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Pueblo und Frau Heß

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Peter Steinert

RE: Eine 6 auf der Wertungsskala

Beitragvon Peter Steinert » 13. Oktober 2002, 23:12

Hi.

Eine wichtige Anmerkung zu diesem Thema:

Vor einiger Zeit wurde, um beispielsweise den Komplexitätsgrad eines Spiels einzuordnen, in der Spielbox eine Skala mit 6 Einheiten gewählt. Was Symmetriefanatiker wegen der fehlenden Mitte stören könnte, hat einen sehr entscheidenden Grund:
Wenn ich irgend etwas bewerten möchte, sei es nun die Komplexität eines Spiels oder der Geschmack eines Schokoriegels oder ein Waschmittel, was auch immer, ist eine Einteilung durch eine ungerade Anzahl von Abstufungen nicht sinnvoll!
Zu oft passiert es dann nämlich, daß in die Mitte "geschossen" wird, da dies am unverfänglichsten ist, sollte man sich unschlüssig sein. Die Aussagekraft ist aber damit fast dahin.
Besonders bei Kundenumfragen von Marktforschern wird daher üblicherweise eine Einteilung mit gerader Zahl, 4 oder 6, gewählt. Sie zwingt den Befragten dazu, Farbe zu bekennen und sich gedanklich intensiv mit dem Produkt auseinanderzusetzen.
Bei einem Spiel nun, dessen taktischen Gehalt ich bestimmen soll, zwingt mich diese Methode zu einer genauen Analyse. Da es unwahrscheinlich ist, daß ein Spiel exakt zu 50% taktisch ist, muß ich schon sehr genau überlegen, welche Entscheidung ich hier treffe.
Darum hat mich die 5'er-Einteilung der neueren Hefte auch nie überzeugt.

Der Kritik an der 10er-Skala stimme ich dennoch zu (auch hier gibt es übrigens keine Mitte, da die 0 nicht existiert). Eine Abstufung von 1-6, dargestellt etwa durch einen Würfel, halte ich deshalb für ideal.
Hinsichtlich des Spielreizes bedeutet dies die Auseinandersetzung mit der Frage: ist das Spiel eher seicht (3) oder eher reizvoll (4).

Gruß

Peter

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Marion Menrath

Re: Spiele, Kritiker und Kritiken-Leser

Beitragvon Marion Menrath » 13. Oktober 2002, 23:36

Wenn Du aber alles mit 1000 Maßstäben objektivierst, kommt irgendwann nur noch langweiliges Mittelmaß heraus. In Kommentaren und Kritiken hat Meinung drinzustecken, weil es auch drauf steht. Das erwarten die Leser dann auch.
Es hängt natürlich auch von der Zielgruppe ab. In einer Zeitungskritik muss ich mich als Spielekritiker vielleicht wirklich etwas zurücknehmen, weil es einfach so viele verschiedene Adressaten, sprich Kunden einer Kritik gibt.
Vom speziellen Publikum einer Spielezeitschrift erwarte ich aber auch, dass sie a) aus anderen Kritiken des Autors, b) aus Infos zwischen den Zeilen, ein Spiel einigermaßen einordnen kann, auch wenn nicht alle möglichen Regelvarianten bis ins Kleinste beschrieben sind.

Und die Fairplay, die noch viel größere Hämmer als die Spielbox rausholt, lese ich vor allem wegen der Verrisse.

Marion, die keine kooperativen Spiele mag

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Michael Knopf

Re: Pueblo, Frau Heß, Objektivität, Herr Knopf

Beitragvon Michael Knopf » 14. Oktober 2002, 14:03

Lieber Herr Delonge,

zwar bin ich kein Freund davon, eher persönliche Streitereien in einem öffentlichen Forum auszutragen, dafür gibt es andere Kommunikationswege; aber wenn es denn sein soll, will ich gerne antworten.

