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Wallenstein

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Volker K.
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Beiträge: 123

Wallenstein

Beitragvon Volker K. » 7. August 2002, 08:51

Hallo,
ich haben gestern zum zweiten Mal Wallenstein gespielt. Das Spiel hat mir sehr gefallen. Dass nicht, wie beim Risiko üblich, große Feldzüge stattfinden, die über das ganze Spielfeld ziehen, finde im Prinzip auch gut. Trotzdem wirkt der Spielverlauf etwas statisch, vor allem, weil auch nur 6 Spielrunden stattfinden. Eine Verlängerung des Spiels auf drei Jahre ist aus Zeitgründen wohl auch nicht zu empfehlen. Folgendes kam mir in den Sinn:
Man beschriftet von den 5 Blankokarten, die jeder Spieler bekommt, 2 mit folgenden Texten:

1) Land, das in Gefecht A erobert worden ist.
2) Land, das in Gefecht B erobert worden ist.

vielleicht auch noch:
3) Land, in das durch die Nachschubkarte (Kosten 1) neue Armeen nachgerückt sind.

oder ganz extrem:
4) Land, das durch die Einsetzaktionen (Kosten 2 oder 3) neue Armeen bekommen hat.

Diese Karten könnten dann wie normale Länderkarten bei der Aktionsplanung verwendet werden. Der Spieler hat aber auch die Wahl, diese Karten wie normale Blankokarten auszuspielen. Man könnte also im Gefecht A z.B. von Bayern aus Regensburg erobern und dann, wenn die Reihenfolge der Aktionen es zulässt, dort in einer späteren Aktion in derselben Runde ein Gebäude bauen oder von Regensburg aus in Gefecht B ein weiteres Land erobern oder gar Getreide ernten, wenn man sich seiner Sache ganz sicher ist.. Diese Zusatzkarten gestalten dann das Spiel etwas dynamischer.

Gruß

Volker K.

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Dieter Niehoff

Re: Wallenstein

Beitragvon Dieter Niehoff » 7. August 2002, 12:37

Volker K. schrieb:
> .
> Folgendes kam mir in den Sinn:
> Man beschriftet von den 5 Blankokarten, die jeder Spieler
> bekommt, 2 mit folgenden Texten:
>
> 1) Land, das in Gefecht A erobert worden ist.
> 2) Land, das in Gefecht B erobert worden ist.
>
Ketten-Eroberungszüge machen auf der einen Seite das Spiel vielleicht dynamischer, gleichzeitig sorgen sie als potentielle Gefahrenmomente bei allen zu einer Bunkermentalität: Alle eigenen Länder mit Armeen aufrüsten und sich nicht mehr bewegen.

Aber die Idee klingt trotzdem interessant. Wir werden es sicher mal probieren.

Dieter Niehoff

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Volker L.

Re: Wallenstein

Beitragvon Volker L. » 7. August 2002, 14:27

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Volker K. schrieb:
> > .
> > Folgendes kam mir in den Sinn:
> > Man beschriftet von den 5 Blankokarten, die jeder Spieler
> > bekommt, 2 mit folgenden Texten:
> >
> > 1) Land, das in Gefecht A erobert worden ist.
> > 2) Land, das in Gefecht B erobert worden ist.
> >
> Ketten-Eroberungszüge machen auf der einen Seite das Spiel
> vielleicht dynamischer, gleichzeitig sorgen sie als
> potentielle Gefahrenmomente bei allen zu einer
> Bunkermentalität: Alle eigenen Länder mit Armeen aufrüsten
> und sich nicht mehr bewegen.

Stimmt, deswegen sind Option 3 und 4 auf jeden Fall nicht so gut.

> Aber die Idee klingt trotzdem interessant. Wir werden es
> sicher mal probieren.

Interessant auf jeden Fall. Durch den Besitzerwechsel koennten
auch die Bauernaufstaende etwas interessanter werden: Wenn
Spieler Rot erst erntet, dann Spieler Blau dieses Land erobert
und danach dort Steuern erhebt, koennen sich bis zum Winter
mehr Unruhe-Marker ansammeln.

Gruss, Volker

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Dieter Niehoff

probiert

Beitragvon Dieter Niehoff » 8. August 2002, 13:39

Gestern im Spiel zu dritt haben wir die Karte "Angriff B" so eingesetzt, dass auch "Kettenangriffe" möglich waren. Und siehe da:
1. kam es zu häufigen "Kettenangriffen"
2. konnte man sich nicht mehr so leicht "im Hinterland verstecken"

Das Spiel wurde einwandfreier dynamischer. Und es gefiel uns ausnehmend gut! Sicherlich werden wir - zumindest in Partien zu dritt - dabei bleiben.

