterschlupt in einem Wohnwagen, der einer Familie von Tinkern (einer ruhelos in Irland umherwandernden Sippe) gehörte. Wie es der Zufall wollte, litt eine alte Tinkerin, die im Wohnwagen lebte, unter furchtbaren Zahnschmerzen und Klaus Teuber gelang es, ihr mit einfachsten Mitteln in einer raschen Notoperation zu helfen. (Ich glaube, es ging dabei um die Öffnung einer Eitertasche im linken hinteren Unterkiefer - in diesem Punkt bin ich allerdings nicht ganz sicher und möchte mich daher nicht festlegen.)

Der Mann der alten Frau bot Klaus aus Dankbarkeit est Geld, dann einen prämierten Widder an, aber das erste schlug Klaus mit Rücksicht auf die offensichtliche Bedürftigkeit der Familie aus, das zweite mit Rücksicht auf das eingeschränkte Handgepäck eines Flugreisenden.

So erhielt er etwas, das ungleich wertvoller war, als das, was er zuvor ausgeschlagen hatte - und zugleich auch ungleich furchtbarer: Eine alte Handschrift, die - auf wer weiß welche Weise - in den Besitz der Tinker gelangt war und die dem, der sie entziffern konnte, Ruhm und Ehre versprach ... aber für einen hohen Preis.

Die drei jungen Männer dachten sich zunächst nichts weiter dabei, nahmen das Geschenk an - wohl auch, um die etwas peinliche Situation endlich zum Abschluss zu bringen - und verließen den Wohnwagen, als der Himmel aufgeklart hatte. (Nicht von ungefähr sagt man in Irland: "Wenn Ihnen das Wetter bei uns nicht gefällt, warten Sie eine Viertelstunde.".)

Tja, und jetzt beginnt der wirklich seltsame Teil der Ereignisse: Daheim an der Universität von Darmstadt, wo alle drei studierten, begann einer von Klaus Teubers Freunden, in der Bibiliothek mit der Übersetzung des Textes. Er schien ganz in dieser Aufgabe aufzugehen, denn er versäumte die gemeinsamen Treffen, erschien kaum noch zu den Vorlesungen und wer ihn kannte, fand, das sich sein Charakter zum Negativen veränderte.

Schon hatten sich die beiden anderen damit abgefunden, einen Freund verloren zu haben, da wurde ihnen überraschend klar gemacht, wie weit der Verlust wirklich ging: Ihr Freund verschwand spurlos unter Zurücklassung seiner ganzen Habe, darunter auch den ersten Fragmenten der Übersetzung.

Erst ein paar Jahre später - er war bereits im väterlichen Zahnlabor tätig - wurde Klaus Teuber erneut mit diesen schon halb vergessenen Ereignissen konfrontiert. Der zweite Freund, inzwischen als Jurist in einer angesehenen Frankfurter Patentrechts-Kanzlei tätig, hatte damals unbemerkt das Manuskript und die angefangene Übesetzung an sich genommen. Eines Abends rief er - offenbar in Panik - bei Klaus an und bat ihn, sofort zu ihm zu kommen. Nun hatte Klaus damals bereits andere Verpflichtungen, zu dem war die alte Freundschaft durch die Trennung abgekühlt, und er kam der Bitte nicht nach.

Da traf es ihn doch recht hart, als er erfuhr, dass sein alter Freund noch in der Nacht nach dem Telefongespräch ebenfalls spurlos verschwunden war. Doch hatte er noch vor seinem Tod ein Päckchen an Klaus aufgegeben. Als Klaus das Päckchen bekam, fand er darin das Manuskript und eine schon weiter gediehene Übersetzung, an der sein zweiter Freund da weiter gemacht hatte, wo der erste nicht mehr weiter machen konnte.

Tja, und so kam Klaus Teuber in den Besitz der nicht ganz vollständigen Regel eines alten Keltischen Spiels (dessen originaler Name besser nicht genannt wird), das den Kelten wohl als Hilfsmittel diente, Kontakt zu den weniger philantropischen unter ihren Göttern aufzunehmen, und bei dem das wichtigste fehlte und wohl auch für immer fehlen wird: Das geheime Wissen der Druiden um die richtige Anwendung der Regel und die wahre Bedeutung der WORTE.

Klaus Teuber war klüger als seine Freunde: Er versuchte niemals, den Originaltext weiter zu übersetzen. Statt dessen beschäftigte er sich über Jahre hinweg mit den Übersetzungs-Fragmenten und schuf daraus (um es klar zu sagen: Aus einem SEHR kleinen Teil des Textes) das Catan-Grundspiel. Aber es scheint ihn nicht los zu lassen; selbst in der Übersetzung, durch die die WORTE einen großen Teil ihrer magischen Energie verloren haben, zwingt ihn der Text doch immer wieder, weitere Teile der Übersetzung zu nehmen und daraus neue Ergänzungen zu formen.