Mein Verweis auf TA in der Pueblo-Besprechung war weder eine Kritik des Spiels (die habe ich längst andernorts und womöglich doch etwas differenzierter geschrieben) noch ein "Nachtreten" in Richtung Jury (dazu fehlt mir längst der emotionale Antrieb), sondern ein - zugegeben - leicht polemischer Seitenhieb auf die für mich nach wie vor höchst befremdliche Tatsache, daß TA in die Nähe des Titels "Spiel des Jahres" kommen konnte. Sowas sollte erlaubt und zu ertragen sein, ohne daß der leider betroffene Autor gleich Verschwörungstheorien entwickelt ("Bei mir sieht er immer nur Schwächen"...). Das wäre schon deshalb überflüssig, weil meine seinerzeitige Kritik an Big City in eine ganz andere Richtung ging - und TA mit der Bewertung "nett" so schlecht nun auch wieder nicht weggekommen ist.

Nur bin und bleibe ich (als Spielekritiker, nicht als Ex-Jury-Mitglied) eben der Meinung, daß ein potentielles SDJ mehr bieten muß, unabhängig von der Frage, ob es "einfach" oder "komplex" ist. Das widerspricht zwar der momentan in der Jury herrschenden Lehre und offenbar auch der hier im Forum verbreiteten Auffassung, ist deshalb aber weder "ungerecht" noch "unfair" noch "arrogant".

Soviel dazu und schönen Gruß,
Michael Knopf

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Jürgen Schmidt

Enttäuschend

Beitragvon Jürgen Schmidt » 14. Oktober 2002, 14:52

Die Beiträge von Michael Knopf in der Spielbox stellen sich für mich als Leser immer mehr als eine Platz- und Zeitverschwendung dar.

Nach dem Lesen der 'Kritiken' bin ich kaum schlauer als vorher - allenfalls enttäuscht.

Von einer Spielekritik erwarte ich mir zwei Punkte:
- Zunächst mal eine wertfreie und neutrale (!!) Vorstellung des Spiels, um mir selbst ein Bild machen zu können und eine Entscheidung 'Gefällt mir oder nicht' treffen zu können.
- Dann noch eine persönliche Einschätzung durch den Autor, wobei seine Meinung zum Ausdruck kommen sollte. Aufgrund früherer Kritiken des Autors kann ich dann abschätzen, ob er meinen Geschmack trifft oder nicht.

Bei Herrn Knopf ist der erste Punkt leider absolut nicht erfüllt. Seine persönliche Meinung beherrscht den Artikel von der ersten bis zur letzten Seite. Von Objektivität ist weit und breit keine Spur mehr und die Seitenhiebe auf andere Spiele verderben die Laune zum Weiterlesen.

Da ich vom Geschmack her nicht auf Knopfs Wellenlänge liege, kann ich aus Punkt 2 (der persönlichen Meinung) keine Vorteile für mich beziehen.

Übrig bleibt ein Bericht voll mit Voreingenommenheit und Seitenhieben. Für so etwas kann ich mir auch die Bild-Zeitung kaufen, aber beileibe keine Spielbox-Zeitschrift.

Da Herr Knopf aber leider zentrale Spiele behandelt (Pueblo, Kupferkessel,...) bleibt für die Spielbox nur ein leeres Loch zurück - diese Spiele kann man nicht als abgedeckt betrachten.

Ich würde es mir als Redaktion wirklich überlegen, welche Artikel ich Herrn Knopf zum Bearbeiten überlasse.

Jürgen Schmidt

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Jost Schwider

RE: Eine 6 auf der Wertungsskala

Beitragvon Jost Schwider » 14. Oktober 2002, 18:38

"Peter Steinert" hat am 13.10.2002 geschrieben:

> Zu oft passiert es dann nämlich, daß in die Mitte
> "geschossen" wird, da dies am unverfänglichsten ist, sollte
> man sich unschlüssig sein. Die Aussagekraft ist aber damit
> fast dahin.