Grüße
Dieter Niehoff

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Volker K.
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Beiträge: 123

Re: probiert

Beitragvon Volker K. » 8. August 2002, 14:48

Ich komme leider nicht so oft zum Spielen, in der Regel alle zwei Wochen bei unserem Spieleabend und konnte deshalb die morgens beim Rasieren - nach einem langen Spieleabend - geborene Idee selber noch nicht ausprobieren. Freut mich aber zu hören, dass die Anregung auf fruchtbaren Boden gefallen ist und wohl auch noch funktioniert.

Gruß
Volker

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Roman Pelek

Nachfrage zur Variante

Beitragvon Roman Pelek » 9. August 2002, 13:59

Hi Dieter,

Dieter Niehoff schrieb:
> Gestern im Spiel zu dritt haben wir die Karte "Angriff B" so
> eingesetzt, dass auch "Kettenangriffe" möglich waren. Und
> siehe da:
> 1. kam es zu häufigen "Kettenangriffen"
> 2. konnte man sich nicht mehr so leicht "im Hinterland
> verstecken"
>
> Das Spiel wurde einwandfreier dynamischer. Und es gefiel uns
> ausnehmend gut! Sicherlich werden wir - zumindest in Partien
> zu dritt - dabei bleiben.

Ich habe diese Variante mit Interesse gelesen, war aber bislang skeptisch. Dass das Spiel dadurch dynamischer wird in dem Sinne, dass mehr pro Zeit passiert, kann ich nachvollziehen und mag durchaus ein Plus sein. Was mich aber davon abgehalten hat, es selbst auszuprobieren, war der Punkt, den Du oben als "nicht so leicht im Hinterland verstecken" ansprichst.

Ich hielt den Aufbau einer guten Stellung mit Hinterland bislang für einen der größten strategischen Reize bei Wallenstein. Wie schwierig wird das mit der Variante? Wenn das nämlich zu sehr abgeschwächt würde, hätte ich die Befürchtung, dass in Wallenstein einfach nur viel passiert, man aber weniger Planung miteinbringen könnte. Da es sowieso schon genug Risikofaktoren gibt, die man einkalkulieren muss (Würfelglück, Ereignisse, Spielreihenfolge), hatte ich bislang da Bedenken. Kannst Du die vielleicht durch eine nähere Erläuterung ausräumen? Ist die Regeländerung evtl. nur zu dritt sinnvoll und mit mehr Spielern vielleicht zu chaotisch? Danke Dir herzlich!

Ciao,
Roman

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Dieter Niehoff

und die Antwort

Beitragvon Dieter Niehoff » 9. August 2002, 16:29

Roman Pelek schrieb:
>>
> Ich hielt den Aufbau einer guten Stellung mit Hinterland
> bislang für einen der größten strategischen Reize bei
> Wallenstein.

Eigentlich auch meine Meinung. Nach einigen WALLENSTEIN-Partien hat man aber den Bogen raus und eine derartige "Hinterland-Bebauung" dürfte unten in Österreich oder oben in Mecklenburg stets gelingen.

Wie schwierig wird das mit der Variante?

Nicht schwieriger, und nicht leichter.

Da es sowieso
> schon genug Risikofaktoren gibt, die man einkalkulieren muss
> (Würfelglück, Ereignisse, Spielreihenfolge), hatte ich
> bislang da Bedenken. Kannst Du die vielleicht durch eine
> nähere Erläuterung ausräumen? Ist die Regeländerung evtl. nur
> zu dritt sinnvoll und mit mehr Spielern vielleicht zu
> chaotisch? Danke Dir herzlich!

Ich habe diese Änderung bislnag nur einmal und auch nur zu dritt probiert. Kann mir aber vorstellen, dass sie in Höchstbesetzung zu einigen Turbulenzen auf dem Brett führen könnte. Ich persönlich hätte da übrigens nix gegen, da biskang bei unseren WALLENSTEIN Partien zu fünft stets tüchtig aufgerüstet, aber wenig bewegt und noch weniger angegriffen wurde. Aber das ist Geschmackssache.

Vielleicht kann ich ja demnächt über mehr berichten.

sonnige Grüße
von Dieter Niehoff


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