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RF: Das Tal der Mammuts

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Thomas Conrad

RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Thomas Conrad » 9. Juni 2002, 13:42

Hallo liebes Forum,

gestern haben wir "Das Tal der Mammuts" (neue Vesion vom letzten Jahr) von Eurogames zum ersten mal auf den Tisch gebracht. Dabei ergab sich zwichen mir und einem landjärigen Mitspieler eine so heftige Regeldiskusion das wir das Spiel abbrechen mußten.

Folgender Text steht in der Anleitung:

Gewinn von Nahrungspunkten

FISCHEN (das ganze Jahr): 1 Nahrungspunkt für jedes besetzte Feld, das an einem See oder an einen Fluss grenzt. Ein Feld, das sowohl an einem See als auch an einen Fluss grenzt, bringt 2 Nahrungspunkte ein.

SAMMELN (im Sommer): 1 Nahrungspunkt für jedes besetzte Waldfeld. (auf einem Waldfeld am See- oder Flussufer kann man sowohl fischen als auch Nahrung sammeln, man kann hier folglich zwei Nahrungspunkte bekommen.)

Nun, für mich war die Sache klar. Es gibt z.B. zwei Flüsse und einen See. Jedes Feld das ich besetze und an ein Gewässer grenzt gibt es EINEN Nahrungspunkt. Ausser wie z.B. in Gebirge 2, hier gibt es zwei Bergfelder die gegenüber von Waldfeld grün k liegen, dazwischen verläuft ein Fluss und auf der anderen Seite ist der See, also gibt es hier 2 Nahrungspunkte.

So nun gibt es aber eine zweite Aussage. Und zwar das ich nicht 1 Nahrungspunkt für den einzelnen Flus bekomme, sondern jeweils einen für jede Grenzlinie die an diesem Fluss liegt. Das wäre bei grün k dann 1 Nahrungspunkt für den Wald (ist auch völlig unstrittig) + 2 Nahrungspunkte für den Fluss, da er ja über 2 der Grenzlinien verläuft. Es handlt sich hier ja um Hexafelder die nun mal mehrere Ecken und Linien haben.

Nun vielleicht liegt der Irrtum ja auch bei mir.

Ich habe dann versucht die Sache mit Logik zu argumentieren, dass man gleichzeitig seine Angel in den See und in den Fluss werfen kann, aber nicht mehrere Angeln über eine längere Strecke in den Fluß. Genau davon wurde, immer noch rein logisch versteht sich, aber ausgegangen. Im nachhinein muß ich allerdings sagen, dass man sowas überhaupt nicht mit Logik erklären kann, denn schließlich ist auch nicht logisch das Frauen nach der Geburt sofort erwachsene Krieger gebären.

Ich wäre um viele Stellungsnahmen sehr dankbar, damit wir eine Einigung finden können, da ich sonst vermute, dass dies sehr schöne Spiel so schnell nicht mehr auf den Tisch kommt. Den gestern war die Dikussion echt sehr verfahren (was allerdings sehr selten vorkommt.)

Gruß Thomas ( der manche Regeln eindeutig findet, aber seine Mitspieler nicht immer)

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hannes

Re: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon hannes » 9. Juni 2002, 14:49

> FISCHEN (das ganze Jahr): 1 Nahrungspunkt für jedes besetzte
> Feld, das an einem See oder an einen Fluss grenzt. Ein Feld,
> das sowohl an einem See als auch an einen Fluss grenzt,
> bringt 2 Nahrungspunkte ein.

Irrtum : Schau mal beim angegebenen Link nach.
Löst das euer Problem schon ?

Ciao
hannes

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Kathrin Nos
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RE: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Kathrin Nos » 9. Juni 2002, 19:37

Hallo Thomas,

"Thomas Conrad" hat am 09.06.2002 geschrieben:
> Folgender Text steht in der Anleitung:
>
> Gewinn von Nahrungspunkten
>
> FISCHEN (das ganze Jahr): 1 Nahrungspunkt für jedes
> besetzte Feld, das an einem See oder an einen Fluss grenzt.
> Ein Feld, das sowohl an einem See als auch an einen Fluss
> grenzt, bringt 2 Nahrungspunkte ein.

Das ist leider ein Fehler in der Anleitung. Ein Feld kann höchstens insgesamt einen Punkt Nahrung durch Fischen einbringen. Das hat Bruno Faidutti selbst hier im Forum bestätigt.

> SAMMELN (im Sommer): 1 Nahrungspunkt für jedes besetzte
> Waldfeld. (auf einem Waldfeld am See- oder Flussufer kann
> man sowohl fischen als auch Nahrung sammeln, man kann hier
> folglich zwei Nahrungspunkte bekommen.)

Richtig.