Und was ist mit der Aussage "Etwas ist ganz und gar durchschnittlich?" :-/

Nach der Normalverteilung [i]müssen[/i] sich die meisten Bewertungen in der Mitte befinden, sonst ist eben die Notenskala falsch gewählt!

> Besonders bei Kundenumfragen von Marktforschern wird daher
> üblicherweise eine Einteilung mit gerader Zahl, 4 oder 6,
> gewählt.

Da sieht man mal wieder den Unterschied zwischen "Geistes"-Wissenschaftlern" wie etwa Psychologen und "richtigen" Wissenschaftlern, die sich einfach an Fakten halten. ;-)

Nun ja, im Mittelalter war es ja auch normal, jemanden zur "richtigen" Meinung zu zwingen - auch wenn er eigentlich gar keine hat, oder sich tatsächlich auf dem Mittelweg befindet...

Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß oder Freund und Feind!

Viele Grüße
Jost aus Soest (Buddha-Sympathisant :-)) )

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Franz-Benno Delonge

Re: Knopfsche Spielkritiken

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 14. Oktober 2002, 23:25

Lieber Michael Knopf,
ist in Ordnung und reicht mir als Begründung. Alle Verschwörungstheorien sind hiermit begraben. Aber ganz unabhängig davon, daß meine Spiele bei Dir schlecht wegkommen, fasse ich meine derzeitige Einschätzung Deiner Spielekritiken mal wie folgt zusammen:
- Stilistisch sind sie eine Klasse für sich, und gerade deshalb hatte ich mich früher auf jede SZ-Wochenendausgabe gefreut.
- Aber Du hast inzwischen den Bezug von deiner Vielspielererfahrung zum Horizont des Nichtprofispielers verloren.
- Und aus manchen deiner Kritiken spricht für mein Gefühl einfach nur der Überdruß des Übersättigten.
- Diese beiden Punkte scheinen mir letztlich der Grund für Deinen Auszug aus der SdJ-Jury gewesen zu sein.
- Seither kranken Deine Spielkritiken m.E. oft daran, daß Du prinzipiell das gut finden willst, was die Jury schlecht findet, und umgekehrt.
- Deshalb haben immer öfter die Betroffenen bei Dir das Gefühl, daß sie nicht korrekt behandelt werden. Ich konnte es bei Günter Burkhardt sehr gut nachvollziehen, weil "Kupferkessel" wirklich nicht annähernd so schlecht ist, wie Du es gemacht hast. Und wenn ich selber betroffen bin, ärgert es mich doppelt.
- Alles in allem: Sehr schade. Guter Stil ohne guten Willen führt zu nichts. Aber vielleicht wirds ja wieder.
Viele Grüße
Benno

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Michael Knopf

Re: Knopfsche Spielkritiken

Beitragvon Michael Knopf » 15. Oktober 2002, 11:46

Lieber Benno,

also weiter: Es wird Dich nicht wundern, daß ich in allen Punkten (bis auf den ersten natürlich...) widersprechen muß - was zum Teil recht leicht ist, weil Du Unhaltbares behauptest.

