Beitragvon Michael Andersch » 31. Juli 2002, 08:16
Volker L. schrieb:
>
>
> Hier erlaube ich mir, energisch zu widersprechen. Wenn Du dFvF
> schon haeufiger (und in nicht zu grossen Abstaenden) gespielt
> hast, wird Dir das womoeglich nicht mehr bewusst sein, weil Du
> die Karten ungefaehr kennst, aber im Prinzip musst Du Dir erst
> den Text aller Karten durchlesen (zum Glueck gibt's die auf 2
> Uebersichtsseiten am Ende der Regel) [i]bevor[/i] Du Dich fuer
> oder gegen den Erwerb einer solchen Karte entscheidest, denn
> nur
> dann kannst Du ungefaehr und mit einem grossen Zufallsfaktor
> belastet abschaetzen, ob es sich lohnt oder Du nicht doch vom
> Bau eines Gebaeudes oder der Ersteigerung eines Gauklers
> letztlich mehr profitierst.
Sehe ich nicht so. da ich nicht genau weiß, welche Karten ich zur Auswahl haben werde ist mir eh bewusst, dass ich mich auf was glücksabhängiges einlasse. Und ich gehe da einfach mit dem Wissen ran "es gibt keine schlechten Karten, die ich ziehen kann. Nur gute und weniger gute."
Wenn man denn in seiner ersten oder zweiten Partie glaubt, so verbissen spielen zu müssen, das dieses Wissen nicht ausreicht und man unbedingt (auf Kosten längerer Wartezeiten für alle) so verbissen spielen möchte, dann kann man das tun.
Ich tu's nicht.
Außerdem habe ich nicht gesagt, dass DFvF leichter zu gewinnen sei als PR. Hierzu mag das Kennenlernen bzw. die Analyse der Karten während des Spiels durchaus notwendig sein.
Es ging lediglich um den EINSTIEG, und der ist bei den Fürsten deshalb einfacher, weil alle Karten der gleichen Spielmechanik (wann bekomme ich sie, wann darf ich sie einsetzen,...) unterliegen, was bei den Gebäuden in PR nicht der Fall ist.
Unter EINSTIEG verstehe ich "Wie funktioniert das Spiel, was darf ich wann machen und in welcher Reihenfolge, was hat wann welche Auswirkungen?"
Unter Einstieg verstehe ich NICHT "wie spiele ich das Spiel optimal".
Geldmangel:
> Doch, es [b]ist[/b] ein typischer Anfaengerfehler, weil man
> schlicht einige pekunaere Faktoren wie den Geldbedarf zum Bauen
> und Kaufen neuer Personen, die noch haerteren Versteigerungskaempfe
> um Dinge, die man unbedingt braucht einerseits und das
> Einkommen durch werke andererseits nicht richtig eingeschaetzt hat.
Erstens: Mir ist noch keine Partie Fürsten untergekommen, in der jemand wegen Geldmangel nicht mehr mitspielen konnte
Zweitens: Wenn ich in meiner ersten Partie, ohne Erfahrung bezgl. der von Dir genannten Größen, gleich derart wenig defensiv spiele und mit Geld nur so um mich werfe, dann habe ich's nicht anders verdient. Du möchtest mir doch auch nicht erzählen, dass der Einstieg bei Siedler sehr schwer ist, weil jemand voller Gutmütigkeit in seinen ersten Runden ständig alle Rohstoffkarten an die Mitspieler verschenkt und dadurch kein Bein auf den Boden bekommt, oder?
Sorry, aber diese Aussage ist mir jetzt zu banal, da sie vermutlich auf alle Spiele zutrifft, in denen man in irgendeiner Art und Weise mit Ressourcen haushalten muss.
Viele Grüße,
Micha (Der aber kein Problem damit hat, mit seiner Meinung alleine dazustehen)