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Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 2. Oktober 2002, 09:47

Hallo,

weiter unten ist der Thread "Umfragen für Kleinverlage". Es ging letztlich darum - wenn ich es recht verstanden habe - einen Spielepreis zu schaffen, der auch die Spiele der Klein- und Kleinstverlage im Blick hat. Ein solcher Preis kann und soll natürlich nicht in Konkurenz zum "Spiel des Jahres" oder dem "Deutschen Spielepreis" stehen, da diese jeweils ihre eigene Ausrichtung und Zielsetzung haben.

Das Hauptproblem schien mir in den Diskussionen zu sein: Wie bekomme ich ein entsprehend motiviertes und spielerisch geübtes Publikum oder eine passende Jury für einen solchen Preis. Bei einem Publikumspreis wie dem DSP hgaben die weniger verbreiteten Spiele kaum eine Chance und eim SDJ ist die Zielrichtung eine ganz andere. Hier möchte ich (bewußt auf ein Vollzitat oder Link verzichtend ;-) ) Roman zitieren:

[i]"Ich seh's von zwei Seiten: je mehr, desto weniger Manipulation, aber mehr Verbreitung und evtl. weniger Kenntnis vieler Spiele. Je weniger, desto mehr Raum für subjektive Verzerrungen, aber je nach adressiertem Personenkreis mehr Fachkenntnis. Für mich zwei Ansätze mit unterschiedlichen Ansprüchen und Möglichkeiten. Oder auf Deutsch: Mist ist bei beiden leider dabei."[/i]

Richtig. Und deshalb schlage ich einen dritten Weg vor, der in meinen Augen nicht nur ein Mittelweg, sondern einer neuer Weg ist:

[b]Meine Idee:[/b] Es finden Jahr für Jahr zahlreiche Spielewochenenden statt, wie etwa die zwei Wochenenden der Spielbox, weitere Wochenenden von Gregor Pohl (alle in Bilstein,S auerland), das Wochenende von KMW, ..., um nur einige zu nennen, die mir gerade einfallen. Hier handelt es sich durchweg um Menschen, deren Hobby "Spielen" so wichtig ist, daß sie nicht unerhebliche Mengen von Zeit und Geld für diese Wochenenden investieren. Man kann hier also von einem "fachkundigen" Publikum ausgehen! In meinen Augen das ideale Publikum für einen neuen Spielepreis, der den Intentionen, die im genannten Thread geäußert wurden, sehr nahe kommt. Die Gründe:

[b]1. Spielebegeistertes und Spielerfahrenes Publikum.[/b] Außerdem zusammengenommen in einer durchaus repräsentativen Mischung und Anzahl der Spezies "Vielspieler" und "Gelegenheitsspieler", nicht zu vergessen die "Quartalsspieler" (zwei mal im Jahr die volle Dröhnung bis zum Umfallen).

[b]2. Vostellung von Kleinstverlagen problemlos möglich.[/b] Hier hat man die Spielerwelt in höchster Konzentration. Es sollte jedem auch noch so kleinen Verlag möglich sein, seine Produkte in der einen oder anderen Form zu präsentieren. Sei es durch Bemusterung, Leihgabe, Spende des Spieles an die "Spielbaustelle", eigener Anwesenheit oder Teilnahme eines Spielers, der die entsprechenden Spiele dabei hat, Es kann jemand da sein, der die Spiele kennt und Spieler dazu animiert und in die Spiele einführt. Viele Teilnehmer nutzen diese Wochenenden bewußt, um neue Spiele kennenzulernen, sie sich erklären zu lassen. (Und es wäre nicht schlecht, die Spiele der Kleinstverlage dann auch direkt erwerben zu können, denn es gibt auch da Leute, die nicht jedes jahr nach Essen fahren können.)

[b]3. Keine Manipulation bei der Wahl. [/b] Die Teilnehmer an der Wahl sind direkt vor Ort. Veranstalter solcher Wochenenden haben Teilnehmerlisten, etc. Hier kann ganz altmodisch mit Zettel und Stift gewählt werden.

[b]4. Geringer Aufwand für die Veranstalter des neuen Spielepreises. [/b] Die Leute sind an den Wochenenden schon da, die Teilnehmerlisten existieren bereits. Es sollte nur einer der Verantwortlichen für den neuen Preis am Wochenende anwesend sein und die Sache dort in die Hand nehmen, z.B. in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter auch auf Spiele kleinerer Verlage hinweisen, ggf. eine Präsentation ins Programm einbauen, der Wahl entsprechendes Gewicht verschaffen.