- Es ist ein gängiges Klischee, daß den Bezug zum "Nichtprofi" verloren habe, wer gewisse, vielleicht durchaus massentaugliche Spiele negativ beurteilt. Ich sage es noch einmal: Es gibt gute und weniger gute "einfache" Spiele, und ich sehe meine Aufgabe als Kritiker nicht darin, zu loben, was vielen gefällt, nur weil es vielen gefällt. Leider ist das in allen Bereichen so: Wer einen beim sogenannten breiten Publikum erfolgreichen Film oder ein Buch verreißt, gilt als abgehoben oder arrogant oder was auch immer. Der ehemalige RTL-Chef Thoma sagte: Wenn wir in der SZ positiv besprochen werden, haben wir was falsch gemacht... Sind wir jetzt bei den Spielen auch soweit?
- Soweit ich einen Überdruß habe, gilt er nicht den Spielen als solchen, sondern dem Mittelmäßigen. Wer viele Spiele kennt, erkennt auch die ewige Wiederkehr des Gleichen, die Einfallslosigkeit, und momentan eben: den Trend zum vorsätzlich Banalen. Das ist aber kein Nachteil für die Kritikertätigkeit, sondern eher ein Vorteil.
- Die Unterstellung, ich hätte wegen "Horizontverlust" und "Überdruß" die Jury verlassen, ist nichts als boshaft und stellt alle Tatsachen auf den Kopf. Du weißt es besser, denke ich, und wenn nicht, soll es mir auch egal sein.
- Ich richte meine Urteile an denen der Jury aus, jeweils umgekehrt? Meine Güte, das ist empirisch völlig haltlos; ich sage nur "Villa Paletti".
- Ein Spiel schlechter zu finden als der Autor oder andere Kritiker, ist keine unkorrekte Behandlung, sondern höchstens ärgerlich für den Betroffenen.
- Jemandem den guten Willen abzusprechen, weil er anderer Meinung ist, halte ich für ziemlich schlicht.

Schönen Gruß,
Michael

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Gustav der Bär

Ach, meine Lieben, zankt euch doch nicht ...

Beitragvon Gustav der Bär » 15. Oktober 2002, 12:19

... wegen solch nebensächlicher Details wie der Frage, ob ein Spiel eine schlechte oder eine gute Kritik bekommt.

Ich hab´ für meine Bücher im Laufe der Zeit auch eine Menge schlechter Kritiken bekommen, aber ich habe mich nie drüber geärgert. Und weshalb auch?! Meine Bücher schreibe ich nicht für Kritiker, sondern für Leser. Kritiker sind also definitiv nicht mein Zielpublikum, es ist daher nicht ganz so wichtig, ob sie denen gefallen (wenn es natürlich auch angenehm ist, weil es halt immer angenehm ist, wenn man gelobt wird).

Kritiken liest man doch - gerade, wenn man sich in der behandelten Materie auskennt - in erster Linie des Unterhaltungswertes wegen. Inhaltlich ist die Meinung des Kritikers immer nur die seine, und auf die hat er halt den selben Anspruch wie ich auf meine: Man muss sich nicht gegenseitig unsympathisch finden, weil man verschiedene Geschmäcker bei Büchern oder bei Spielen hat.

Spiele erfindet man doch auch für die Spieler; die einzige Frage von Bedeutung ist also, ob sie DENEN gefallen.

Wie ich an Bennos - jetzt mal ganz speziell - "TransAmerica" die gelungene Kombination aus einfacher, gradliniger Struktur, die doch eine Vielfalt taktischer Möglichkeiten eröffnet, schätze, so schätze ich an Michaels Kritiken, dass jede einzelne davon ein sprachliches Kabinettstückchen ist, das einfach vergnüglich zu lesen ist.

So denke ich, sollte jeder das tun, was er wirklich kann, nämlich der eine Spiele erfinden, der andere sie besprechen - und wenn jetzt der eine nicht des anderen Geschmack getroffen hat, dann hat das ungefähr die selbe Bedeutung, als ob in Kathai ein Sack Reis umfällt.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Ach, meine Lieben, zankt euch doch nicht ...

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 15. Oktober 2002, 14:21

[b]RECHT HAST DU, LIEBER GUSTAV![/b]

Gruß
Roland (der es trotzdem besser fände, wenn Michael Knopf das Spiel, das er zu zerreissen gedenkt, erst einmal nüchtern und objektiv beschriebe, damit er weiß, was denn da zum Zeriss ansteht ... da ich Pueblo schon mit Vergnügen gespielt habe, war es dieses Mal für mich nicht so tragisch ... und ich liebe auch "TransAmerika".)

