Drachen, große Gefühle und jede Menge Gesprächsstoff: Mit Fourth Wing REALTALK bringt KOSMOS die Welt der erfolgreichen Romantasy-Reihe von Rebecca Yarros an den Spieltisch. Statt selbst am Basgiath War College um einen Platz als Drachenreiter zu kämpfen, müssen die Spielerinnen und Spieler allerdings vor allem eines beweisen: Wie gut kennen sie ihre Freunde wirklich?
Das neue Partyspiel verbindet die Welt von Fourth Wing mit dem bekannten „Wer würde am ehesten …?“-Prinzip. Dabei geht es nicht nur darum, gemeinsam zu lachen. Die Fragen sorgen auch für Diskussionen, überraschende Einschätzungen und vielleicht die eine oder andere Erkenntnis über die eigenen Freunde.
Von der Bestseller-Reihe zum Partyspiel
Die Empyrean-Reihe von Rebecca Yarros hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem internationalen Phänomen entwickelt. Im Mittelpunkt steht Violet Sorrengail, die eigentlich Schriftgelehrte werden möchte, stattdessen aber am Basgiath War College zur Drachenreiterin ausgebildet werden soll. Drachen, Rivalitäten, Freundschaften und eine gehörige Portion Romantik haben Fourth Wing eine riesige Fangemeinde beschert.
KOSMOS greift diese Welt nun auch für den Spieltisch auf. Der Verlag ist offizieller Lizenznehmer der Buchreihe und hat neben REALTALK auch Fourth-Wing-Puzzles veröffentlicht. Weitere Spiele rund um die Fantasy-Welt sind angekündigt. Damit folgt KOSMOS einem Trend, der in den vergangenen Jahren immer deutlicher geworden ist: Erfolgreiche Bücher, Filme und Serien werden nicht einfach nur als Merchandising-Produkte adaptiert, sondern sollen Fans neue Möglichkeiten bieten, ihre Lieblingswelten gemeinsam zu erleben.

Wie funktioniert Fourth Wing REALTALK?
Fourth Wing REALTALK ist ein kooperatives Kommunikations- und Partyspiel von Julien Gupta und Johannes Berger für drei bis sechs Personen ab 16 Jahren. Eine Partie dauert laut KOSMOS rund 20 Minuten.
Im Mittelpunkt stehen die insgesamt 180 Karten mit „Wer würde am ehesten …?“-Fragen. Dabei wird die Spielgruppe immer wieder vor Situationen und Fragen gestellt, die von der Welt aus Fourth Wing inspiriert sind.
Wer hätte beispielsweise das Zeug zum Drachenreiter? Wer würde am ehesten bestimmte Herausforderungen aus der Welt von Violet und ihren Mitstreitern meistern und bei wem könnte es schwierig werden?
Eine Person wählt eine Frage und ordnet die Mitspielenden heimlich entsprechend dieser Frage ein. Anschließend muss die Gruppe diskutieren, kombinieren und herausfinden, welche Frage Grundlage für dieses Ranking gewesen sein könnte. Genau hier entsteht der eigentliche Reiz des Spiels: Plötzlich wird darüber diskutiert, wer besonders mutig, vorsichtig, chaotisch oder durchsetzungsfähig ist.
Dabei gibt es nicht unbedingt die eine objektiv richtige Einschätzung. Entscheidend ist vielmehr, wie gut sich die Gruppe kennt und ob sie nachvollziehen kann, wie die anderen denken.
Wer kennt seine Freunde wirklich?
REALTALK lebt deshalb weniger von taktischen Entscheidungen oder einem komplexen Regelwerk als von den Menschen am Tisch. Die Fragen liefern lediglich den Ausgangspunkt. Das eigentliche Spiel entsteht durch die Gespräche.
Warum steht ausgerechnet diese Person ganz oben im Ranking? Weshalb wäre jemand anderes völlig ungeeignet? Und sieht der Rest der Gruppe das genauso?
Gerade solche Diskussionen dürften für viele lustige Situationen sorgen. Gleichzeitig kann das Spiel Seiten von Freunden zum Vorschein bringen, über die man bislang vielleicht noch gar nicht gesprochen hat. Damit passt Fourth Wing REALTALK gut in die aktuelle Generation von Partyspielen, bei denen Kommunikation und gegenseitiges Einschätzen wichtiger sind als Wissen oder strategisches Können.
Wie viel Fourth-Wing-Wissen braucht man?
Die Verbindung zur Romanreihe ist dabei weit mehr als nur Dekoration. Viele Fragen nehmen direkten Bezug auf die Welt von Fourth Wing. Fans können Figuren, Orte und Situationen aus den Büchern auf ihre eigene Freundesgruppe übertragen und darüber diskutieren, wer sich in Navarre vermutlich wie verhalten würde.
Das bedeutet allerdings auch: Mit Kenntnissen der Bücher macht das Spiel wahrscheinlich am meisten Spaß. Einige Fragen funktionieren durchaus unabhängig von der Romanvorlage, bei anderen hilft es deutlich, die Fourth-Wing-Welt zu kennen. Erste Spielerfahrungen zeigen, dass Gruppen entsprechende Karten auch aussortieren können, wenn nicht alle Mitspielenden die Bücher gelesen haben.