[b]Erste Gedanken zum Zeipunkt des Preises: [/b] Natürlich wollen auch Klein- und Kleinstverlage Umsatz machen und da vor Weihnachten am meisten Spiele gekauf werden, wäre eine Preisverleihung Ende Oktober/Anfang November nicht schlecht. Vielleicht der Natur des Preises entsprechend an einem Spielewochenende. Für den Anfang sollte sich zumindest lokale Presse interessieren, aber das kann ja dann mehr werden ... ;-) Damit jedes Spiel Chancen hat, auch mit der Langzeitwirkung im Preis einzugehen, würde ich als Zeitraum der berücksichtigten Spiele mindestens einen Zwei-Jahres-Zeitraum nehmen. So kommt ein Spiel immer zwei Mal auf die Liste der zu wählenden Titel. So kann sich ein Spiel, das vielleicht zunächst nicht ganz in den Mittelpunkt rückte, aufgrund seiner Qualität doch noch ins Blickfeld geraten. Dajer sollte die Wertung des Vorjahres auch immer in die Wertung mit eingehen. (Näheres zur Wertung und Berechnung, vielleicht später. Das sprengt hier den Rahmen des Beitrages. @KMW: Gibt es eine Maximalgröße für einen Beitrag?)

[b]SCHLUSSWORT[/b]
Das soll erst mal reichen. Ich denke, hier sollte die Diskussion beginnen. Sollte sich wirklich eine Gruppe bilden, die diesen Preis in dieser oder ähnlicher Form verwirklichen will, so biete ich gerne meine Mithilfe an. (Ich könnte auch das Pfingstwochende der Spielebox bezüglich der Abstimmung "übernehmen".) Mich würde auch interessieren, wie die Kleinverlage selbst und die Veranstalter der Wochenenden meine - noch relativ ungaren - Ideen beurteilen.

Gruß
Roland

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peer

Re: Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon peer » 2. Oktober 2002, 10:24

Hi,
Generell finde ich deine Idee ziemlich gut. Auch dass ein Spiel immer zweimal auf die Liste kommt, gefällt mir. Wenn die Klein- und Kleinstverlage von diesem Preis wissen (sollte übers Forum, Spieleautorenzunft, Spielregal u.ä. wohl möglich sein) ist auch gewährleistet, dass nix übersehen wird. Wenn der Preis auf den entsprechenden Internetseiten zu finden ist, wird auch die Zielgruppe informiert, und damit an die Kaufrauschnerven der User appelliert :-)

Ein Punkt müsste imho aber noch etwas fester gezurrt werden: Das Wahlverfahren. Wie läuft es genau?
-Werden die Spiele von allen, die es gespeilt haben, bewertet (schwierig nach einer Partie)?
- Wählt jeder Spieler auf dem Wochenende sein Lieblingsspiel? (Schwierig weil nicht jeder alles gespielt hat, ausserdem problematisch, da es so für einen Kleinverlagmenschen besser ist auf WE mit wenig Konkurrenz zu gehen und dann verzerrt die Wahl allein aufgrund der Verteilung von Kleinverlagsspielen über die WE (War das verständlich?) Ausserdem - dürfen Spieler, die auf meheren WE sind mehrmals abstimmen? Wie Kontrolliert man dass?)

Dieser Punkt ist also auf alle Fälle noch diskussionswürdig. Und natürlich dass ich leider nie auf irgendwelchen WE Zeit habe und daher nicht mit abstimmen kann :-) Aber im Grossen und Ganzen unterstütze ich deinen Vorschlag.
ciao,
Peer

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Heinrich Glumpler

Re: Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon Heinrich Glumpler » 2. Oktober 2002, 11:01

Hi Roland,

Daumen hoch - zumindest von (m)einem Kleinstverlag!

Deine Vorstellungen erscheinen mir durchdacht und sind einer durchdachten Antwort wert - die ich jetzt auf die Schnelle nicht geben kann.

Trotzdem schon mal...
Die 2-Jahres-Wertung erscheint mir sehr sinnvoll - wobei auch nichts dagegen spricht, nach dieser Methode eine "all time"-Liste zu führen.

Um die Arbeit nicht einem alleine aufzuhalsen, würde ich einen zentralen "Preisauswerter" bestimmen - die Stimmen selbst werden jeweils von einem Vertrauensmann vor Ort eingesammelt und zugestellt.

So - ich stoppe jetzt mal und drucke mir dein Posting aus - morgen mehr.

Grüsse
Heinrich

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Andrea Meyer

Re: Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon Andrea Meyer » 2. Oktober 2002, 11:06

Hi,

hier ein erstes Feedback von einer Kleinverlegerin. Grundsätzlich finde ich die Idee gut, begrüße insbesondere den 2-Jahres-Rhytmus, da nicht jeder kleine Verlag jedes Jahr was Neues rausbringt.