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Helmut Lehr

Re: Enttäuschend?- Im Gegenteil!

Beitragvon Helmut Lehr » 15. Oktober 2002, 14:22

Jürgen Schmidt schrieb:
>
> Die Beiträge von Michael Knopf in der Spielbox stellen sich
> für mich als Leser immer mehr als eine Platz- und
> Zeitverschwendung dar.
>
In den 80er-Jahren schrieb Ingo Faustmann in seiner "Spielkunde Informationen" äußerst scharfzüngige Spielzerisse, aber er traf damit den Nagel auf den Kopf. Ich habe seine Rezensionen mit Genuß gelesen.
Genauso geht es mir bei Michael Knopf. Sein Schreibstil gehört zum feinsten in dieser Branche und gereicht jeder Zeitung zur Ehre. Leider konnte ich ihm das in Rosdorf auf dem KOSMOS-Treff nicht persönlich sagen, weil ich als Nichtraucher um Raucher meist einen räumlichen Bogen mache.
Und was heißt "Objektivität"? Jede Spielrezension ist subjektiv, muss sie sein. Ich bin nicht mit jeder seiner Rezension einverstanden, aber ich finde sie köstlich zu lesen und kann
mir auch durch Rezensionen in anderen Heften durchaus ein Meinungsspektrum zu einem Spiel verschaffen.
Schönen Gruß
Helmut

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Ralf Arnemann
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Zu spät ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 15. Oktober 2002, 17:07

> Ich hab´ für meine Bücher im Laufe der Zeit auch eine Menge
> schlechter Kritiken bekommen, ...
Und das erfahre ich gerade jetzt, da ich mir sie gestern bestellt habe ;-)

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Arne Hoffmann
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Re: Zu spät ...

Beitragvon Arne Hoffmann » 15. Oktober 2002, 17:22

Hallo Ralf,

sei beruhigt. So schlecht schreibt Gustav nicht. ;-) Habe erst vorletzte Woche seine "Burg der Alchimisten" gelesen und kann das Buch nur waermstens weiterempfehlen (Oh - war das jetzt Werbung? :-)) ). Ich fand es sehr unterhaltsam und sehr spannend.

Tschoe,

- Arne - (kein Literaturkritiker)

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Gustav der Bär

Grade noch rechtzeitig ...

Beitragvon Gustav der Bär » 15. Oktober 2002, 20:43

Arne Hoffmann schrieb:
> (...) Habe erst vorletzte Woche seine "Burg der Alchimisten" gelesen und
> kann das Buch nur waermstens weiterempfehlen (Oh - war das
> jetzt Werbung? :-)) ).

Aber nein, lieber Arne, das war eindeutig eine völlig unabhängige Kritik nach rein objektiven Kriterien. (Hab´ leider versehentlich den Zettel mit deiner Kontonummer verlegt, gib sie mir doch eben noch mal durch).

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Arne Hoffmann
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Beiträge: 497

Re: Grade noch rechtzeitig ...

Beitragvon Arne Hoffmann » 16. Oktober 2002, 00:47

Gustav der Bär schrieb:
>
> Arne Hoffmann schrieb:
> > (...) Habe erst vorletzte Woche seine "Burg der
> Alchimisten" gelesen und
> > kann das Buch nur waermstens weiterempfehlen (Oh - war das
> > jetzt Werbung? :-)) ).
>
> Aber nein, lieber Arne, das war eindeutig eine völlig
> unabhängige Kritik nach rein objektiven Kriterien. (Hab´
> leider versehentlich den Zettel mit deiner Kontonummer
> verlegt, gib sie mir doch eben noch mal durch).

