Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 21. Juni 2002, 20:00
Hallo Roland,
Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Welche Spiele hingegen findesrt Du unproblematisch. Wenn ich
> meinen Spieleschrank so durchgehe ... in vielen Spielen
> müssen mehr fühlende Individuen ihr Leben lassen, z.B.
> Risiko, EVO, Attila, Tal der Mammuts, .... um nur einige zu
> nennen.
>
> Kennst Du Guillotine eigentlich? Oder hast Du all Dein Wissen
> aus der knappen Pressemitteilung?
>
Zunächst: Guillotine (jedenfalls dieses) kenne ich nicht, es ist ja noch nicht erschienen. Die Pressemitteilung soll, denke ich, einen Zweck erfüllen, nämlich über das wesentliche eines neuen Spiels so informieren, dass man sich ein Bild machen kann. Meine Bemerkungen legen dies zugrunde.
Ich habe auch durchaus nicht eine ganz allgemeine Diskussion zu Gewalt im Spiel lostreten wollen, sondern mich auf ein ganz bestimmtes Spiel, ausgehend von der Pressemitteilung, dazu bezogen. Zum Thema allgemein ließe sich so vieles sagen, dass es den Rahmen dieses Forums sicher sprengt. Es wird auf das einzelne Spiel und darauf ankommen, welches Thema dieses hat und wie es dieses -hier nach der Pressemitteilung- umsetzt. Vieles spielt da eine Rolle, so z.B. auch der Abstrahierungsgrad; ich würde etwa Schach nicht mit dem in der Pressemitteilung beschriebenen Guillotine vergleichen wollen. Was mich bei Guillotine stört, ist die Direktheit bezogen auf einzelne Individuen, die sozusagen köpfbereit vor einer dreidimensionalen Guillotine liegen und zum Köpfen hinsichtlich der Reihenfolge -geköpft werden sollen sie ja alle- nach ihrem Punktwert ausgewählt werden. Das kann man so satirisch verpacken wie man will, es ist einfach nur schrecklich. Jedenfalls in die Hand von Kindern und Jugendlichen gehört so etwas nicht. Auch als Erwachsener kann ich nicht verstehen, wie man so etwas auch nur andeutungsweise lustig finden kann. Das Köpfen eines Menschen wird nicht dadurch lustig, dass ich es in ein Spiel verpacke und dieses als Satire aufziehe.
Offen gestanden macht es mich betroffen, dass hier anscheinend niemand -bisher zumindest- meine Meinung teilen kann.
Schließlich: Welche Spiele ich unproblematisch finde? Das ist eine Frage, die man fast nicht beantworten kann. Ableiten mag man es aus meinem Lieblingsspiel: 1829 (oder jetzt: 1825).
Gruß
Ernst-Jürgen