Seine größte Stärke dürfte REALTALK deshalb bei einem Spieleabend unter Fourth-Wing-Fans oder bei einem Buchclub entfalten. Wer gemeinsam über Violet, Xaden, Tairn und Co. diskutiert hat, bekommt hier reichlich neuen Gesprächsstoff.
Ein Spiel, das ins Bücherregal passen soll
Auch optisch richtet sich REALTALK klar an die Fangemeinde. Die 180 Karten sind mit Illustrationen gestaltet, die von der Fourth-Wing-Welt inspiriert wurden. Dazu kommen sechs Drachenchips, zwölf Punktechips und die Spielanleitung.
Besonderen Wert hat KOSMOS auf die Verpackung gelegt. Das veredelte Cover orientiert sich an der Ästhetik der Romane und soll sich bewusst zwischen den Büchern im Regal einfügen. Damit positioniert sich REALTALK nicht nur als Partyspiel, sondern zugleich als Fanprodukt und mögliches Geschenk für Leserinnen und Leser der Reihe.

Buchwelten werden zum Spielerlebnis
Fourth Wing REALTALK zeigt außerdem einen interessanten Trend innerhalb der Spielebranche. Erfolgreiche Geschichten werden zunehmend über unterschiedliche Medien hinweg weitererzählt und erlebbar gemacht. Gerade bei großen Fantasy-Universen wollen Fans ihre Lieblingswelt nicht nur lesen oder anschauen, sondern selbst darin aktiv werden.
KOSMOS hat mit solchen Literatur-Adaptionen bereits Erfahrung. Der Verlag hat in der Vergangenheit unter anderem Stoffe von J. R. R. Tolkien und Ken Follett in die Spielewelt übertragen. Mit Fourth Wing richtet sich dieser Ansatz nun gezielt an die stark gewachsene New-Adult- und Romantasy-Zielgruppe.
REALTALK wählt dafür einen vergleichsweise einfachen Weg: Statt die Handlung des Romans in ein komplexes Brettspiel zu übertragen, wird die Buchwelt zum Ausgangspunkt für Gespräche innerhalb der eigenen Gruppe. Das senkt die Einstiegshürde und passt gleichzeitig gut zum gemeinschaftlichen Charakter der Fourth-Wing-Fangemeinde.
Für wen eignet sich Fourth Wing REALTALK?
Wer ein großes Strategiespiel oder eine umfangreiche Simulation des Basgiath War College erwartet, ist bei REALTALK an der falschen Adresse. Das Spiel möchte vor allem Gespräche anstoßen und einen unterhaltsamen Abend ermöglichen.
Besonders interessant ist es deshalb für Fourth-Wing-Fans, Buchclubs und Freundesgruppen, die kommunikative Partyspiele mögen. Mit einer angegebenen Spieldauer von rund 20 Minuten lässt es sich außerdem unkompliziert zwischendurch spielen oder als Programmpunkt in einen längeren Spieleabend integrieren.
Fazit: REALTALK bringt Fourth Wing an den Spieltisch
Mit Fourth Wing REALTALK versucht KOSMOS gar nicht erst, die komplexe Welt der Romane vollständig in ein Brettspiel zu verwandeln. Stattdessen steht das im Mittelpunkt, was viele Fans ohnehin gerne tun: über die Charaktere und Ereignisse sprechen, Situationen aus den Büchern diskutieren und gemeinsam in die Welt von Fourth Wing eintauchen.
Das „Wer würde am ehesten …?“-Prinzip passt dazu erstaunlich gut. Es verbindet die Fantasy-Welt mit der eigenen Freundesgruppe und dürfte vor allem dann für unterhaltsame Momente sorgen, wenn mehrere begeisterte Leserinnen und Leser am Tisch sitzen.
Für den nächsten Fourth-Wing-Buchclub, Mädelsabend oder Spieleabend mit Romantasy-Fans könnte REALTALK deshalb genau das richtige kleine Partyspiel sein – und dank der aufwendig gestalteten Verpackung macht es sich anschließend auch noch ziemlich gut neben den Romanen im Bücherregal.