> Nun, für mich war die Sache klar. Es gibt z.B. zwei Flüsse
> und einen See. Jedes Feld das ich besetze und an ein
> Gewässer grenzt gibt es EINEN Nahrungspunkt. Ausser wie
> z.B. in Gebirge 2, hier gibt es zwei Bergfelder die
> gegenüber von Waldfeld grün k liegen, dazwischen verläuft
> ein Fluss und auf der anderen Seite ist der See, also gibt
> es hier 2 Nahrungspunkte.

Für Gebirgsfelder, die an Fluss und See liegen, gibt es trotzdem nur einen Nahrungspunkt durch Fischen.

> So nun gibt es aber eine zweite Aussage. Und zwar das ich
> nicht 1 Nahrungspunkt für den einzelnen Flus bekomme,
> sondern jeweils einen für jede Grenzlinie die an diesem
> Fluss liegt. Das wäre bei grün k dann 1 Nahrungspunkt für
> den Wald (ist auch völlig unstrittig) + 2 Nahrungspunkte
> für den Fluss, da er ja über 2 der Grenzlinien verläuft. Es
> handlt sich hier ja um Hexafelder die nun mal mehrere Ecken
> und Linien haben.

Jedes Feld bringt höchstens einen (1) Punkt durch Fischen...

> Ich wäre um viele Stellungsnahmen sehr dankbar, damit wir
> eine Einigung finden können, da ich sonst vermute, dass
> dies sehr schöne Spiel so schnell nicht mehr auf den Tisch
> kommt. Den gestern war die Dikussion echt sehr verfahren
> (was allerdings sehr selten vorkommt.)

Ich habe oben einen Link zu einem Posting angegeben, das eine kleine Sammlung von Dingen enthält, die hier im Forum diskutiert wurden.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

P.S.: Villa Paletti ist für mich der heisse Kandidat auf das SdJ - ich mag aber sowohl TA als auch PR sehr :-) . Hat mich doch gerade mehr als zwei Stunden gekostet, alles der vergangenen Woche auch nur annähernd nachzulesen (habe nämlich einen einwöchigen tollen Frankreich-Urlaub auf dem Pferd erlebt - jeden Tag zwischen 5 und 7 Stunden in schicker Natur reiten, so dass mit dem Kümmern um die Pferde und mit leckerem Essen der Tag gut ausgefüllt war. Immerhin haben wir 6 nimmt! erfolgreich nach Frankreich exportiert :-) ).
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Markus Barnick

RE: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Markus Barnick » 9. Juni 2002, 22:38

Diese Frage habe ich an BF in der alten Spieleversion auch schon mal gestellt. Bruno hat dazu eindeutig Stellung bezogen. Es ist hier nicht wie bei Siedler, daß die STraßen am Feld zählen, sondern das Feld ist der Bezugspunkt - und daran fließt der Fluß vorbei und bringt 1 Punkt. Egal an wie vielen Seiten er vorbeifließt. Das steht auch eindeutig in der Regel!!!

> Absatz "Fischen": Ein Feld, das sowohl an einen See als auch an einen Fluss grenzt, bringt nur 1 Nahrungspunkt ein.

das wundert mich etwas. Ich glaube in der alten Version war es so - und es war auch ursprünglich so gemeint, daß der See noch einen ZUSÄTZLICHEN Punkt bringt. Aber wenn Bruno das nicht will - na gut. Vielleicht irre ich hier auch.


Markus
http://www.Barnick.de/spieler.htm
(hat neulich festgestellt daß man auch in der neuen Version von "La Vallee..." gewinnen kann, obwohl es weniger Nahrung gibt.

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Bernd Menzel

Re: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Bernd Menzel » 10. Juni 2002, 08:31

Wir haben das ganze so gelöst:

Für jeden Fluß inklusive des ggf. zugehörigen Sees, an den ein Feld mit mindestens der Hälfte einer Kante grenzt, kann ein Nahrungspunkt gewonnen werden.

Es gibt auf dem Spielplan dann ein Feld (es ist glaube ich ein Gebirgsfeld), das an 2 Flüsse grenzt. Für dieses Feld gibt's dann 2 Nahrungspunkte durch Fischfang.

Bernd

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Volker L.

RE: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Volker L. » 10. Juni 2002, 14:47

Kathrin Nos schrieb:
>
> Hallo Thomas,
>
> "Thomas Conrad" hat am 09.06.2002 geschrieben:
> > Folgender Text steht in der Anleitung:
> >
> > Gewinn von Nahrungspunkten
> >
> > FISCHEN (das ganze Jahr): 1 Nahrungspunkt für jedes
> > besetzte Feld, das an einem See oder an einen Fluss grenzt.
> > Ein Feld, das sowohl an einem See als auch an einen Fluss
> > grenzt, bringt 2 Nahrungspunkte ein.
>
> Das ist leider ein Fehler in der Anleitung. Ein Feld kann
> höchstens insgesamt einen Punkt Nahrung durch Fischen
> einbringen. Das hat Bruno Faidutti selbst hier im Forum
> bestätigt.