Wo wird das enden? Ist es wirklich so, wie eine Notiz des ersten Übesetzers wohl andeutet, dass eine namenlose Wesenheit sich aus den WORTEN formt, wenn diese erst alle übertragen wurden?

Ich persönlich mag derli absurde Hypothesen nicht glauben: Es muss eine natürliche Erklärung für die Ereignisse geben ... aber andererseits finde ich es doch beruhingend zu wissen, dass das Originalmuanuskript derzeit in einer versiegelten Stahlkassette in einem verschlossenen Kellerraum des Kosmos-Verlags lagert.

... und dass der Hausmeister, der letztens den Gang vor dieserm Raum gefegt hat, plötzlich angefangen haben soll, in einer unverständlichen Sprache zu reden, halte ich für ein an den Haaren herbei gezogenes Gerücht.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)
------------------------------------
"Was wir wirklich brauchen, meine Herren, sind neue Klischees!" (Samuel Goldwyn zu seinen Drehbuchautoren)

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Tobias / Glomeor

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Tobias / Glomeor » 6. Juni 2002, 22:19

Hi Gustav,

immer wenn ich keine Lust habe einen ganzen Thread eines halbwegs interessanten Themas durchzulesen, picke ich mir manchmal ganz gezielt Deine Postings raus, wenn die magischen Buchstaben OT eine Deiner traumhaften Kurzgeschichten aus Deinem offenbar reichhaltigen historischen Wissen versprechen.

Vielen Dank ;-)
Tobias
P.S.: Jetzt werde ich morgen endlich mal umsetzen, was ich schon länger verschusselt habe; mir ein Buch von Dir zu kaufen. Welches findest Du denn persönlich am meisten gelungen?

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Ina-spielbox

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Ina-spielbox » 6. Juni 2002, 22:22

:lol: :-? :lol: :-P :-)) :lol: :roll :lol: :oops: :-/ :lol: :-O :lol:

Mit superbelustigten Grüßen

Ina und Bärchen

(wollten so einen Beitrag schon immer mal verfassen)

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Christian Schnabel » 6. Juni 2002, 23:14

Hallo Gustav,

endlich kennen wir die "wahre Geschichte".

Fortesetzung erbeten.


Viele Grüße

Christian Schnabel

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Peter Steinert

Re: SdJ ... Qualität oder Quantität?

Beitragvon Peter Steinert » 6. Juni 2002, 23:32

Claus schrieb:

> Ich schließe daraus, das PR vorne liegt.
> Wie wird es aber bei Karstadt und bei Toys sein?

Wahrscheinlich genau umgekehrt, sofern auf Puerto Rico kein "roter Pöppel" klebt ;-)

Aber wie gesagt, Verkaufszahlen machen aus einem Gut noch lange kein gehaltvolles Kulturgut.

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 7. Juni 2002, 00:16

Köstlich, einfach köstlch!

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Christian Hildenbrand

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Christian Hildenbrand » 7. Juni 2002, 00:46

Ich glaube, ich habe schon viel zu lange ein Buch von Dir ungelesen neben mir in meiner Will-ich-irgendwann-mal-lesen-Kiste liegen ... ;-)

Habe mich schon lange nicht mehr so amüsiert bei einem Posting !!! :lol:

Erfreute Grüße ! :-)

Ciao, Christian (... findet die Geschichte aber gar nicht sooooo abwegig ... :lol: )

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Marten Holst

RE: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Marten Holst » 7. Juni 2002, 01:19

Moinle,

:lol:

Wortlose Grüße
Marten (amüsiert sich gerne)

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Roman Pelek

[tutto kompletti OT] Danksagung, schriftliche welche

Beitragvon Roman Pelek » 7. Juni 2002, 02:07

Hi Gustav,

es bleibt mir nach wie vor nur, Dir sprachliche und imaginative Exzellenz zur Last zu legen. Und bitte lass das doch, es macht das Forum doch so viel weniger sachlich und so viel unterhaltsamer - und wer will das schon ;-) Es fehlt mir deutlich an Verbissenheit... :-D

Ciao,
Roman (wenn schon OT, dann GdB)

P.S.: Ach ja, danke, ich hatte auch mein Quentchen (nein: nicht irregeleiterweise Quäntchen) Spaß :)

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Gustav der Bär

OT: Bärenbücher

Beitragvon Gustav der Bär » 7. Juni 2002, 05:42

Tobias / Glomeor schrieb:
> P.S.: Jetzt werde ich morgen endlich mal umsetzen, was ich
> schon länger verschusselt habe; mir ein Buch von Dir zu
> kaufen. Welches findest Du denn persönlich am meisten gelungen?