Auch wenn nicht jeder kleine Verlag auf jedem der (bekannteren) Spielewochenenden persönlich präsent sein kann, haben imho die Veranstalter schon ein Interesse daran, zusätzlich zum Mainstream möglichst viele Kleinverlagsspiele anzubieten. Ein Verkauf vor Ort läßt sich entweder stellvertretend oder über Vermittlung organisieren.

Das Publikum der Spielewochenenden scheint mir auch potenziell das der "User" von Kleinverlagsspielen zu sein. Allerdings solltet Ihr berücksichtigen, dass die Gleichung Kleinverlagsspiele = Strategiespiele = Spieler-Spiele nicht zwingend aufgehen muss.

Der Wahlmodus braucht sicherlich noch ein bißchen mehr Gehirnschmalz. Wir haben z.B. im Tagungshaus Drübberholz Standard-Zettel, mit dem jede/r jedes gespielte Spiel bewertet nach Spielreiz, -spaß, -möglichkeiten etc. Ein derartiges Verfahren erscheint mir, vorausgesetzt, alle am Preis teilnehmenden Kleinverlagsspiele werden anfangs kurz vorgestellt, am fairsten.

Mal angenommen, es gibt bei jeder Ausschreibung zwischen 30 und 50 Spiele (zu wenig), hat binnen der zweijährigen Laufzeit jede/r genügend Zeit, Spiele zu spielen und zu bewerten. Jede/r darf jedes bewertete Spiel selbstverständlich nur einmal bewerten. Über den aktuellen Stand der eigenen Bewertungen könnten sich die SpielerInnen, entsprechend motivierte web-designer vorausgesetzt, ja auf einer website informieren können, vielleicht ebenso über den aktuellen Zwischenstand.

Vielleicht gibt es ja auch Verlage, die gerne Preise für die Verlosung unter den TeilnehmerInnen stiften möchten?

Die Bewertungszettel gäbe es nur auf den Spielewochenenden. Jede/r kann selbst entscheiden, ob er/sie schon beim ersten Mal Spielen eine Bewertung abgeben will oder nicht. Bewertungen sollten eindeutig zuzuordnen sein, damit kein Schmu betrieben wird.

Mein Interesse als Kleinverlegerin ist dabei, dass SpielerInnen an meine Spiele herangeführt werden und sie bei Interesse kaufen. Eine solche Ausschreibung würde meine Absatzmöglichkeiten über Messe, persönlichen Kontakt und website hinaus erweitern - insofern könnte ich wahrscheinlich auch einige wenige Spiel-
exemplare zu einem günstigeren Preis zur Verfügung stellen.

Bin mal gespannt, was andere VerlegerInnen und SpielerInnen meinen.

Gruß, Andrea

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friedemann
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Re: Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon friedemann » 2. Oktober 2002, 11:28

Ich finde das eine gute Idee!

Was mir noch einfällt: Einen Wahlzettel zu machen oder zumindest eine Liste mit allen zu Abstimmung stehenden Spielen. Vielleicht kann dann sogar der Wählende ankreuzen, welche Spiele er nicht kennt.

Ich finde die Liste wichtig, damit gewisse Spiele nicht untergehen, die man vielleicht einfach ein halbes Jahr nicht gespielt hat.

Ich fände das sogar in Ordnung, wenn eine Person, die im Jahr an drei Spielewochenenden teilnimmt damit 3 Stimmen bekommt. Klingt zwar erstmal nach so einer Art Ständewahlrecht, aber wäre die einfachste Methode diese Wahl Wirklichkeit werden zu lassen. Dann müsste nicht überprüft werden, wer wo bereits gewählt hat usw.

Zusätzlich sollten die Teilnehmer der deutschen Brettspielmeisterschaft noch abstimmen, dann haben wir glaube ich, alle verrückten Spieler erwischt.

Ich bin auf jeden Fall gerne bereit bei den Spielewochenenden in Helmarshausen (ca. 90 Teilnehmer / zweimal im Jahr) eine Abstimmung durchzuführen.

Dann müsste man sich nur noch darauf einigen, ob jeder einfach ungewertet x Spiele nennt die er wirklich gut findet und gerne spielt oder ob man eine Reihenfolge angeben muß.

Ich wäre für eine Mischung: Eine Liste mit beliebig vielen Plätzen für Super-Spiele und eine Liste mit beliebig vielen Plätzen für Gute-Spiele (eigenlich fände ich auch eine Liste für Spiele, die man überhaupt nicht mag toll). Die Superspiel werden mit 3 Punkten gewertet, die guten Spiele mit 2 Punkten. Aber das nur als erster Gedanke.

Friedemann

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Günter Cornett

Re: Neuer Spielepreis - Ein Vorschlag!