Es gibt 2 Stellen in der Regel, wo Widersprueche zwischen Bruno
und der Eurogames-Ausgabe existieren.
Zum einen die Frage des Fischens (Bruno: See oder Fluss - max.
eine Nahrung / Eurogames: See - 1 Nahrung, Fluesse (egal wieviele)
auch 1 Nahrung (also ganz selten 2),
zum Anderen die Staerke der Tiere (Bruno: Jedes Tier einen Punkt/
Eurogames: Jedes Tier soviele Punkte wie es Nahrung ergibt).
Ich hatte Uwe Walentin darauf angesprochen (ob im Forum oder
mit privater Mail weiss ich nicht mehr), und er schlug vor,
in beiden Faellen jeweils die spielerfreundlichere Version zu
nehmen, also beim Fischen die Eurogames-Auslegung und bei den
Tieren die Bruno-Original-Regel.

Gruss, Volker

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Oli-spielbox

RE: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Oli-spielbox » 11. Juni 2002, 13:37

Volker L. schrieb:

> Es gibt 2 Stellen in der Regel, wo Widersprueche zwischen Bruno
> und der Eurogames-Ausgabe existieren.
> zum Anderen die Staerke der Tiere (Bruno: Jedes Tier einen
> Punkt/
> Eurogames: Jedes Tier soviele Punkte wie es Nahrung ergibt).

Das stimmt nicht ganz, denn in der Regel steht auch die Auslegung von Bruno. (jedes Tier ein Punkt). Die "Eurogames-Variante" ist mehr eine althergebrachte Hausregel, die Uwe Walentin uns z. B. bei der Spielemesse vorgestellt hat. Wir haben bisher immer mit ihr gespielt, was öfters zum frühen Ableben aller Stämme geführt hat. ;)

Ciao, Oli

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Kathrin Nos
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RE: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Kathrin Nos » 11. Juni 2002, 14:08

Hallo Volker,

"Volker L." hat am 10.06.2002 geschrieben:
> Es gibt 2 Stellen in der Regel, wo Widersprueche zwischen
> Bruno
> und der Eurogames-Ausgabe existieren.
> Zum einen die Frage des Fischens (Bruno: See oder Fluss -
> max.
> eine Nahrung / Eurogames: See - 1 Nahrung, Fluesse (egal
> wieviele)
> auch 1 Nahrung (also ganz selten 2),

Das ist es ja, was ich meinte.
Hier übrigens der Link zu Brunos Posting, das ich oben meinte:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=29918&t=29871

> zum Anderen die Staerke der Tiere (Bruno: Jedes Tier einen
> Punkt/
> Eurogames: Jedes Tier soviele Punkte wie es Nahrung ergibt).
> Ich hatte Uwe Walentin darauf angesprochen (ob im Forum oder
> mit privater Mail weiss ich nicht mehr), und er schlug vor,
> in beiden Faellen jeweils die spielerfreundlichere Version
> zu
> nehmen, also beim Fischen die Eurogames-Auslegung und bei
> den
> Tieren die Bruno-Original-Regel.

Bruno äussert sich hier:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=28507&t=28503

Zu ersterem Punkt, also dem mit der Nahrung, bin ich persönlich dafür, es nach Brunos Regel zu spielen, also höchstens ein Nahrungspunkt pro Feld durch Fischen. Zunächst hatten wir es nämlich nach der in der Regel abgedruckten Version (2 Nahrungspunkte, falls an See UND Fluss) gespielt. Das kann zu der Situation führen, dass sich jemand auf den Gebirgsfeldern zwischen See und Fluss (es gibt auf der einen Spielfeldseite, glaube ich, nur zwei Felder, die an See und Fluss angrenzen) einigelt, und sich dann im Hinterland zwischen Spielfeldrand und Fluss ungehindert ausbreiten kann.

Dadurch kam es bei uns mehrmals zu schnellen Siegen eines solchen Spielers, gegen die man wenig ausrichten konnte (es sei denn, die Ereignisse erlauben es, z.B. zugefrorener Fluss).

Seit Brunos Klarstellung spielen wir mit der Regel, dass man max. 1 Nahrungspunkt pro Feld durch Fischen erhalten kann, und finden das Spiel deutlich ausgeglichener.

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Thomas Conrad

Re: RF: Das Tal der Mammuts

Beitragvon Thomas Conrad » 11. Juni 2002, 18:58

Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Hilfen und Kommentaren.

Gruß Thomas


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