Danke dir für das Lob, lieber Glomeor, und ebenso den anderen Kommentatoren

Tja, welches Buch ist besser gelungen? Aus meiner sehr subjektiven Sichtweise kann ich eigentlich nur sagen, dass ich sie beide für gut halte.

Sowohl "Die Nacht des Kalifen" als auch "Die Burg der Alchimisten" sind Detektivgeschichten im klassischen "Closed Room Mystery"-Stil, also Geschichten, die sich um einen Mord ranken, der in einem geschlossenen Raum begangen wurde, den allem Anschein nach der Täter weder hätte betreten noch verlassen können.

Der Haupt-Unterschied - abgesehen davon, dass der "Kalif" zur Zeit der Kreuzüge im Orient spielt und die "Alchimisten" in der Renaissance in Deutschland - besteht wohl darin, dass im ersten Buch die Helden nur ihren Verstand bei der Lösung des Rätsels einsetzen, während das zweite das (unausgesprochene) Motto illustriert: "Mit einem freundlichen Wort und etwas Gewalt kommt man viel weiter als nur mit einem freundlichen Wort."

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Ronald Novicky

Re: SdJ ... Qualität oder Quantität?

Beitragvon Ronald Novicky » 7. Juni 2002, 06:40

Peter Steinert schrieb:
>
> Hallo Roland,
>
Hallo Peter,
ich heiß' Ronald :-)

> Carcassonne war in der Tat ein idealer Preisträger. Auch TA
> wird sich bei Spielern, die nur einen geringen Aufwand
> betreiben wollen, wenn sie spielen, blendend verkaufen, da
> habe ich gar keine Zweifel. Wie lange werden sie dieses Spiel
> aber regelmäßig spielen? Es gibt eine lange Zeit nach dem
> Regelstudium, während der ein Spiel beweisen muß, daß es
> Gehalt hat und das den Spielern die Möglichkeit des
> Entdeckens bietet, das überraschen kann.

Das ist eine sehr interessante Aussage, welche vermutlich locker einen eigenen Thread verdient hätte: Der Wiederspielwert!
Ab einer gewissen Menge an Spielen verliert man dieses Qualitätskriterium vermutlich aus den Augen, da man weit mehr Spiele als Spieleabende hat...

Wenn ich nun davon ausgehen würde, dass ich nur eine Handvoll Spiele zu Hause habe, würde ich wohl nicht so viel Zeit am Spieltisch verbringen, da mir die Abwechslung fehlt. Ich glaube, dass sich nach der 10. Partie hintereinander auch PR abnützen würde...
So kann ich z.B. nach ca. 20 oder 30 Partien SvC das Spiel nimmer sehen; selbst Civi habe ich nach 5 Partien in einem Jahr in eine Ecke gelegt (und dort liegt's auch schon seit Jahren... das Spiel ist für mich irgendwie ausgelutscht.)

Interessanterweise spiele ich mindestens einmal im Monat eine 18xx Variante, das liegt aber vielleicht auch daran, dass es soviele verschiedene davon gibt.

Wenn ich vom Durchschnitts- (oder vielleicht auch Fastnicht-) Spieler ausgehe, so denke ich, dass er erst mal einen Grundstock aufbauen muss, sagen wir, so ungefähr 5 bis 10 Spiele, die in einer nicht-Freak Runde problemlos zu spielen sind. Falls der Funke überspringt, wird sich diese Person sicherlich gerne auch mal die Zeit nehmen, eine etwas umfangreichere Regel durchzuackern.

> Ich schaue mir gerade die Verkaufszahlen beider Titel an. Ihr
> werdet nicht glauben, wer in Führung liegt :-)
>
> Peter (hat nicht nur Insider - Kunden)

Ich entnehme Deinen Zeilen, dass Du in der Branche arbeitest - wenn Du im Verkauf tätig bist, hast Du freilich auch die Möglichkeit, die Wahl Deiner 'Durchschnitsskunden' zu steuern - was ich in diesem Falle ja für gut halte!
Meine Erfahrungen im Verkauf waren diese, dass Kunden, welche z.B. ein einfacheres SdJ (konkretes Beispiel war Mississippi Queen) gekauft haben, gerne wiedergekommen sind und nach mehr Spielen gefragt haben (und diese auch noch kauften!). Und das sind/werden die Leutchen sein, welche es Verlagen ermöglichen, auch anspruchsvolle Titel (wie z.B. Alea) weiterhin zu produzieren, auch wenn sie sich nicht so oft verrkaufen wie die normale Ravensburgerlinie.

lg
Ronald.