Ach, das machen wir besser unter der Hand auf der Messe - da kann dann auch das Finanzamt nichts mitbekommen. :-))

Objektiv bewertet hat das Buch einen schönen Schriftsatz, der auch bei schummrigem Licht noch gut zu erkennen ist. :lol: :lol: :lol: Auch die Rechtschreibung (die alte, wohlgemerkt) schien mir in Ordnung zu sein. ;-) (hatte ich vergessen, in meinem vorherigen Posting zu erwähnen, wir wollen ja möglichst objektiv sein hier)

Tschö,

- Arne -

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Marten Holst

RE: Zu spät ...

Beitragvon Marten Holst » 16. Oktober 2002, 01:09

Moinle,

> sei beruhigt. So schlecht schreibt Gustav nicht. ;-) Habe
> erst vorletzte Woche seine "Burg der Alchimisten" gelesen
> und kann das Buch nur waermstens weiterempfehlen (Oh - war
> das jetzt Werbung? :-)) ). Ich fand es sehr unterhaltsam
> und sehr spannend.

wieso schreibt hier jemand meine Postings? ;-)

Belesene Grüße
Marten (der vielleicht als Wissenschaftler Kritiken hätte, sich aber als Otto-Normalleser mit dem Buch sehr wohl fühlte, und mehrfach hinterhältig vom Autor an der Nase herumgefeudelt wurde)

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Franz-Benno Delonge

Re: Ich will mich nicht mehr zanken

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 16. Oktober 2002, 09:35

Lieber Gustav,
Asche auf mein Haupt. Du hast wieder mal so was von recht!
Bis in Essen
Benno

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Ralf Arnemann
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Re: Grade noch rechtzeitig ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. Oktober 2002, 11:02

> Auch die Rechtschreibung (die alte, wohlgemerkt) schien mir in
> Ordnung zu sein.
Ein ganz wichtiger Pluspunkt für mich.
An mir ist ja schon die "alte" Rechtschreibung vorbeigegangen - ich bin noch auf dem Stand, wo "Telephon" die einzig korrekte Version ist ;-)

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Ralf Arnemann
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RE: Zu spät ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. Oktober 2002, 11:03

> der vielleicht als Wissenschaftler Kritiken hätte,
Ah, interessant.
Mal sehen, ob mir da auch Punkte auffallen (sollten gerade bei einem fachkundigen Autor wie Gustav ja nur wenige sein ...).

Auf diese Frage komme ich nach Lektüre noch mal zurück ...

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Marten Holst

RE: Zu spät ...

Beitragvon Marten Holst » 16. Oktober 2002, 12:22

Moinle,

> > der vielleicht als Wissenschaftler Kritiken hätte,
> Ah, interessant.
> Mal sehen, ob mir da auch Punkte auffallen (sollten gerade
> bei einem fachkundigen Autor wie Gustav ja nur wenige sein
> ...).
>
> Auf diese Frage komme ich nach Lektüre noch mal zurück ...

Besser nicht, ich meinte, als "Literaturwissenschaftler" könnte ich sicherlich am Stil rummäkeln (Bücher, die mir gefallen, mag der Herr M R-R meist nicht so...). Zum Mittelalter kann ich wenig sagen, obwohl ich mal blind vermute, dass die offizielle Biographie einer im Roman wie "in echt" vorkommenden Figur diese Episode auslässt - aber ich weiß es nicht.

Hungrige Grüße
Marten (rechnet minütlich mit einem Mittagessenabholkommittee)

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Gustav der Bär

OT: Durchgeflutscht

Beitragvon Gustav der Bär » 16. Oktober 2002, 12:24

Ralf Arnemann schrieb:
> Mal sehen, ob mir da auch Punkte auffallen (sollten gerade
> bei einem fachkundigen Autor wie Gustav ja nur wenige sein
> ...).

Irgend was flutscht einem halt immer durch, und dann merkt man´s erst, wenn es zu spät ist.