Beitragvon Günter Cornett » 2. Oktober 2002, 11:41

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Mich würde auch interessieren, wie die
> Kleinverlage selbst und die Veranstalter der Wochenenden
> meine - noch relativ ungaren - Ideen beurteilen.


Hallo Roland,

deine Idee finde ich sehr gut.

Ich fänd es zudem schön, wenn (sofern machbar) dabei nicht einfach über das eine 'beste' Spiel abgestimmt wird, sondern eine Palette von (ca) fünf Spielen gleichberechtigt nebeneinander stünde und auf den Spieletreffen Stimmungen zu den Spielen eingefangen werden: was ist an dem Spiel besonders innovativ, besonders gut umgesetzt, etc.

Ich meine dass jetzt nicht im Sinne von 5 getrennten Kategorieren sondern eine kleine überschaubare Auswahlliste, jedoch ohne Hauptpreis (weswegen es eine eher kleine Liste sein müsste), einfach um auszudrücken, dass es viele gute Spiele gibt und nicht das eine ultimative Spiel. Es gibt IMHO kein 'bestes Spiel' [schon gar nicht 'aller Zeiten ;-)]. Wenn ein solcher Preis sich nicht an Reflex-Käufer richtet, müsste das eigentlich machbar sein.

Gruß, Günter

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. Oktober 2002, 11:49

Die Idee, das Publikum bei Spielewochenenden als besonders sachkundig und interessiert einzustufen, finde ich interessant.

Wobei man da allerdings auch Abstriche machen muß. Bei Spielefesten in den großen Städten kommt auch sehr viel Laufpublikum (das ist ja auch Sinn solcher Veranstaltungen), die
überhaupt erst fürs Spielen interessiert werden sollen.
Umgekehrt ist die Teilnahme an den Spielewochenenden in Hotels eher eine Frage des Geldbeutels als der Spielekompetenz.

Aber damit läßt sich leben.

Viel schwieriger finde ich aber die Frage, welche "Kleinverlage" denn nun teilnahmeberechtigt sein sollen.
OK, ein böser Großverlag wie Hasbro ist natürlich nicht gemeint. Und ein sympathischer Kleinverleger wie Friedemann ist selbstverständlich qualifiziert.
Aber der Bereich dazwischen ist doch verdammt schwer abzugrenzen. Sind Alea oder Hans-im-Glück noch Kleinverlage?

Und dann die Abgrenzung nach unten: Soll jeder Prototyp vom Küchentisch schon teilnahmeberechtigt sein? Ab wann ist genug Struktur da, daß man überhaupt von einem "Kleinverlag" sprechen kann?

Und letztlich: Bei aller Sympathie für die Kleinen - eigentlich interessiert doch nur die Qualität des Spiels und der Spielspaß, nicht die Größe des Herstellers.

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Günter Cornett

Re: Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon Günter Cornett » 2. Oktober 2002, 11:59

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Viel schwieriger finde ich aber die Frage, welche
> "Kleinverlage" denn nun teilnahmeberechtigt sein sollen.

'Auch für Kleinverlage' heisst nicht 'nur für Kleinverlage'.

Ich habe das so verstanden, dass es keine Abgrenzung geben soll.

> Und dann die Abgrenzung nach unten: Soll jeder Prototyp vom
> Küchentisch schon teilnahmeberechtigt sein? Ab wann ist genug
> Struktur da, daß man überhaupt von einem "Kleinverlag"
> sprechen kann?

Das können doch die entscheiden, die abstimmen.

Gruß, Günter

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 2. Oktober 2002, 12:02

Es freut mich natürlich, daß so viele Antworten kommen und ich werde mir sicher die Zeit nehmen, mich ausführlich damit auseinanderzusetzen, um dann zu antworten.

Eines aber vorweg zu Deiner Frage: Mir ging es nicht darum, eine Abstimmung [b]nur[/b] für Klein- und Kleinstverlage zu schaffen. Die Abgrenzung wäre in der Tat kaum zu lösen. Wo sollte man Grenzen ziehen? Umsatz, Mitarbeiterzahl, verkaufte Stückzahlen, ... und was ist mit kleinen Verlagen mit einer großen Mutter ... ?

Mir wäre wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in der [b]auch und besonders[/b] die kleinen Verlage mit weniger Verbreitung Chancen haben, wo z.B. Peurto Rico und Funkenschlag (um ein willkürliches Beispiel zu nehmen) auf gleicher Augenhöhe gegeneinander antreten. (Möglicherweise kam das in meinem Posting nicht ganz klar rüber.)

Und es sollten m.E. nur fertige und somit auch erhältliche Spiele wählbar sein, im optimalen Falle natürlich alle in besagtem Zweijahreszeitraum herausgekommene Spiele (auch wenn dann meine Prototypen von "SpaceRace" und "Der sagenhafte Schatz des Minotaurus" nicht mitmachen dürfen ;-) ).