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Michael Andersch

Re: SdJ ... ein anderer Vergleich

Beitragvon Michael Andersch » 7. Juni 2002, 07:40

Wolfgang Ditt schrieb:

> Originell finde ich es auch. Ein Bauspiel, bei den mein
> eigener Anfang später Allgemeingut wird, fällt mir sonst
> nicht ein.

Neben Linie 1 würden mir da noch weitere Eisenbahnspiele (Dampfross - ok, nicht so ganz, da ich für die Nutzung des Allgemeinguts bezahlen muss / Volldampf) einfallen.

Aber viele davon gibt es wirklich nicht.

Viele Grüße,
Micha

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Michael Andersch

Re: Siedler bei anderem Verlag?

Beitragvon Michael Andersch » 7. Juni 2002, 07:42

Ich habe mal irgendwo gelesen dass es Goldsieber gewesen sein soll.

Frag mich jetzt aber nicht wo (Spielbox? Fairplay? Irgendwo in den Weiten des Internets?).

Viele Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon Arne Hoffmann » 7. Juni 2002, 08:09

Moin Gustav!

:lol: (hier fehlt der Tränen-lachende Smilie)

Super!

- Arne -

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Harald Schrapers

Goldsieber ist falsch

Beitragvon Harald Schrapers » 7. Juni 2002, 08:20

Michael Andersch schrieb:

> Ich habe mal irgendwo gelesen dass es Goldsieber gewesen sein
> soll.

Das ist falsch, insbesondere weil Klaus Teuber selbst redaktionell mitverantwortlich für das Goldsieberprogramm war.

In meiner Geschichte des TM-Verlags (Adresse siehe oben), die ich für die Fairplay geschrieben hatte, heißt es:

„Goldsieber und die Siedler von Catan hatten sich um zwei Wochen verpasst. Als das verbindliche Kooperationsangebot von Simba endlich vorlag, hatten Reiner Müller, der als Spieleredakteur bei Franckh-Kosmos arbeitete, und Klaus Teuber bereits entschieden, dass die Siedler in der Franckh-Spiele-Galerie erscheinen sollen. Denn selbst für die Siedler war es nicht einfach, einen Verlag zu finden. Zwei Häuser hatten das Spiel abgelehnt oder verlangten erhebliche thematische Änderungen.“

Gruß
Harald

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

Re: Siedler bei anderem Verlag?

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 7. Juni 2002, 08:59

Sorry Ina,
ich wollte dich nicht angehen.
Aber erst das Gerücht von Steffen mit Ravensburger und dann noch deine Drachen ...
das musste ich einfach richtig stellen.
Spiele Grüße
Wolfgang

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Michael Andersch

Re: Goldsieber ist falsch

Beitragvon Michael Andersch » 7. Juni 2002, 09:06

Harald Schrapers schrieb:

> „Goldsieber und die Siedler von Catan hatten sich um zwei
> Wochen verpasst. Als das verbindliche Kooperationsangebot von
> Simba endlich vorlag, hatten Reiner Müller, der als
> Spieleredakteur bei Franckh-Kosmos arbeitete, und Klaus
> Teuber bereits entschieden, dass die Siedler in der
> Franckh-Spiele-Galerie erscheinen sollen. Denn selbst für die
> Siedler war es nicht einfach, einen Verlag zu finden. Zwei
> Häuser hatten das Spiel abgelehnt oder verlangten erhebliche
> thematische Änderungen.“

Hallo Harald,

stimmt, das war sogar der Text den ich meinte!
Da hab ich wohl auch was verwechselt - so entstehen Gerüchte...

Vielen Dank für Deinen Hinweis,
Micha

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Stefan Heinze

Re: SdJ ... Qualität oder Quantität?

Beitragvon Stefan Heinze » 7. Juni 2002, 09:33

>Aber wie gesagt, Verkaufszahlen machen aus einem Gut noch lange
>kein gehaltvolles Kulturgut.

Mit einer gegebenen Grundqualität des Spiels sind aber hohe Verkaufszahlen gute Werbung für das Kulturgut Spiel.
Denn dann wird es überhaupt nennenswert wahrgenommen.

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Stefan Heinze

Re: TA - Linie 1

Beitragvon Stefan Heinze » 7. Juni 2002, 09:54

Stimmt, quasi ein Linie 1-light.

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HBS

Re: OT: Catan - wie es WIRKLICH anfing

Beitragvon HBS » 7. Juni 2002, 10:30

Moin Gustav,

ich auch: :-) :-)) :lol:

...und dabei hab' ich doch eigentlich zur Zeit gar keine Zeit, hier mitzulesen... aber glücklicherweise stolpere ich auch dabei zumindest über die wesentlichen Postings!

Gruß,
Hanna
(muß gleich endlich ihr neues Fahrrad abholen, das den Alltag wieder sehr erleichern wird!)


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