Ordnung im Kinderzimmer

Spielerisch zu mehr Ordnung: Das Spielzeug richtig sortieren

Das Kinderzimmer ist ein Ort, an dem vieles passiert: Hier wird geschlafen, gelernt und allein sowie mit Freunden gespielt. Kein Wunder, dass es zwischen Bett, Schreibtisch und Spieleschrank mitunter turbulent zugehen kann. Viele Eltern fürchten das große Aufräumen, das regelmäßig ansteht, denn Ordnung zu halten, fällt nicht allen Kindern leicht. Wer einen guten Rahmen schafft, vereinfacht die Angelegenheit.

Spielzeug nach Kategorien sortieren und lagern

Welches Spielzeug ein Kind hat, wird meist von dessen Interessen bestimmt. Nun ist es aber so, dass Kinder nicht nur ein Thema interessant finden, sondern in aller Regel gleich mehrere. Da gibt es im Kinderzimmer Dinge wie Kugelbahnen, Gesellschaftsspiele, Spielfiguren sowie Bausteine und keines von ihnen ist verzichtbar. In der großen Masse kommen Kinder aber nicht immer zurecht. Oft führt das dazu, dass viele verschiedene Spielsachen wild durcheinander purzeln und nicht nur in Regalen oder Schubladen, sondern auch auf dem Boden verstreut liegen.

Eltern sollten daher Kategorien schaffen und das Kinderzimmer entsprechend einrichten. So könnten sie zum Beispiel die Gruppen

  • Gesellschaftsspiele,
  • digitales Spielzeug,
  • Basteln und Malen,
  • Bauen,
  • Puppen und Figuren
  • und Puzzles

ins Leben rufen und überlegen, an welchen Orten die zugehörigen Dinge am besten aufgehoben sind. vertbaudet zeigt verschiedene Kindermöbel, die mit Schubladen und anderen Aufbewahrungslösungen ausgestattet sind. Oft ergibt sich dann aus der Einrichtung bereits ein guter Fahrplan.

Im Schreibtisch können beispielsweise Stifte und Bastelutensilien aufbewahrt werden, während sich ein Schubladenschrank gut für Gesellschaftsspiele eignet. Im Regal fühlen sich Puzzles und die liebsten Spielfiguren wohl. Es ist wichtig, diese Aufteilung gemeinsam mit Kindern zu entwickeln, um das spätere Aufräumen zu vereinfachen. Können nur die Eltern bestimmte Regalfächer erreichen, stehen hier jedoch besonders häufig genutzte Spielwaren, gelangen Kinder beim Ordnung machen schnell an ihre Grenzen.

Nicht alle Spielwaren im Zimmer aufbewahren

Ein vollgepacktes Kinderzimmer mag im ersten Moment wie ein Paradies wirken. Auf den zweiten Blick jedoch stellt sich bei Kindern schnell Überforderung ein, wenn sie aus zu vielen Spielwaren wählen können. Häufig beschäftigen sie sich dann mit einzelnen Dingen nur kurz und holen dann schon das nächste Spielzeug aus dem Schrank. Schnell sind die Regale leer und vom Teppich ist nur noch wenig zu sehen.

Weniger ist im Kinderzimmer also tatsächlich mehr. Spielsachen, die nicht häufig genutzt werden, dürfen das Zimmer gerne vorübergehend verlassen. Ist das Puppenhaus nicht mehr interessant oder die Ritterburg inzwischen „uncool“, lohnt sich auch ein Verkauf über Kleinanzeigenportale. Das schafft Platz im Zimmer und die vorhandenen Spielsachen werden wieder gewertschätzt.

Auch gibt es Spielwaren, die im Kinderzimmer ohnehin nicht gut aufgehoben sind. Gesellschaftsspiele beispielsweise, die das Kind nicht alleine oder mit Freunden spielt, verstauben im Regal oder müssen für Spieleabende mit der Familie aus dem Schrank geholt werden. Gut ist es, wenn es in der Wohnung einen weiteren Platz gibt, an dem solche Spiele aufbewahrt werden können. Ein Schrank im Keller oder Wohnzimmer eignet sich gut für all solche Dinge.

Bücher: Regale und Boxen sind ideal

Lesen ist wichtig für die kindliche Entwicklung. Beim Vorlesen in der Kindergarten- und Vorschulzeit werden wichtige Grundsteine für das spätere Lernen gelegt. Auch Stiftung Lesen betont das und berichtet, dass regelmäßiges Vorlesen das Lesenlernen erleichtert: „Rund 78 Prozent der Kinder, denen mehrmals in der Woche oder täglich vorgelesen wurde, fällt das Lesenlernen leicht. Bei den anderen ist das laut ihren Eltern deutlich seltener der Fall (50 Prozent).“ (Quelle: https://www.stiftunglesen.de/forschung/forschungsprojekte/vorlesestudie)

 

Eine Bücherbox regt zum Lesen an.

 

 

 

In vielen Familien spielen Bücher eine wichtige Rolle. Kinder blättern schon früh in Bilderbüchern, später dann werden die ersten Märchen vorgelesen und bald schon gibt es viel Stoff zum Selberlesen. Nicht selten ergibt sich hieraus eine wahre Flut an Büchern, die clever aufbewahrt werden wollen. Aufgestellt in Regalen gelingt das leicht. Wie in der Buchhandlung können Eltern und Kinder dann das passende Buch auswählen und später wieder zurückstellen.

Bei Büchern, die besonders oft gelesen werden, lohnt sich auch das Anlegen einer Lesebox, die neben das Bett gestellt werden kann. Diese Box sollte über Rollen verfügen und ausreichend groß sein, um nicht nur Taschenbücher zu fassen. Die Bücher werden mit dem Rücken nach oben in die Box gestellt und lassen sich so leicht herausnehmen und wieder hineinstellen. Mit hohen Bücherstapeln auf dem Boden ist dann endlich Schluss.

Aufräumhilfen für Kinder: Bilder und Beschriftung

Wenngleich das Aufräumen Erwachsenen einfach und unkompliziert erscheint, kann es Kinder herausfordern. Nicht immer wissen sie, wo welches Spielzeug hingehört und müssen beim Einsortieren lange überlegen. Meist werden Dinge dann gar nicht erst an ihren Bestimmungsort gestellt, sondern dorthin, wo gerade Platz ist. Unübersichtliche Regale und vollgestopfte Schubladen sind die Folge.

Eine sinnvolle Hilfestellung für Kinder stellt das Bebildern von Regalfächern, Schubladen und Spielzeugboxen dar. Nach einem gründlichen Aufräum-Durchgang machen Eltern ein Foto von allen Fächern und Boxen. Diese Bilder werden dann ausgedruckt, laminiert und am entsprechenden Platz aufgehängt. So entsteht ein roter Faden, an dem sich Kinder orientieren können. Sobald das Lesen gelernt ist, dürfen Beschriftungen die Bilder ersetzen.

 

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