[i]Gruß Roland (der heute Abend noch ausführlicher auf vieles eingehen wird, aber zunächst einmal "produktiv" werden muß.)[/i]

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Michael Andersch

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis

Beitragvon Michael Andersch » 2. Oktober 2002, 12:04

Also: Die prinzipielle Vorgehensweise bzw. die hier geschilderten Ideen halte ich prinzipiell für ausbaufähig.

Allerdings frage ich mich, was der Preis bewirken soll. Es geht ja sicher nicht darum, einen Preis um des Preises willen zu vergeben, sondern das/die ausgezeichneten Spiele sollen ja in’s Bewusstsein einer möglichst breiten Masse gerückt werden.
Mit den genannten Massnahmen mag das zu einem sehr begrenzten Teil gelingen, allerdings wohl nur innerhalb der Spieleszene.
Außerhalb ist m.E. das Maß aller Dinge das SdJ, auch nach dem DSP kräht ja kein Hahn. Und genau da liegt für mich der Knackpunkt. Ein Preis, der eigentlich nicht wahrgenommen wird dient meines Erachtens nur der Befriedigung persönlicher Eitelkeiten und ist von keinerlei sittlichem Nährwert.
Viel wichtiger als die Art der Vergabe finde ich daher die Platzierung in der breiten Öffentlichkeit. DAS ist m.E. das Problem, das es in erster Linie zu lösen gilt. Was nutzt der perfekt ermittelte Preisträger, wenn sich keiner dafür interessiert?

Skeptische Grüße,
Micha

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Andrea Meyer

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis

Beitragvon Andrea Meyer » 2. Oktober 2002, 12:14

Hi,

> Mit den genannten Massnahmen mag das zu einem sehr begrenzten
> Teil gelingen, allerdings wohl nur innerhalb der Spieleszene.

Das ist für Kleinverlage schon 'ne ganze Menge. :-) Ich glaube nämlich, dass "die Spieleszene" größer ist als die Summe der Diskutanten hier im Forum, der SpielerInnen in der brettspielwelt und der Essen-BesucherInnen.

SdJ ist ohne Frage der einzige in der breiten Öffentlichkeit wahr genommene Preis. Ich denke, wir alle kennen die langjährigen Diskussionen um die Repräsentativität eines Kritikerpreises etc. Wenn ich Werbung für "Kleinverlagsspiele" (wie auch immer definiert) in der breiten Öffentlichkeit machen, habe ich imho zwei Probleme:
- Finanzvolumen (MB-Gong, Ravensburger-Anzeigenserien kosten viel Geld)
- Verfügbarkeit der Spiele, d.h. Lieferbarkeit und Präsenz im Einzelhandel (deswegen wird Funkenschlag o.ä. nie auf die SdJ-Liste kommen)

Insofern sollten wir hier nicht Äpfel und Birnen miteinander diskutieren, findet

Andrea

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friedemann
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Re: Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon friedemann » 2. Oktober 2002, 12:36

Hallo,

wie schon gesagt, geht es um einen Preis, bei dem auch die Kleinen eine Chance haben; dazu müssen sie aber auch gute Spiele machen. Es soll hier keine ungerechter Preis bei rum kommen
>
> Wobei man da allerdings auch Abstriche machen muß. Bei
> Spielefesten in den großen Städten kommt auch sehr viel
> Laufpublikum (das ist ja auch Sinn solcher Veranstaltungen),
> die
> überhaupt erst fürs Spielen interessiert werden sollen.
> Umgekehrt ist die Teilnahme an den Spielewochenenden in
> Hotels eher eine Frage des Geldbeutels als der Spielekompetenz.
>
Ich würde Spielefeste explizit ausschließen, eben wegen des Laufpublikums. Es darf nicht so sein, daß den Leuten die Abstimmung aufgezwungen wird, obwohl sie keine Ahnung haben.

Ich finde es gut genau die Leute zu bekommen, die verrückt genug sind, sich ein Wochenende von der Umwelt abzuschotten, um zu spielen und dafür auch möglichweise viel Geld ausgeben. Es gibt noch genug Spielertreffen, die günstig in Jugendherbergen o.ä. stattfinden.

Natürlich fände ich das Ganze international sehr schön. Wenn auch Spieletreffen wie z.B. Gathering of the Friends mitmachen würden.

Friedemann

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friedemann
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Beiträge: 517

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis

Beitragvon friedemann » 2. Oktober 2002, 12:44

Also mich interessiert bei Musik, Comics, Spielen, Kinofilmen der Mainstreammarkt auch nicht und ich freue mich immer über gute Independent-Produktionen, lasse mich aber auch von guten Produkten von den Großen überraschen.

