Star Wars: Battlefront 2: Zurück auf dem hohen Tauntaun

Star Wars: Battlefront 2 schien – nach dem Debakel Star Wars: Battlefront – bei den ersten Präsentation, alles zu sein, was sich die Fans jemals hätten wünschen können. Nach dem Mangel an Content des ersten Teils, sollte in Star Wars: Battlefront 2 alles dabei sein. Jede Ära der Kriege im Weltall sollte vertreten sein. Von den Klonkriegen bis zum Kampf zwischen dem Widerstand und der Ersten Ordnung. Und auch die Vertreter dieser Fraktionen sollten komplett mit dabei sein. Lichtschwertduelle zwischen Sithlord Darth Maul und Jediritter Luke Skywalker sahen nun möglich und vor Allem spielbar aus – ein wahres Spektakel damit also für jeden Star Wars-Fan.

Die Kontroverse

Doch dann kam es zur Veröffentlichung. Kurz vor Release verkündete der Publisher EA in einem Reddit-Forum, dass Star Wars: Battlefront 2 ein Pay-to-Win-Spiel sein würde. Eine Entscheidung, die daraufhin für Geschichte auf Reddit sorgte und es zum am meisten gedownvotesten Beitrag schaffte. Star Wars: Battlefront 2 sollte sich (abgesehen vom 60 Euro-Kaufpreis) über per Echtgeld kaufbare Lootboxen finanzieren, die sogenannte Starcards enthalten. Diese konnten – egal ob Jediritter, Sithlord oder einfacher Truppler – die Attribute dieser bis zu 20 Prozent verbessern. (z.B. eine kürzere Abklingzeit des Thermaldetonators oder des Lichtschwertwurfes). Das Fazit: Die Leute waren sauer.

Und das zeigte sich auch. Die Verkäufe von Star Wars: Battlefont 2 waren zwar nicht  unglaublich schlecht. Aber ernüchternd und unter EAs Erwartungen. Obwohl viele Reviews zu den Zeiten des Star Wars Battlefront 2 Releases das Gameplay und die aufkommende Star Wars-Atmosphäre lobten, wollte niemand so wirklich eine Empfehlung aussprechen. Entwickler Dice reagierte schnell durch das Entfernen der Lootboxen aus dem Spiel und später dem Ändern des Progressionsystems, wodurch Pay-to-Win zu Play-to-Win wurde. Jedoch war der Schaden bereits passiert und er zeigte sich in geringen aktiven Spielerzahlen.

Der Überlebenskampf

Star Wars Battlefront 2 sollte von Anfang an kostenlose Erweiterungen haben. Dieses wurde von Publisher EA schon früh hoch angepriesen und war für viele Besitzer des Spiels ein schlagkräftiges Kaufargument und deshalb auch unwiderruflich. Es musste neuer Content her. Für Entwickler Dice – bei so kleinen Spielerzahlen – vermutlich eine Tortur und womöglich auch ein Minusgeschäft für EA. Dazu kommt, dass der Großteil des Star Wars: Battlefront 2  Entwicklerteams zu Dices Battlefield 5 verladen wurde, was Star Wars Battlefront 2 große Contentdürren und den Spielern noch mehr Unmut brachte.

Doch dann kam letztlich doch etwas. Nach den beiden Erweiterungen zu den Filmen „Star Wars: The Last Jedi“ und „Solo: A Star Wars Story“ wurde auf der EA PLAY 2018 das über mehrere Monate aufgeteilte riesige Content-Update zu den Klonkrigen vorgestellt. Alles was noch fehlte, sollte nach gereicht werden. Von dem Sandplaneten Geonosis bis zum eisernen Droidenbefehlshaber General Grievous.

Fazit/Und heute?

Es war zwar ein steiniger Weg, aber Star Wars: Battlefront 2 ist nun (bis auf ein paar Glitches) ein wirklich gelungenes Spiel. Und das spiegelt sich auch in den Spielerzahlen wider, Star Wars: Battlefront 2‘s sind so hoch wie niemals zuvor. Mit dem Hinzufügen von vier neuen Maps, sechs neuen Helden, vier neuen Fortbewegungsmitteln, einer neuen Klasse, Unmengen an kosmetischen Outfits und dem Fehlen eines Pay-to-Win-Systems, ist Star Wars: Battlefront 2 nun nicht mehr nur für beinharte Star Wars-Fan, sondern auch für alle, die Shooter mögen oder auch nur ein bisschen etwas mit Star Wars anfangen können.

Star Wars: Battlefront 2 gibt es hier zu kaufen.

 

BILDQUELLE: EA Games