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Segelspiele + Mechanismen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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peer

Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon peer » 13. August 2002, 13:04

Hi,
RoGo hatte im F3 eine Frage gepostet, die ich hierhin mal umleiten will (weils da etwas untergeht, mitten im Thread):

Rogo schrieb:

ciao,
Peer

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peer

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon peer » 13. August 2002, 13:09

Hi,
Zur Spieltheorie: Da geht Theorie und Praxis schon auseinander. An zwei Punkten auf dem wasser sind die Bedingungen (Wind, Wellen, Strömung) nie völlig gleich, also kanns nicht funktionieren. Abgesehen davon, dass auch die Crews sehr unterschiedlich sind.
Zur Frage: Am besten umgesetzt ist das Segelverhalten imho bei Regatta (mal erschienen bei Klee, war aber glaub ich vorher 3M-Spiel). Zwar gabs zu häufig windwechsel (auch beim gemässigteren Würfel, aber das Segeln ist ansonsten sehr gut umgesetzt. Und es kommt mit weniger Regeln aus als Wooden Ships & Iron Men, dass auch realistische Segelschiffbewegungen simuliert.
ciao,
Peer

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friedemann
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Beiträge: 517

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon friedemann » 13. August 2002, 14:24

Ausserdem wäre es doch auch ein blödes Spiel, indem es eine solch einfache Strategie gibt.

Bei Twixt wurde das mal diskutiert, daß man nur symmetrisch zum Gegner spielen muß und auf einen Fehler warten, um dann zu gewinnen. Als Antwort kam verständlicherweise, daß man mit einem solchen Gegenspieler einfach nicht mehr spielen solle.

Friedemann

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Marc Wickel

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon Marc Wickel » 13. August 2002, 14:26

Hi,

es gab mal von Kosmos "Maritim", damals in einer blauen hohen Schachtel. Der Wind kommt zwar durch Leuchttürme, aber mir hat es gut gefallen. Wenn ich mich recht erinnere: Wenn man dran ist hat man Punkte zur Verfügung, mit denen man die Leuchttürme ausrichten kann (ausrichten auf eines von 6 Segmenten) oder sein Schiff um ein Feld versetzen. Und da wo die Leuchtfeuer sich kreuzen darf man hinsegeln. Allerdings wird es bei steigender Spielerzahl immer schwerer zu planen, da einfach zuviele an den Einstellungen der Leuchttürme "rumfingern" und bis man dran ist nichts mehr so steht wie vorher, bzw. geplant.

Marc

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Volker L.

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon Volker L. » 13. August 2002, 14:44

peer schrieb:
>
> Hi,
> Zur Spieltheorie: Da geht Theorie und Praxis schon
> auseinander. An zwei Punkten auf dem wasser sind die
> Bedingungen (Wind, Wellen, Strömung) nie völlig gleich, also
> kanns nicht funktionieren. Abgesehen davon, dass auch die
> Crews sehr unterschiedlich sind.

Nicht zu vergessen der wohl wichtigste Effekt: Irgendwann im
Verlauf der Strecke wird der Wind bestimmt von achtern kommen,
und dann kann das hintere Boot dem fuehrenden den Wind aus dem
Segel nehmen, d.h., bei exakt gleichen Segelmanoever ist der
(noch) Fuehrende langsamer.

> Zur Frage: Am besten umgesetzt ist das Segelverhalten imho
> bei Regatta (mal erschienen bei Klee, war aber glaub ich
> vorher 3M-Spiel). Zwar gabs zu häufig windwechsel (auch beim
> gemässigteren Würfel, aber das Segeln ist ansonsten sehr gut
> umgesetzt.

Regatta (Klee) habe ich auch und kann Dir nur zustimmen.

Gruss, Volker

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peer

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon peer » 13. August 2002, 15:28

Hi,
Marc Wickel schrieb:
>> es gab mal von Kosmos "Maritim", damals in einer blauen hohen
> Schachtel. Der Wind kommt zwar durch Leuchttürme, aber mir
> hat es gut gefallen. Wenn ich mich recht erinnere: Wenn man
> dran ist hat man Punkte zur Verfügung, mit denen man die
> Leuchttürme ausrichten kann (ausrichten auf eines von 6
> Segmenten) oder sein Schiff um ein Feld versetzen. Und da wo
> die Leuchtfeuer sich kreuzen darf man hinsegeln. Allerdings
> wird es bei steigender Spielerzahl immer schwerer zu planen,
> da einfach zuviele an den Einstellungen der Leuchttürme
> "rumfingern" und bis man dran ist nichts mehr so steht wie
> vorher, bzw. geplant.

Maritim habe ich auch. RoGo ging es aber wohl eher um realistische Mechanismen und der Mechanismus bei Maritim ist doch wirklich sehr abstrakt und hat nichts mit Segeln zu tun - Hier wäre auch ein denkbar anderes Thema möglich gewesen.

Abstarkte Mechanismen bei Segelspielen gibts noch mehr, z.B. Piratenbucht oder Das Piratenschiff sind zwar schöne Spiele, aber eben keine Segelsimulationen.
ciao,
Peer

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Autobus und Saftpresse

Beitragvon Hanno Schwede » 13. August 2002, 15:46

Hallo,

ein Forumsmitglied hat ein Surfspiel geschrieben, bei dem der Segelaspekt relativ stimmig umgesetzt worden ist, vielleicht kann sich die Person ja mal melden und ein wenig Werbung für sein Spiel machen, da es eine Veröffentlichung verdient hätte.