Deswegen freue ich mich immer über eine qualitative Auswahl sprich Liste, von der ich weiß, da haben Leute gesessen, die die Produkte nicht nur aus der Werbung kennen.

Das Spiel des Jahres erfüllt seine Aufgabe als Preis für die Familien imho sehr gut. Wenn hier immer alle sagen: Aber das Spiel des Jahres ist nix für mich, dann haben sie recht. Dafür ist schon der deutsche Spielepreis da und da hat ja auch der deutliche Favorit Puerto Rico gewonnen.

Ich würde gerne den Preis der Vielspieler küren und wenn es auch nur eine Kaufempfehlung für Spieler ist, die sonst nur die großen Namen suchen. Wie Andrea schon sagte: das wäre schon ganz schön viel für die Kleinen.

Friedemann

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Heinrich Glumpler

Auflage 2.000 - nicht 50.000

Beitragvon Heinrich Glumpler » 2. Oktober 2002, 12:48

Hi,

der Preis erfüllt seinen Zweck (für einen Kleinverlag), wenn er ein gutes Spiel innerhalb der "eingefleischten" Szene bekannt macht und somit den Abverkauf einer 2000er-Auflage und damit die Finanzierung des nächsten Spieles ermöglicht!

*Ich* wüßte ehrlich gesagt nicht, wie ich es in meiner Freizeit organisieren sollte, eine 50.000-Auflage zu "stemmen" - Produktion, Marketing, Support, ....

Grüsse
Heinrich

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peer

Re: Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon peer » 2. Oktober 2002, 12:54

Hi,
Günter Cornett schrieb:
>
> Ralf Arnemann schrieb:
> >
>> 'Auch für Kleinverlage' heisst nicht 'nur für Kleinverlage'.
>
> Ich habe das so verstanden, dass es keine Abgrenzung geben
> soll.

Würde auch wieder keinen Sinn machen. Mit Grossen Verlagen ist eine Einordnung der Qualität besser möglich - Bestes Kleinverlagsspiel heisst ja nicht zwangsläufig hervorragendes Spiel (schliesslich gibts bessere und schlechtere Jahrgänge)

> > Und dann die Abgrenzung nach unten: Soll jeder Prototyp vom
> > Küchentisch schon teilnahmeberechtigt sein? Ab wann ist genug
> > Struktur da, daß man überhaupt von einem "Kleinverlag"
> > sprechen kann?
>
> Das können doch die entscheiden, die abstimmen.

Ein Regelung sollte es schon geben. So ein Preis (oder Liste oder so) macht zumindest nur Sinn, wenn man die empfohlenen Spiele auch kaufen kann. Und daher muss es schon eine Art von Vertriebsstruktur geben, die es mir ermöglicht an das Spiel irgendwie einigermassen einfach heranzukommen. Der Prototyp meiner Götterdämmerung wäre also ausgeschlossen (abgesehen davon könnte ich dann kein Siedler mehr spielen ;-) ), aber Ostfriesenlauf (Clicker) (Um mal etwas willkürlich zu nennen) nicht - das kann ich beim Autor problemlos beziehen (sogar übers Net, ich muss nicht Telefonbücher wälzen).
ciao,
Peer

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friedemann
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Beiträge: 517

50.000 auflage

Beitragvon friedemann » 2. Oktober 2002, 12:55

Na Ja, die 50.000 Startauflage gibt es glaube ich selbst bei den Großen nicht.

Friedemann

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Michael Schramm

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis

Beitragvon Michael Schramm » 2. Oktober 2002, 12:57

Hi Andrea,

ich denke, dass die Bedenken von Michael nicht unbedingt von der Hand zu weisen sind, auch wenn ich Dir natürlich Recht gebe in Bezug auf die Größe der "Spieleszene", die aber wohl mit ca.2000-2500 Personen eine noch überschaubare Menge an Personen umfasst ( diese Zahl beruht auf ziemlich genauen Einschätzungen unterschiedlicher Verlagsvertreter). Allerdings glaube ich kaum, dass Du diese "Szene" mit einem Kleinverlagspreis besser informieren wirst als sie es bereits ist, diese Vielspieler kennen sich in der Regel extrem gut aus und brauchen keinen zusätzlichen Preis mehr für ihre Kaufentscheidungen. Und über die Szene hinaus wird dieser Preis wahrscheinlich überhaupt keine Relevanz haben, da er mit ziemlicher Sicherheit noch nicht einmal Fussnoten in der Medienberichterstattung wert sein wird.
Nur um der Klarheit willen: wer ein besonders gutes Spiel eines Kleinverlages auszeichnen will, soll das gerne machen, aber nach meiner Meinung steht der Aufwand für ein solches Unterfangen in keinem Verhältnis zum Ergebnis!

