Moin Roman!
Mitlerweile sind hier ja einige Antworten erschienen und ich laufe bisher mit den meisten konform, gerade Hanna und Hanno haben meine Gedanken in die richtigen Worte kleiden koennen (ist auch ein Form von Ghostwriter :-) ).
Roman Pelek schrieb:
>
> Die Frage, die ihr stellt, ist die richtige. Denn es ist sehr
> problematisch. Warum ich diesen Weg gewählt habe, möchte ich
> gerne begründen: ich werde für öffentliche Äußerungen im
> Forum und als Rezensent versteckt und hinter vorgehaltener
> Hand angegegriffen, und dies m. E. in unangemessener Weise
> und in einer Art, die darauf abzielt, die Meinungsfreiheit
> einzuschränken. Dagegen möchte ich mich wehren, zumal ich die
> hier tangierten Belange auch für öffentlich relevant halte
> und diese zuvor komplett öffentlich diskutiert wurden. Es mag
> der falsche Weg sein, und das steht durchaus zur Disposition.
Hanna hat es sehr schoen ausgedrueckt und auch in Ralfs Antwort spiegelt es sich wieder: Es ist schon in Ordnung, oeffentlich auf solche "Angriffe" zu reagieren - das wollte ich generell auch nicht unterbinden. Ich finde halt nur die Art und den Tonfall, der angeschlagen wurde nicht angemessen.
Es ist absolut verstaendlich, wenn einem der Kragen platzt und man auf den bekannten 180 Grad kocht, und in privaten Emails oder Gespraechen kann man auch gerne mal so Dampf ablassen. Wenn man damit aber direkt an die Oeffentlichkeit tritt, waere in meinen Augen eine sachlichere Auseinandersetzung angebrachter.
So habe ich in der Vergangenheit auch z.B. bei den Auseinandersetzungen in der Jury des SdJ oder bei der schon genannten Leserbriefaktion gedacht.
Leider, und das bedaure ich,
> hat hier allerdings die persönliche Konfrontation mehr
> Aufsehen erregt als es die sachlichen Inhalte tun.
Da diese schneller in der Vordergrund tritt. Es nuetzt mir nichts, die schoensten Argumente vorzutragen, wenn die gewaehlte Form bei den Angesprochen anstoessig ist - wie heisst es so schoen? [i] Der Ton macht die Musik. [/i] :-))
> Letztgenannte schneiden nämlich wichtige Inhalte an: was darf
> man öffentlich als eigene Meinung sagen? Darf sachliche
> Kritik als Beweggrund für persönliche Angriffe herhalten? Ich
> bin der Meinung, dass ich immer versucht habe, sachliche
> Kritik an Spielen zu äußern und diese zu begründen und
> niemals persönliche Belange mit hinein zu mischen.
Nun ja, das sind wirklich wichtige Inhalte, die ja auch Hanno und Hanna schon aufgegriffen haben. Sachliche Kritik sollte nicht fuer persoenliche Angriffe herhalten. Punkt!
Der Urheber einer Idee sollte anderen Meinungen und damit auch Kritik gegenueber tolerant sein. Klar ist das nicht immer einfach, da haeufig viel Zeit und Einsatz in die eigene Idee gesteckt worden ist, und man diese im allgemeinen nicht der Oeffentlichkeit praesentiert, wenn man nicht von ihr ueberzeugt ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es im ersten Moment schmerzt, wenn man mit seiner Idee nicht nur Begeisterung weckt. In solchen Situationen sollte man dann aber die Staerke besitzen, unterschiedliche Geschmaecker zu akzeptieren und eventuelle Denkanstoesse aus anderer Richtung aufzugreifen. Ist dies alles in entsprechendem Tonfall und in entsprechender Form vorgebracht, so stelle ich mir persoenlich ein Armutszeugnis aus, wenn ich darauf jetzt ausfallend antworte.
Dein Posting bzgl. der 2-Spieler-Variante empfand ich, als ich es vor ein paar Tagen gelesen hatte, auch nur als interessiertes Nachfragen, das - aus Deiner Erfahrung mit dem Spiel - einige Punkte ansprach, diese aber auf sachlicher Ebene. So habe ich es auch frueher in Deinen Kritiken erlebt - mit kleinen Ausnahmen vielleicht bei diesen sogenannten Erotikspielchen, bei denen die Kritiken aber eh nicht ernst sein sollten :-))
> Subjektiv
> bleibt vieles, aber ich finde es besorgniserregend, wenn
> diese Dinge zunehmend vermischt werden und zu persönlichen
> Belangen werden. Das ist mir wichtig, und darum habe ich
> diese Form gewählt, vielleicht auch die falsche, das bleibt
> dahingestellt.
Wie schon gesagt - gegen das Posten hier habe ich weniger etwas, vielmehr gegen die sprachliche Form, die gewaehlt wurde. Wir diskutieren hier alle ueber ein uns liebgewonnenes Hobby, manche setzen sich damit intensiever und analytischer auseinander als andere, und vieles, ja wenn nicht alles, basiert auf den Eindruecken der Schreiber.
Dass da mal Wellen hoeherschlagen, ist verstaendlich. Nun muss man in seinen Antworten aber nicht unbedingt den Stil und die Art seiner Vorredner aufgreifen sondern sich vielleicht mal besonnen zuruecklehnen und nicht im ersten Eifer des Gefechts auf
druecken. Die noetigen Auseinandertzungen und Diskussionen koennten dann in einer viel fruchtbareren Form gefuehrt werden.
Tschoe,
- Arne - (drueckt jetzt besonnen auf :-)) )