Ciao

der

Hanno, der grade noch mal nach dem Haltbarkeitsdatum seiner Chips guckt.

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Udo Bartsch
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Beiträge: 115

vielleicht "Das Segler-Spiel"

Beitragvon Udo Bartsch » 13. August 2002, 18:33

Man glaubt ja gar nicht, zu wie vielen Themen es schon Specials in der Fairplay gab. In Nummer 21 waren es "Segel-Spiele". Autor: Andreas Mutschke.
Kurz überflogen und folgendes festgestellt: Anscheinend ist Das Segler-Spiel / Edition Maritim besonders realistisch geraten. Es erfüllt aber nicht den von RoGo formulierten Anspruch, frei von Zufällen zu sein. Im Gegenteil. Wo´s das Spiel gibt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich gar nicht mehr. Ist immerhin 10 Jahre her.

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Andreas

Re: Segelspiele + Mechanismen

Beitragvon Andreas » 13. August 2002, 18:36

In FAIRPLAY Nr.21 gab es mal einen Schwerpunktartikel zu Segelspielen. Beim Verlag mal anfragen, ob die Ausgabe noch lieferbar ist. Ansonsten als Kopie anfordern.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Gute Segelsimulation geht nicht

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. August 2002, 11:41

Ich glaube nicht, daß es eine wirkliche Segelsimulation mit spielerisch machbaren Mitteln geben kann.

In einem Spiel sind nicht viele Windrichtungen und -stärken abbildbar - die genannten Beispiele haben z. B. meist nur die sechs Richtungen des Standard-Hexfelds.
Dafür die Segelstellung zu finden ist aber trivial.

Der Witz bei einer Regatta ist aber, die relativ feinen Änderungen beim Wind schnell und mit Gespür in die optimale Segelstellung (bzw. den besten Kurs) umzusetzen).

Damit ist m. E. auch klar, daß ohne Zufallselement eine solche Simulation ohnehin Banane ist: Der gute Segler zeigt sich eben darin, mit den Unwägbarkeiten gut fertig zu werden.

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peer

Re: Gute Segelsimulation geht nicht

Beitragvon peer » 14. August 2002, 15:38

Hi,
Ralf Arnemann schrieb:
>
> Ich glaube nicht, daß es eine wirkliche Segelsimulation mit
> spielerisch machbaren Mitteln geben kann.
(...)
> Damit ist m. E. auch klar, daß ohne Zufallselement eine
> solche Simulation ohnehin Banane ist: Der gute Segler zeigt
> sich eben darin, mit den Unwägbarkeiten gut fertig zu werden.

Ja gut, da gebe ich dir recht (bin übrigens überrascht, dass scheinbar so viele Segler hier sind :-) ). Aber be Regatta sind wenigstens die taktischen Möglichkeiten gut umgesetzt - aber auch da ist Glück drin (Winddreher). Das ist aber nicht weiter schlimm, Segeln kann Brettspielen nicht ersetzen - und umgekehrt auch nicht.

ciao,
Peer

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Arne Hoffmann

Re: A und S oder: Duck Jibe

Beitragvon Arne Hoffmann » 15. August 2002, 17:30

Moin Hanno!

Danke für das Lob und die Aufforderung zur Werbung. Ohne jetzt erklären zu wollen, wieso Hanno den Beitrag mit Autobus und Saftpresse betitelt hat, kurz zum Thema Segelspiele. Wie in anderen Beiträgen schon erwähnt, kann es eine Segelsimulation ohne Zufallselement nicht geben, da meiner Meinung nach eine Simulation ohne Zufall gar nicht auskommen kann, da in der realen Welt so gut wie nichts vollständig vorhersehbar ist. Bin zwar selber kein Segler, aber bei der einen Teilnahme an einer Regatta habe ich schon erlebt, daß man mit Erfahrung zwar sehr viele Situationen korrekt vorhersehen kann, aber nie vor Zufall gefeit ist.

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O.K., nun kurz zu meinem Spielchen: Es handelt sich um ein Surfspiel im Kartenformat. Die Spieler führen pro Runde, durch das Spielen einer Karte, Manöver aus, die sie auf dem Kurs voranbringen. Die Bewegung sowie die Zugreihenfolge geschieht nach Stellung zum Wind. Dieser ändert sich während des Spiels häufiger, ausgelöst durch Symbole auf den gespielten Manöverkarten. Ferner müssen die Spieler während des Rennens auf evtl. auftauchende Strömungen, Flauten oder Windböen bis hin zu Haien achten - was auch alles über die Manöverkarten ausgelöst werden kann.
Das ganze spielt sich recht locker in ca. 60 Minuten. Das Spiel betont etwas mehr den Funaspekt, soll also keine Simulation sein, verliert aber die wichtigsten Details nicht aus dem Auge. Momentan ist es ein reines Kartenspiel, d.h. auch die Surfbretter der Spieler sind auf Karten, die für die Bewegung über den Tisch geschoben werden. Kurse sind mit Bojenkarten frei legbar. Es gibt auch eine "größere" Version, bei der die Surfbretter und Bojen modelliert sind und nur doch Wind und Manöver über Karten gesteuert werden.
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Wer näheres über das Spiel wissen möchte, kann mich gerne anmailen.

Tschö,

- Arne -


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