Nice dice

Michael

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Günter Cornett

Re: Auflage 2.000 - nicht 50.000

Beitragvon Günter Cornett » 2. Oktober 2002, 13:02

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> der Preis erfüllt seinen Zweck (für einen Kleinverlag), wenn
> er ein gutes Spiel innerhalb der "eingefleischten" Szene
> bekannt macht und somit den Abverkauf einer 2000er-Auflage
> und damit die Finanzierung des nächsten Spieles ermöglicht!
>
> *Ich* wüßte ehrlich gesagt nicht, wie ich es in meiner
> Freizeit organisieren sollte, eine 50.000-Auflage zu
> "stemmen" - Produktion, Marketing, Support, ....

Hallo Heinrich,

dann wäre es eben ein Hauptberuf ;-). Lass das mit der Freizeit mal nicht das Finanzamt hören. Ganz schnell unterstellen sie dir Liebhaberei und mangelnde Gewinnerzielungsabsicht.

Eine Förderung des Absatzes ist mir natürlich auch wichtig. Generell geht es mir bei einem solchen Preis mehr darum, auf die Ideen hinzuweisen, die in einem Spiel stecken, auf die Arbeit die ein Spiel ausmacht, auf die kreative Leistung von Autoren, Grafikern und Verlegern. Ein(!) einzelnes gutes Spiel wird innerhalb der Szene auch so bekannt, dafür braucht es auch keinen Preis. Mehr Kunstpreis als 'Kommerzpreis für Kleine'. Kunst ist natürlich auch Kommerz aber der Schwerpunkt wäre ein anderer. Daher auch mein Vorschlag ca fünf gleichberechtigte 'Sieger' zu küren. Ranglisten gibt es IMHO mehr als genug.

Gruß, Günter

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peer

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis

Beitragvon peer » 2. Oktober 2002, 13:02

Hi,
Wie du schon richtig sagst, muss man sich bei einem Preis überlegen, warum man ihn kührt. Aber ein Preis muss sich nicht an die breite Masse richten - es gibt in anderen Sparten genug Preise, die für Kenner der Szene von Kennern der Szene ins Leben gerufen wurden - sei es SF-Preise, Independentfilme oder Erotic-Comics (nagelt mich auf dem letzten nicht fest, wollte nur eine Sparte nennen, von der ich keine Ahnung habe :-D )
Und dieser Preis ist für Vielspieler, eine Art "Geheimtipp"-Preis. Viele Threads in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Spieler eigentlich immer Angst haben, ein geniales Spiel zu übersehen :-)
Daher kann die Verbreitung des Preises auch entsprechend geschehen: Spielezeitschriften (Spielerei, Fairplay, Spielbox...), Webseiten (Spielbox, Pöppelkiste, Hall, Phase, Luding, Brettspielwelt, RdS, Fairspielt und alle die ich vergessen habe und die deshalb böse sind, Spieleautorenseiten), Spielehändler usw. Sprich: Alles was die Szene an die Öffentlichkeit gibt. Das ist imho ausreichend.
ciao,
Peer

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peer

Re: Neuer Spielepreis -Skepsis - Ergänzung

Beitragvon peer » 2. Oktober 2002, 13:04

Hi,
und noch was, was mir gerade einfällt: Ein solcher Spielepreis könnte ja auxh z.B. dafür sorgen, dass ein kleines Spiel von einem grösseren Verlag entdeckt und für die Masse herausgebracht wird (und SdJ wird ;-) )
ciao,
Peer

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Günter Cornett

Re: Was ist denn ein "Kleinverlag"?

Beitragvon Günter Cornett » 2. Oktober 2002, 13:07

peer schrieb:
>
> Hi,
> Günter Cornett schrieb:
> >
> > > Und dann die Abgrenzung nach unten: Soll jeder Prototyp vom
> > > Küchentisch schon teilnahmeberechtigt sein? Ab wann ist
> genug
> > > Struktur da, daß man überhaupt von einem "Kleinverlag"
> > > sprechen kann?
> >
> > Das können doch die entscheiden, die abstimmen.
>
> Ein Regelung sollte es schon geben. So ein Preis (oder Liste
> oder so) macht zumindest nur Sinn, wenn man die empfohlenen
> Spiele auch kaufen kann. Und daher muss es schon eine Art von
> Vertriebsstruktur geben, die es mir ermöglicht an das Spiel
> irgendwie einigermassen einfach heranzukommen. Der Prototyp

Im Prinzip hast du recht. Ich traue den Abstimmenden schon zu, mangelnde Verbreitung als kleinen Malus mitzu berücksichtigen. Wenn ein Spiel in Ultrakleinstauflage sich gegen andere durchsetzen sollte, wird es dan sicherlich auch in einer größeren Auflage hergestellt werden.