Auch Hobby-Autoren leben ja - jedenfalls in der Endphase - mit einem gewissen Termindruck und manchmal muss man irgend etwas allein deshalb schreiben, damit das Manuskript fertig ist. (In den depressiven Phasen, die es bei so einem recht umfangreichen Projekt immer gibt, motiviere ich mich selbst, in dem ich mir sage: "Ich kann nicht sicher sein, ob es gut wird, aber ich bin sicher, dass es FERTIG wird.")

So gestehe ich hier gleich frei und offen, dass in der "Burg der Alchimisten" ein Fernrohr fast ein ein Jahrhundert vor seiner tatsächlichen Erfindung benutzt wird, dass ein Stollen durch einen Berg nicht so niedrig gebaut werden kann und dass ich die Reisegeschwindigkeit von Reitern auf längeren Strecken falsch kalkuliert hatte: Aber zum Glück gibt´s ja für alles Fachleute, die einen ausführlich (wenn auch bisweilen mit für mich nicht nachvollziehbarer emotionaler Anteilnahme) von solchen Dingen in Kenntnis setzen.

Zum Glück komme ich mit dem Wissen um meine eigene Fehlerhaftigkeit ganz gut zurecht.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Gustav der Bär

Re: Ich will mich nicht mehr zanken

Beitragvon Gustav der Bär » 16. Oktober 2002, 12:27

Darauf einen Bärwurz!

Bis in Essen, lieber Benno.

AX!GdB

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Jost Schwider

RE: Grade noch rechtzeitig ...

Beitragvon Jost Schwider » 16. Oktober 2002, 13:55

"Ralf Arnemann" hat am 16.10.2002 geschrieben:

> An mir ist ja schon die "alte" Rechtschreibung
> vorbeigegangen - ich bin noch auf dem Stand, wo "Telephon"
> die einzig korrekte Version ist ;-)

Gab es [i]damals[/i] überhaupt schon "Fernsprechgeräte"? :LOL: ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Gustav der Bär

OT: Historische "Fernsprechgeräte"

Beitragvon Gustav der Bär » 16. Oktober 2002, 15:32

Jost Schwider schrieb:
> Gab es [i]damals[/i] überhaupt schon "Fernsprechgeräte"?
> :LOL: ;-)

Klar, die waren als "Feldwaibel" bei den Landsknechten.

AX!GdB

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Ralf Arnemann
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Re: OT: Durchgeflutscht

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. Oktober 2002, 15:48

> "Ich kann nicht sicher sein, ob es gut wird, aber ich bin
> sicher, dass es FERTIG wird.")
Schönes Motto.
Bei mir geht es leider eher nach dem Prinzip zu: Es muß unbedingt gut werden - und deswegen liegen lauter unfertige Ideen/Projekte rum.

> So gestehe ich hier gleich frei und offen, ...
Gestehen? Noch vor der Folter? Spielverderber ...

Nun, technische Detailprobleme der von Dir geschilderten Art sind mir (in Maßen) ziemlich egal (und die von Marten benannten Methoden, die offizielle Historie auszubauen, gehören ja zur Existenzgrundlage solcher Literatur).

Wichtiger ist mir, daß die Psychologie stimmt und vor allem Beziehungen der Romanfiguren untereinander dem historischen Kontext entsprechen.

Jetzt bin ich aber ziemlich gespannt, wann die Bücher kommen (dürfte leider nicht mehr reichen, um sie in Essen von Gustav signieren zu lassen ;-)

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Marten Holst

RE: OT: Durchgeflutscht

Beitragvon Marten Holst » 17. Oktober 2002, 00:40

Moinle Ralf (und Gustav),

> Jetzt bin ich aber ziemlich gespannt, wann die Bücher
> kommen (dürfte leider nicht mehr reichen, um sie in Essen
> von Gustav signieren zu lassen ;-)

Du kannst einen ja auf Ideen bringen... ;-)

Ideelle Grüße
Marten (Nicht-Essen-Besucher 2002 und sowas von nicht stolz darauf...)


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