Beitragvon Roman Pelek » 14. August 2002, 04:29
Hi,
dazu fällt mir ad hoc nur das ein, was Hanno S. aus L. so gerne und nur allzu treffend zu den SdJ-Diskussionen goutiert: Zurücklehnen, Chipspackung öffnen, das gekühlte Bier vom Kronkorken befreien...
Hier wird m. E. wieder kräftig im Eintopf aus Halbwissen, Mutmassung, Geschäftsschädigung und liebgewonnener Tradition gerührt. Das Ganze wird dann mit gesunder Antipathie gewürzt und vermittels halbseidenem Rufmord abgeschmeckt.
Ich persönlich verfalle schon in eine gewisse Agonie, wenn Queen Games zum 378. Mal totgesagt werden. Schön, irgendwann gibt's diesen Verlag sicherlich nicht mehr, irgendwann gibt's auch kein alea, Kosmos oder wasauchimmer nicht mehr, mag es im Jahre 2003 oder 2193 sein, egal. Aber vielleicht sollte man da auch auf Tatsachen warten anstatt die Arbeit diverser Verlage und zumindest teilweise hart arbeitender Spieleredakteure vorab und ohne große geistige Eigenleistung oder Nachforschungen in Miskredit zu ziehen.
Ich schätze ein kritisches und aktuelles Forum, das den Verflechtungen und Geschehnissen im Spielebereich nachgeht, aber wenn wir alle mal ehrlich sind, gab's in den letzten drei Jahren neben etlichen Verfehlungen nur eine Glanzleistung: nämlich die "Faktor 12"-Debatte um den DSP, die wirklich einen Skandal aufgedeckt hat. Und selbst da haben nach der ersten Aufregung binnen vier Wochen quasi alle Diskussionsteilnehmer das Interesse verloren... Wer hat denn schon 3 Monate danach noch nach der Zukunft des DSP gefragt? Eine Anfrage meinerseits endete damals, wie's das Forumarchiv bestätigt, in einer Nullresonanz.
Das SB-Forum verliert sich nach meinem Dafürhalten zunehmend in einem Niveau, das maximal noch dem Boulevardjournalismus geneigt erscheint. Insofern kann ich die Reaktion bzw. Nichtreaktionen der betroffenen Verlage in vollem Umfang nachvollziehen. Solche Postings sind selbst eines Kindergartenforums unwürdig und wenig dazu angetan, auch nur einen müden Kiesel in der Szene ins Rollen zu bringen. Dabei ist das unnötig: das Forum kann viel bewegen, wenn nur das entsprechende Fundament vorhanden ist. So wie es sich derzeit gestaltet ist es aber bloße selbstgefällige Onanie, die dementsprechend auf Granit beißt. So verbleibe ich in altbekannter IKEA-Tradition: erkenne die Möglichkeiten...
Ciao,
Roman