Sind aber Detailfragen, eigentlich nicht soooo wichtig.

Gruß, Günter

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Heinrich Glumpler

Re: 50.000 auflage

Beitragvon Heinrich Glumpler » 2. Oktober 2002, 13:18

Hi,

ich meinte nicht die Startauflage - sondern die Auflage, die man stemmen muss, wenn man es mal schafft, eine Preis zu kriegen.
Ich liebe auch meinen Beruf und würde ihn nur ungern aufgeben - ach, es leben zwei (bis drei) Seelen in meiner Brust :LOL:

Grüsse
Heinrich

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friedemann
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Beiträge: 517

Re: 50.000 auflage

Beitragvon friedemann » 2. Oktober 2002, 13:19

Beim Spiel des Jahres werden es aber dann schon mehr als 200.000 Spiele, die zu stemmen sind. ;-)

Friedemann

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Michael Andersch

Re: Neuer Spielepreis - Skepsis II

Beitragvon Michael Andersch » 2. Oktober 2002, 13:34

Der Preis soll also – wenn ich’s richtig verstanden habe – in erster Linie dazu dienen, Spiele von Kleinverlagen in der „Spielerszene“ bekannter zu machen bzw. „unaufmerksame“ Vielspieler auf mögliche Highlights hin zu weisen.

Mal angenommen, der angesprochene Personenkreis wären die von Michael Schramm genannten 2.500 Personen (was mir persönlich dann doch etwas wenig erscheint, aber wenn entsprechende Quellen dies ermittelt haben...). Dann haben die ja nicht alle keine Ahnung, sondern ein gewisser Anteil davon wäre doch sicher sehr gut informiert.

Zielgruppe wären also die bzgl. der Kleinverlagsszene uninformierten Vielspieler. Sollte es davon wirklich so viele geben, dass sich ein solcher Preis und der damit verbundene Aufwand wirklich lohnt?

Ich selbst beispielsweise spiele zwar deutlich mehr als Ottonormalbürger, aber mit Sicherheit auch deutlich weniger als einige andere von Euch hier. Trotzdem denke ich, dass ich über Neuerscheinungen (nicht zuletzt dank SB-Online und –Druckausgabe, Fairplay, Webseiten vieler Personen die auch hier im Forum verkehren, Kontakte zu Verlagen,...) ähnlich gut informiert bin wie die meisten von Euch auch. Dennoch spiele und kaufe ich zu 95% Mainstream-Spiele, obwohl ich weiss, dass es da auch „noch was anderes“ gibt – genauer gesagt eine ganze Menge.

Bitte meine Postings nicht falsch verstehen – ich will hier nichts mies machen. Aber vielleicht lediglich vor überhöhten Erwartungen warnen.
Generell begrüße ich alles, was dem Spielen an sich weiterhilft und fände es super, wenn die Gedankengänge dieses sich evtl. formierenden Preises sich nicht von vornherein auf eine derart kleine Zielgruppe beschränken würde, sondern die teilweise wirklich sehr guten Kleinverlagsspiele auch viel mehr in’s Licht der „breiten“ Öffentlichkeit gerückt würden.

VG,
Micha

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Günter Cornett

Re: Neuer Spielepreis - Skepsis II

Beitragvon Günter Cornett » 2. Oktober 2002, 13:53

Michael Andersch schrieb:
>
> Der Preis soll also – wenn ich’s richtig verstanden habe – in
> erster Linie dazu dienen, Spiele von Kleinverlagen in der
> „Spielerszene“ bekannter zu machen bzw. „unaufmerksame“
> Vielspieler auf mögliche Highlights hin zu weisen.
...
Ich denke auch dafür lohnt sich kein Preis. Wenn ein Kleinverlagsspiel sehr gut ist, spricht sich das in der Szene rum und wird - wie du richtig sagst - auch in der Spielepresse berücksichtigt.

> Generell begrüße ich alles, was dem Spielen an sich
> weiterhilft und fände es super, wenn die Gedankengänge dieses
> sich evtl. formierenden Preises sich nicht von vornherein auf
> eine derart kleine Zielgruppe beschränken würde, sondern die
> teilweise wirklich sehr guten Kleinverlagsspiele auch viel
> mehr in’s Licht der „breiten“ Öffentlichkeit gerückt würden.

Es sollte dabei der „breiten“ Öffentlichkeit inhaltlich mehr sagen als 'kauft dieses tolle Spiel (das - rein zufällig - von einem Kleinverlag stammt)'.

Gruß, Günter


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